Biblioteca Culture del Mondo / Bibliothek Kulturen der
Welt:
Letteratura del mondo / Literatur der
Welt, diritti umani e dei popoli /
Menschen- und Völkerrechte, politica
dello sviluppo e di pace / Entwicklungs- und
Friedenspolitik, questioni Nord-Sud /
Nord-Süd Fragen.

Literatur der Welt im Unterricht / Letteratura del mondo a
lezione
MINDERHEITEN (sozial): 34 Texte
HOMOSEXUELLE / KUBA
Arenas, Reinaldo
Bevor es Nacht wird
Berlin: das zebra bei diá, 1993. 297 Seiten. ATS 145.
Hauptfiguren: Ich-Erzähler (homosexueller Dichter)
Schauplatz, Hintergrund: Kuba, Havanna, New York und Miami
Thema, Problem: homosexueller Dichter in Kuba, Aidskranker in den
USA
Inhalt: Sehr farbig geschriebener, emotionaler Lebensbericht:
Jahre der Kindheit, der Unterdrückung als Schriftsteller,
Flucht, Krankheit etc.
Reinaldo Arenas wurde 1943 als Bauernsohn in Aguas Claras im
Osten Kubas geboren. Übersiedelte 1952 nach Havanna,
Studium. Erste Romane und Erzählungen, erste Auszeichnungen.
Geriet aber wegen seiner kritischen Haltung gegenüber den
Auswüchsen der Revolution Castros und wegen seiner
Homosexualität in Mißkredit. Darf ab 1970 in Kuba
nicht mehr veröffentlichen. Konnte nach Haft und Aufenthalt
in Arbeitslagern 1980 Kuba verlassen, lebte dann in New York und
Miami. Beging am 6.12.1990 in New York Selbstmord (Aids).
HOMOSEXUELLE
Bradley, Marion Zimmer
Trapez
München: Heyne, 1988. 704 Seiten. ATS 123.
Sprache des Originals: Amerikanisch.
Hauptfiguren: Tommy Zane, Hochtrapezkünstler (Flieger und
Fänger); Mario Santelli, der etwas ältere Liebhaber von
Tommy Zane, ebenfalls Hochtrapezkünstler (Flieger), springt
den "Salto Mortale"; Antonio Santelli, Großvater Marios,
Hochtrapezkünstler; Johnny, Marios Bruder,
Hochtrapezkünstler; Stella Kincaid, Frau Johnnys; Bart
Reeder, Filmschauspieler und ehemaliger Liebhaber Marios
Schauplatz, Hintergrund: USA (Städte sowie Dörfer);
US-amerikanisches Zirkusmilieu reisender ArtistInnen; 1944-1953
Thema, Problem: Coming Out eines jungen Artisten, die
Schwierigkeiten, eine schwule Paarbeziehung in einer feindlichen
Umwelt zu leben, die Selbstdiskriminierung homosexueller
Männer
Inhalt: Der jüngere Tommy und der ältere Mario sind
beide Mitglieder der Hochtrapeztruppe "Flying Santellis" in den
Vereinigten Staaten. Beide träumen den Traum aller
Trapezkünstler vom "Salto Mortale". Sie verlieben sich
ineinander und gehen eine schwierige, vor anderen verheimlichte
Liebes- und Lebensbeziehung ein. Der Roman lebt von
glaubwürdig gezeichneten Hauptfiguren, die sich im Laufe der
Handlung persönlich weiterentwickeln in einer Zeit, die vor
der Entstehung einer starken und offensiven Lesben- und
Schwulenbewegung angesiedelt ist. Und er vermittelt ganz nebenbei
viel Wissenswertes über das US-amerikanische Zirkusmilieu
vor der Zeit der Dominanz des Fernsehens.
Marion Zimmer Bradley, geboren 1930, lebt in Berkeley/USA.
Science Fiction und Science Fantasy Autorin, Hauptwerk "Die Nebel
von Avalon". Hat in der US-amerikanischen Science Fiction
pionierinhaft das Thema Homosexualität enttabuisiert und es
vorurteilslos und als gleichberechtigt dargestellt.
HOMOSEXUELLE
Burke, Phyllis
Eine Familie ist eine Familie ist eine Familie. Ein
autobiographischer Bericht
St.Gallen, Berlin, Sao Paulo: edition diá, 1993. 244
Seiten. ATS 123.
Sprache des Originals: Amerikanisch.
Hauptfiguren: Phyllis Burke, die Erzählerin; Cheryl,
Phyllis' Lebensgefährtin; Jesse, Cheryls kleiner Sohn
Schauplatz, Hintergrund: USA (San Francisco), 80er und Anfang der
90er Jahre, Lesben- und Schwulengemeinde San Franciscos
Thema, Problem: Leben einer lesbischen Familie mit einem
Kleinkind, US-amerikanische Lesben- und Schwulenbewegung
Inhalt: Als Phyllis Burkes Lebenspartnerin Cheryl durch
künstliche Befruchtung ein Wunschkind bekommt, ändert
sich das Leben beider grundlegend. Die Geburt des kleinen Jesse,
den beide gemeinsam aufziehen, wird zum Anlaß, für die
Anerkennung ihrer Partnerinnenschaft und für ihre neue
Familie zu kämpfen. Größter Erfolg: Phyllis darf
schließlich offiziell den Sohn ihrer Geliebten adoptieren.
Sehr persönliche autobiographische Darstellung einer
lesbischen Lebensbeziehung, des Lebens mit einem Kind und
zugleich ein faszinierendes Porträt der US-amerikanischen
lesbisch-schwulen BürgerInnenrechtsbewegung.
Phyllis Burke, lebt als Schriftstellerin, Journalistin und
Universitätsdozentin in San Francisco, ist Aktivistin in der
US-amerikanischen Lesben- und Schwulenbewegung.
HOMOSEXUELLE
Dijk, Lutz van
"Ein erfülltes Leben trotzdem..." Erinnerungen
Homosexueller 1933 - 1945. Elf biographische Texte
Reinbek: Rowohlt, 1992. 150 Seiten. ATS 80.
Hauptfiguren: verschiedene
Schauplatz, Hintergrund: Österreich, Deutschland,
Niederlande, Großbritannien, Polen (vorwiegend
städtische Bereiche) mit Konzentration auf die NS-Zeit
Thema, Problem: (Über-)Leben schwuler Männer
während der Zeit des Nationalsozialismus, ergänzt durch
Informationen des Erzählers über die nicht erfolgte
Entschädigung von homosexuellen Opfern des
Nationalsozialismus.
Inhalt: In elf autobiographischen, zum Teil anonymen
Lebensberichten erzählen elf schwule Männer ihre zum
Teil sehr unterschiedlichen Erfahrungen als Jugendliche sowie
junge Erwachsene während der Zeit des Nationalsozialismus
und geben zugleich auch Auskunft über ihre ersten schwulen
Liebeserfahrungen. Der Bogen spannt sich von
Widerstandskämpfern (etwa der Österreicher Erich Lifka
und der Berliner Gad Beck) bis zu Männern, die wegen ihrer
Homosexualität in Konzentrations- und Vernichtungslager
eingewiesen worden waren (Auschwitzhäftling Karl B.).
Gemeinsam ist allen trotz aller Diskriminierungen der Umgebung
und des mörderischen Terrors des NS-Systems - die
Selbstverständlichkeit, mit der sie immer zu ihrer
homosexuellen Identität standen.
Lutz van Dijk, geb. 1955 in Berlin. Mitarbeiter der
niederländischen Anne-Frank-Stiftung, hat Lebensläufe
von schwulen Männern zugänglich gemacht, die die
NS-Zeit erlebt und überlebt haben, arbeitet vorwiegend mit
der Methode der Oral History in der Schwulenforschung.
DROGENSÜCHTIGE
F., Christiane
Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
Hamburg: Stern, 1993. 324 Seiten. ATS 145.
Sprache des Originals: Deutsch.
Hauptfiguren: Christiane
Schauplatz, Hintergrund: Berlin
Thema, Problem: Drogen
Inhalt: Christiane, aufgewachsen in einem Arbeiterviertel in
Berlin, sucht sich ihre Geborgenheit bei Freunden, die mit Drogen
experimentieren. Mit zwölf Jahren raucht sie in einem
evangelischen Jugendhaus das erste Mal Haschisch, und mit 13
kommt sie in einer Diskothek zum Heroin. Von diesem Zeitpunkt an
führt sie ein Doppelleben: einerseits die Schülerin und
andererseits die Abhängige, die das Geld für ihre Sucht
durch Prostitution am Kinderstrich verdient. Als ihre Mutter es
nach zwei Jahren bemerkt, ist Christiane am Ende und will
entziehen, doch sie findet keinen Therapieplatz, was zu mehreren
Rückfällen führt. Die Geschichte ist authentisch
geschrieben, wodurch eine Identifikation mit Christiane
möglich wird. Dies bewirkt eine Abschreckung bei den
Jugendlichen.
Kai Hermann und Horst Rieck, Journalisten des STERN, trafen die
fünfzehnjährige Christiane F. 1978 in Berlin, als sie
als Zeugin in einem Prozess aussagen musste. Aus dem für
zwei Stunden geplanten Interview wurde eine zweimonatige
Zusammenarbeit, aus der dieses Buch entstand. Christiane wurde
immer wieder rückfällig.
Autobiographie, ab 14 J., 324 Seiten
KÖRPERLICH BEHINDERTE
File, Manfred
Mein Leben
in: Nitsche, Gerald Kurdoðlu (Hrsg.): Brücken. Ein
interkulturelles Lesebuch..
Wien : ÖBV pädagogischer Verlag, 1995. Seite 44 - 45.
ATS 268.
Hauptfiguren: der mehrfach behinderte Autor
Schauplatz, Hintergrund: ein Heim
Thema, Problem: wie ein schwer behinderter Mensch seine Probleme
bewältigt
Inhalt: Der Autor erzählt von seiner Kindheit und seinem
Werdegang zum Maler.
Manfred File, geb. 1965 in Tirol, lebt und arbeitet als Maler in
einer geschützten Werkstatt in Innsbruck.
Autobiographie - ab 9 J. - 2 Seiten - Bibliothek: IM-I
HOMOSEXUELLE
Fischer, Erica
Aimée & Jaguar. Eine Liebesgeschichte, Berlin
1943
Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1996. 315 Seiten. ATS 184.
Hauptfiguren: Lilly und die Jüdin Felice
Schauplatz, Hintergrund: Berlin im Zweiten Weltkrieg
Thema, Problem: homosexuelle Liebe zur Zeit des
Nationalsozialismus
Inhalt: Lilly Wust, 28 Jahre alt, verheiratet, Mutter von 4
Kindern, verliebt sich in die 21-jährige Jüdin Felice
Schragenheim. Ihr Glück ist nur von kurzer Dauer. Am 21.
August wird Felice verhaftet und zunächst in das KZ
Theresienstadt verschleppt. Sie wird nicht mehr
zurückkommen. Erica Fischer hat die Geschichte von
Aimée (Lilly) und Jaguar (Felice) aufgezeichnet.
Erica Fischer, geboren 1943 in der englischen Emigration der
Eltern. 1948 Rückkehr mit ihren Eltern nach Österreich.
Studierte am Dolmetschinstitut der Universität Wien. Lebt
seit 1988 als freie Journalistin, Schriftstellerin und
Übersetzerin in Deutschland.
Roman - ab 16 J. - 315 Seiten
HOMOSEXUELLE
Forrest, Katherine V.
Tradition
Hamburg: Argument, 1993. 253 Seiten. ATS 117.
Sprache des Originals: Amerikanisch.
Hauptfiguren: die lesbische Kriminalkommissarin Kate Delafield
Schauplatz, Hintergrund: Los Angeles
Thema, Problem: wie eine lesbische Frau sich behauptet
Inhalt: Die lesbische Kriminalkommissarin muß den Mord an
einem homosexuellen Restaurantbesitzer klären. Der
Täter ist bald gefunden, doch wie werden die Geschworenen
den Mord an einem Homosexuellen beurteilen, wenn sich schon Ed
Taylor, der Partner Delafields, und der Gerichtsmediziner durch
schwulenfeindliche Äußerungen auszeichnen?
Katherine V. Forrest, geboren 1939 in Kanada, lebt mit ihrer
Lebensgefährtin in Los Angeles. Sie arbeitet als
Schriftstellerin und Redakteurin für den Frauenverlag "The
Naiad Press". Bis jetzt erschienen vier Kriminalromane mit der
Kommissarin Delafield.
Roman - ab 16 J. - 253 Seiten - Bibliothek: IM-I
HOMOSEXUELLE
Forrest, Katherine V.
Die Tote hinter der Nightwood Bar
Hamburg: Argument, 1993. 232 Seiten. ATS 117.
Sprache des Originals: Amerikanisch.
Hauptfiguren: die lesbische Kriminalkommissarin Kate Delafield
Schauplatz, Hintergrund: Los Angeles
Thema, Problem: wie eine lesbische Frau sich behauptet
Inhalt: Heldin des Krimis von Katherine V. Forrest ist die
lesbische Kriminalkommissarin Kate Delafield von der
Mordkommission in Los Angeles. Sie muß, zusammen mit ihrem
schwulenfeindlichen Kollegen Ed Taylor, den Mord an einem jungen
Mädchen aufklären, das tot hinter einer Lesbenbar
gefunden wurde. Es geht in diesem Krimi nicht nur um die Suche
nach dem Täter, sondern auch um die Schwierigkeiten einer
lesbischen Frau im männlich dominierten Polizeiapparat.
Roman - ab 16 J. - 232 Seiten - Bibliothek: IM-I
GEISTIG BEHINDERTE
Grill, Evelyn
Wilma
Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1994. 131 Seiten. ATS 116.
Hauptfiguren: die geistig behinderte Wilma und ihre Pflegemutter
Agnes
Schauplatz, Hintergrund: ein Dorf in einer österreichischen
Bergprovinz
Thema, Problem: die Außenseiter-Existenz
Inhalt: Evelyn Grill erzählt die ineinander verflochtenen
Lebenswege zweier Frauen, deren Außenseiter-Existenz in der
dörflichen Enge österreichischer Bergprovinz zur
Provokation wird. Die in geistiger Behinderung sprachlose Wilma
beunruhigt mit ihrer monströsen Körperlichkeit die
Dorfbewohner, ihre Pflegemutter Agnes versucht mit streng
geregelter Lebensführung dem "Unabänderlichen" zu
trotzen.
Evelyn Grill, geboren bei Steyr/Oberösterreich, lebte nach
einem Jusstudium in Linz, seit 1986 wohnt sie in Deutschland.
Erzählung - ab 16 J. - 131 Seiten
HOMOSEXUELLE
Grossmann, Thomas
Schwul - na und?
Reinbek: Rowohlt, 1991. 220 Seiten. ATS 94.
Hauptfiguren: Im strengen Sinne keine, da Sachbuch. Aufgrund der
verwendeten Sprache und vor allem der Präsentation der
Thematik Homosexualität kann aber durchaus der Autor selbst
(Thomas Grossmann) eine Identifikationsfigur sein als
selbstbewußter schwuler Psychologe.
Schauplatz, Hintergrund: Gegenwart, Konzentration auf Deutschland
Thema, Problem: Homosexualität - beide Geschlechter, aber
doch mehr "schwulenlastig", Einführung und Ratgeber vor
allem für junge Lesben und Schwule, wie sie zu
glücklichen erwachsenen Lesben und Schwulen werden
können; leichtverständliche Darstellung, was es zum
Thema Homosexualität zu wissen gibt.
Inhalt: Wie leben junge, erwachsene und ältere Lesben und
Schwule? Vor welchen Problemen stehen sie? Und wie können
sie trotz aller Vorurteile glücklich sein? Dieser
Ratgeber-Klassiker gibt Auskunft über Freuden und Leiden,
über lesbischen und schwulen Alltag, bietet viele Interviews
mit jungen Lesben und Schwulen und zeigt Beispiele
geglückten lesbischen bzw. schwulen Lebens mit vielen
praktischen Tips. Das Buch ermutigt lesbische und schwule
Jugendliche und erläutert komplizierte soziologische,
politische, geschichtliche Zusammenhänge in einer einfachen
Sprache mit weitgehendem Verzicht auf Fachchinesisch.
Thomas Großmann, geboren 1951 in Hamburg. Arbeitet u.a. in
der Beratung von Lesben und Schwulen sowie deren
Angehörigen, Autor einiger einschlägiger Ratgeber.
Sachbuch - ab 14 J. - 220 Seiten
HOMOSEXUELLE
Hauser, Maria
Im Himmel kein Platz? Lebensgeschichten von homosexuell
Liebenden
Linz: Edition Sandkorn, 1993. 197 Seiten. ATS 285.
Hauptfiguren: verschiedene
Schauplatz, Hintergrund: verschiedene
Thema, Problem: die Liebes- und Leidensgeschichten der
Homosexuellen in unserer Gesellschaft
Inhalt: Ausgehend vom "Coming Out" ihres eigenen schwulen Sohnes
beschreibt Maria Hauser überzeugend die Befindlichkeit
homosexueller Frauen und Männer in unserer Gesellschaft. Mit
viel Einfühlungsvermögen schildert sie die
Schwierigkeiten, auf die homosexuelle Menschen treffen, wenn sie
zu ihrem Glauben stehen und das Recht fordern, als gleichwertige
Menschen und Christen von der katholischen Kirche anerkannt zu
werden.
Maria Hauser wurde 1931 im Mühlviertel in Österreich
geboren. Sie arbeitete bis zu ihrer Pensionierung als
Kindergärtnerin. 1989 erschien ihr erstes Buch. "Im Himmel
kein Platz?" war ihr zweites Buch.
Biographie - ab 16 J. - 197 Seiten - Bibliothek: IM-I
ARME
Hinton, Susan E.
Die Outsider
München: dtv, 1983. 171 Seiten. ATS 65.
Sprache des Originals: Amerikanisch.
Hauptfiguren: Ponyboy, der Ich-Erzähler
Schauplatz, Hintergrund: Armenviertel einer Großstadt
Thema, Problem: Konflikt zwischen Jugendbanden verschiedener
sozialer Herkunft; Eigendynamik eines sozialen Umfelds
Inhalt: Ponyboy ist erst vierzehn Jahre alt, lebt mit seinen
beiden Brüdern Darry und Sodapop zusammen. Ihre Eltern kamen
bei einem Auotunfall ums Leben. Seither sorgt Darry, mit zwanzig
Jahren der älteste der Brüder, für die beiden
jüngeren. Die Curtisbrüder sind Mitglieder der
Greasers, einer Jugendbande, die in erster Linie auf die
Freundschaft baut, die die Bandenmitglieder miteinander
verbindet. Die Jugendlichen kommen zum Teil aus zerrütteten
Familienverhältnissen oder haben niemanden mehr, der sich um
sie kümmert. Ihr Zuhause, ihre Familie ist die Bande.
Anschaulich und einfühlsam beschreibt die damals
sechzehnjährige Autorin die einzelnen Charaktere in einer
saloppen Sprache, die den jugendlichen Lesern einen leichten
Zugang zum Text eröffnet. Auch gelingt es ihr, die Socs,
obwohl sie die Gegenspieler der Greasers sind, als Jugendliche zu
beschreiben, denen zwar im Leben mehr geschenkt wird, weil sie
reiche Eltern haben, aber ansonsten sich mit den gleichen
Ängsten, Sorgen und Sehnsüchten auseinanderzusetzen
haben wie die Greasers. Ponyboy überwindet während der
sich überstürzenden Ereignisse Feindbilder und erkennt
den Menschen in den Eltern, die versagen, im Lumpen, der aus
Verbitterung, Einsamkeit und Freundschaft sein Leben opfert, im
reichen Soc, der die Greasers bekämpft und mit seinem
Mädchen Sonnenuntergänge bewundert.
Susan E. Hinton schrieb mit 16 Jahren dieses Buch, Francis
Coppola verfilmte die Romanvorlage.
Roman - ab 12 J. - 171 Seiten
GEISTIG BEHINDERTE
Härtling, Peter
Das war der Hirbel
München: dtv, 1978. 94 Seiten. ATS 57.
Sprache des Originals: Deutsch.
Hauptfiguren: Hirbel
Schauplatz, Hintergrund: Kinderheim
Thema, Problem: Soziale und körperliche Behinderung
Inhalt: Hirbel ist zwar schon zehn Jahre alt, wirkt aber wegen
seiner geistigen Behinderung wie ein Sechsjähriger, er hat
oft Kopfschmerzen und Krämpfe. In seiner Welt herrscht eine
andere Logik als in seinem Umfeld. Einfühlsam nimmt der
Autor mitunter den Standpunkt des kleinen Hirbel ein und
beschreibt die Sicht der Dinge mit dessen Augen. Ohne zu werten,
ohne die Welt in Gut und Böse auseinanderfallen zu lassen,
wird der Hirbel zum Schnittpunkt der Perspektiven und
Bedingungen, unter denen das Leben eines behinderten Kindes
Gestalt annimmt. Die kindgemäße Sprache
ermöglicht den Kindern die Identifizierung mit der
Hauptfigur und erreicht somit eine Erweiterung des Gesichtsfeldes
der kindlichen Welt und setzt Gefühle frei.
Peter Härtling, 1933 in Chemnitz geboren,
Literaturredakteur, Mitherausgeber einer Zeitschrift, Cheflektor
und Geschäftsführer eines großen Verlags,
Deutscher Jugendbuchpreis für "Oma".
Erzählung - ab 10 J. - 94 Seiten - Bibliothek:
Landesbücherei IBK
ZIRKUSWELT
Kaiser-Golgoje, Irmgard Monika
Windhunde - Stars in der Manege
Mürlenbach/Eifel: Kynos Verlag, 1990. 149 Seiten. ATS 309.
Hauptfiguren: Barsoi-Windhunde
Schauplatz, Hintergrund: Zirkus
Thema, Problem: Alltag im Zirkus zwischen Menschen und Tieren
Inhalt: In diesem Roman, der aus einer Folge von Erzählungen
besteht, setzt die Autorin nicht nur den russischen
Barsoi-Windhunden ein Denkmal, sondern sie zeichnet auch ein
Porträt der Menschen im Zirkus, ihres Alltags, ihrer Freuden
- einer Welt, die den meisten verborgen ist. Neben den
Erzählungen enthält das Buch auch einige Gedichte
über die Barsoi und Hunde als Freunde des Menschen.
Irmgard Kaiser (Monika ist ihr Künstlername) wurde am 24. 4.
1929 als Tochter eines Spenglers geboren, kam aber bereits im
Alter von sieben Jahren als Vollwaise in eine Klosterschule, aus
der sie in den Wirren der Nachkriegszeit ausriss. Sie gelangte
nach Bremerhaven, wo sie als Küchenmädchen arbeitete,
und entdeckte bei einem Besuch des Zirkus Carl Althoff die Welt
der Fahrenden. Es gelang ihr, als Pferdepflegerin eingestellt zu
werden. In den folgenden Jahren arbeitete sie sich langsam nach
oben. 1953 arbeitete sie beim Zirkus Roland-Bremen, wo sie ihren
Mann kennenlernte, den sie 1954 heiratete. 1959 lernte das
Ehepaar in Bremen einen alten Russen kennen, der bislang eine
Kosakentruppe geführt hatte. Er gab sein Wissen und zwei
eintrainierte Pferde an das Ehepaar Kaiser weiter; es entstand
eine berühmte Kosakenreitergruppe. 1974 wurde die Nummer
durch einige russische Windhunde (Barsoi) vergrößert;
die Kosakennummer wurde durch die unendliche Geduld Monika
Kaisers bei der Arbeit mit den Hunden zu einer einmaligen
Darbietung, die sie berühmt machte. Monika Kaiser verstarb
am 13. 1. 1986 während eines Gastspieles des Circo Cesare
Togni in Neapel. Die vier Kinder der Kaisers traten in die
Fußstapfen der Eltern und arbeiteten von klein an in der
Kosakennummer mit. Der Sohn Juri führt die Arbeit mit den
Windhunden weiter, die Tochter Scarlett ist heute Direktorin des
bekannten Circus Flic Flac.
Roman - ab 12 J. - 149 Seiten
AUßENSEITER
Klimke, Christoph
Der Test oder: Chronik einer veruntreuten Seele
Stuttgart: Radius, 1992. 95 Seiten. ATS 184.
Hauptfiguren: ein namenloser Mann
Schauplatz, Hintergrund: Deutschland
Thema, Problem: Melancholie und Wut durch den bevorstehenden,
endgültigen Abschied vom Leben
Inhalt: Klimke erzählt von einem Menschen, der durch das
Ergebnis seines Aids (?) Tests gezwungen ist, sein bisheriges
Leben neu zu beurteilen. Er läßt sein Leben an sich
vorüberziehen und versucht dadurch, sich selbst neu zu
(er)finden.
Christoph Klimke, geboren 1959, lebt seit 1984 als Schriftsteller
in Berlin. Er hat Gedichte, Erzählungen und
Theaterstücke veröffentlicht.
Erzählung - ab 16 J. - 95 Seiten - Bibliothek: IM-I
ARME
Lang, Franz
Der Hungerweg
München: dtv, 1995. 183 Seiten. ATS 72.
Sprache des Originals: Deutsch.
Hauptfiguren: Die Schwabenkinder
Schauplatz, Hintergrund: Südtirol, der Weg ins Schwabenland,
Ravensburg und Umgebung
Thema, Problem: Politische Ignoranz gegenüber der Armut von
Kindern; das Leid über Beziehungen, die nicht andauern
können, weil sie den Gesetzen der Armut gehorchen
müssen
Inhalt: Im frühen Frühjahr, noch liegt Schnee, brechen
die Kinder der Bergbauern Südtirols unter der Obhut von
Schwingshackl ins Schwabenland auf. Der Weg führt über
den Reschen nach Landeck, von dort über den Arlbergpass nach
Ravensburg. Die Kleider und das Schuhwerk können den noch
winterlichen Wetterverhältnissen nicht standhalten.
Sebastian wird krank. Um ihren Hunger zu stillen, um Unterschlupf
für die Nacht zu finden, ist Schwingshackl mit seinen nahezu
fünfzig Kindern vom guten Willen der Leute abhängig,
die in den Dörfern ansässig sind, die auf ihrem Weg
liegen. Nicht immer haben sie Glück. Manchmal war schon eine
Gruppe Kinder vor ihnen da. Der Kindermarkt in Ravensburg
entscheidet über Wohl und Wehe der Kinder. Zu wem werden sie
kommen? Wer wird sich ihrer den Sommer über annehmen?
Möchte sie überhaupt ein Bauer in seine Dienste nehmen,
so abgerissen und ausgemergelt, wie sie aussehen? Schwingshackl
wird den Eltern zu Hause das Geld überbringen, das er
für seine Schützlinge herausschlagen kann. Die Kinder
erhalten Kleidung und hoffentlich genug zu essen für ihre
Arbeit. Der Geschichte sind eine Landkarte, auf der der Weg der
Schwabenkinder eingezeichnet ist, beigelegt und einige
Originaldokumente, z. B.eine Meldekarte, die vom Verein zum
Schutz der Schwabenkinder 1890 eingeführt wurde. Franz Lang
berichtet ausschließlich von lieben, armen Kindern und von
lieben, guten Arbeitgebern.
Othmar Franz LANG 8. 7. 1921 in Wien geboren, freier
Schriftsteller, beschäftigt sich mit unterschiedlichsten
Themen, bisweilen werden ihm Harmonisierungstendenzen
vorgeworfen.
Roman - ab 10 J. - 183 Seiten - Bibliothek: Landesbücherei
IBK
AUßENSEITER
Lobe, Mira
Das kleine Ich-bin-Ich
München, Wien: Jungbrunnen, 1972. 32 Seiten. ATS 166.
Hauptfiguren: ein buntes Tier
Schauplatz, Hintergrund: Tierreich
Thema, Problem: Identitätssuche
Inhalt: "Auf der bunten Blumenwiese geht ein buntes Tier
spazieren" und ist vorerst noch guter Dinge, bis ein Frosch es
fragt, wer es sei. "Wer vergißt, wer er ist, der ist dumm,
Bum!" Und dumm mag das bunte Tier nicht sein. So fragt es Pferde,
Kühe, Hunde und andere Tiere, ob sie ihm nicht sagen
könnten, was es für ein Tier sei. Aber die Tiere
können ihm nicht weiterhelfen. Da wird das bunte Tier ganz
traurig, weil es denkt, daß es vielleicht überhaupt
bloß ein Niemand sei. "Aber dann, mit einem Ruck bleibt das
Tier plötzlich stehen" und kommt zur Erkenntnis über
sich.
Mira Lobe: 1913 in Görlitz/ Schlesien geboren, 1936
Emigration aus dem nationalsozialistischen Deutschland nach
Palästina, 1950 Rückkehr nach Wien, 1980 Österr.
Würdigungspreis für Kinder- & Jugendliteratur.
Erzählung - ab 6 J. - 32 Seiten
AUßENSEITER
Lobe, Mira
Die Sache mit dem Heinrich
Wien- München: Jungbrunnen, 1989. 126 Seiten. ATS 145.
Sprache des Originals: Deutsch.
Hauptfiguren: Julia, teilweise Heinrich
Schauplatz, Hintergrund: Wien
Thema, Problem: Misshandlung von Kindern und die Hilflosigkeit
der Umgebung
Inhalt: Heinrich lebt in einer einfachen Gegend, in der niemand
gerne anderen hilft. Er wird von seinem Stiefvater geschlagen.
Die meisten Kinder in seiner Klasse finden es normal, wenn er
blaue Striemen am Rücken hat. Eine "gsunde Tachtel" hat
jeder von ihnen schon bekommen. Außer Julia, die nicht
versteht, warum keiner etwas unternimmt. Sie versucht, Heinrich
zu helfen, doch solange er nicht sagen will, was mit ihm
passiert, kann niemand helfen: Julias Eltern nicht, die Lehrerin
nicht und auch nicht die Polizei. Doch Julia gibt nicht auf,
obwohl sie oft kurz davor ist. Sie bringt einen Polizisten dazu,
vor Heinrichs Haus "aufzupassen". Genau an diesem Abend verliert
Heinrichs Stiefvater völlig die Beherrschung und wirft den
Jungen das Stiegenhaus hinunter.
Erzählung - ab 12 J. - 126 Seiten - Bibliothek:
Landesbücherei IBK
SOZIAL UNTERDRÜCKTE
Manzi, Alberto
Amigo, ich singe im Herzen
Reinbek: Rowohlt, 1980. 125 Seiten. ATS 58.
Sprache des Originals: Italienisch.
Hauptfiguren: Pedro
Schauplatz, Hintergrund: Hazienda in Südamerika
Thema, Problem: Ausbeutung und Unterdrückung von Armen
Inhalt: Die Menschen, die auf der Hazienda leben, wissen, dass
alles dort, auch sie selbst, dem Padrone gehört, doch sie
glauben, dass sie dankbar sein müssen, weil sie für
ihren Herrn arbeiten dürfen. Sie sind zwar nicht
glücklich, aber sie leben. Nur einer beginnt nachzudenken
und erkennt die Ungerechtigkeit: Pedro. Er ist anders, denn er
verzichtet auf die tägliche Ration Koka, das den Menschen
das schwere Leben erleichtert. Er bringt auch die anderen dazu
nachzudenken. Er hat bei einem Priester lesen und schreiben
gelernt und lehrt jetzt die Menschen im Dorf. Doch die Aufseher
schikanieren ihn und seine Freunde, weil sie Angst vor einem
Aufstand haben. Viele im Dorf resignieren, doch Pedro gibt nicht
auf. Seine Freiheit und die der anderen ist ihm mehr wert als
sein Leben. Er wird von den Aufsehern umgebracht. Doch er hat
etwas bewirkt, er hat die Menschen wachgerüttelt. Zum
Schluss stellt Manzi die Frage: Wie viele Pedros müssen noch
sterben, damit der Mensch endlich lernt, den Menschen zu achten?
Alberto Manzi: 1924 in Rom geboren, Lehrer, 1954 Auswanderung
nach Südamerika, unterstützte via Fernsehen die
Alphabetisierungskampagne, 1967 gründete er in Ecuador eine
landwirtschaftliche Kooperative - nach einigen Jahren
Rückkehr nach Italien, seine Romane wurden in 36 Sprachen
übersetzt.
Erzählung - ab 12 J. - 125 Seiten - Bibliothek:
Landesbücherei
ARME
Manzi, Alberto
El Loco
Wien, München: Jugend und Volk, 1980. 192 Seiten. ATS 72.
Sprache des Originals: Italienisch.
Hauptfiguren: El Loco (der Verrückte)
Schauplatz, Hintergrund: Dorf in Südamerika
Thema, Problem: Unterdrückung der Indios
Inhalt: Die Indios leben in dem Dorf, ohne zu merken, wie sie
unterdrückt werden. Erst als die Erzbaugesellschaft Land der
Comunidad (Gemeinschaft der Indios mit alten Traditionen) will
und die Indios dieses verweigern, bekommen sie die Macht der
Weißen in ihrem Land zu spüren. Man versucht sie
einzuschüchtern, indem man ihnen Wasser nimmt und sogar
Menschen ermordet. Doch El Loco, der Verrückte des Dorfes,
bringt die Menschen durch seine "dummen Fragen" zum Nachdenken.
Er zeigt ihnen auch, dass "Verrückte", wie das behinderte
Mädchen, das sie "Speichlerin" nennen, helfen können.
Viele Junge lehnen sich gegen die Autorität der Weißen
auf., vor allem Furiosa, die bewegende Figur neben El Loco. Sie
schaffen es, die Mächtigen für eine Weile aus dem Dorf
zu vertreiben. Doch die Weißen kommen mit den Soldaten
zurück. Sie zerstören viel, doch sie können den
Stolz und Mut der Indios nicht mehr brechen. Auch wenn es den
Eingeborenen nicht gleich gelingt, ihr Dorf zu befreien, und sie
immer wieder Niederlagen erleben, geben sie nicht auf.
Erzählung - ab 12 J. - 192 Seiten - Bibliothek:
Landesbücherei IBK
HOMOSEXUELLE
Meißner-Johannknecht, Doris
Amor kam in Leinenschuhen
Ulm: Ravensburger Taschenbuchverlag, 1996. 125 Seiten. ATS 57.
Sprache des Originals: Deutsch.
Hauptfiguren: Johanna, genannt Jojo
Schauplatz, Hintergrund: Berlin, zwischen West und Ost
Thema, Problem: Ich bin ein Mädchen - und bin verliebt - in
ein Mädchen. Darf ich das?
Inhalt: Johanna zieht mit ihren Eltern von einer Kleinstadt nach
Berlin. Die Geschäfte gehen gut, und Johannas Vater
möchte expandieren, indem er den neuen Markt im Osten zu
nutzen sucht - er ist Grundstücksmakler. Die Mutter -
schön und begehrenswert - expandiert ebenfalls: Ihr
Liebesleben. Was Johanna weiters nicht stört, so lange sie
ihre Ruhe hat. Johanna läßt nicht bloß Freunde,
Großmutter und ihr Pferd in der Kleinstadt zurück,
sondern auch ihre Kindheit. In Berlin wird sie von der
"großen, weiten" Welt erwartet, mit der Johanna anfangs
nichts anzufangen weiß, bis sie Franziska trifft. Franziska
steht ihr erst mal ablehnend gegenüber: Gehört doch
Johannas Vater zu den "Raubrittern", die den Osten ausbeuten.
Eine gemeinsame Arbeit über Christa Wolf bringt die beiden
einander näher - zu nahe? In ihrer Liebe zu Franziska
entdeckt Johanna immer mehr von ihrem Selbst. Im Dreieck:
Franziska - Christa Wolf - Ich, zwischen den Welten ihrer reichen
Eltern und den bescheideneren Verhältnissen in Franziskas
Familie entwickelt Johanna ihre Persönlichkeit.
Doris Meißner-Johannknecht, 1947 in Dortmund geboren,
studierte und unterrichtete Deutsch, Literatur und
Erziehungswissenschaften, rezensierte zahlreiche Kinder- und
Jugendbücher, bevor sie selbst zu schreiben begann.
Roman - ab 14 J. - 125 Seiten
ARME
Pausewang, Gudrun
Ich habe Hunger. Ich habe Durst
Ulm: Ravensburg Verlag, 1984. 141 Seiten. ATS 64.
Sprache des Originals: Deutsch.
Hauptfiguren: Mama Soto und ihre Kinder
Schauplatz, Hintergrund: Dorf & Stadt in Südamerika
Thema, Problem: Kulturelle und soziale Entwurzelung
Inhalt: Die Sotos, eine Indiofamilie aus den Bergen, lebt nun
schon seit drei Generationen auf dem Ziegenhügel von dem,
was sie der Natur durch Anbau und Tierhaltung abgewinnen kann.
Eines Tages kauft ein Fabriksbesitzer aus dem Nachbardorf Mama
Soto den Ziegenhügel gegen ihren Willen ab, und sie zieht,
von ihren Verwandten, Freunden und Nachbarn beneidet, mit ihren
Kindern in die Stadt. Ihre älteste Tochter findet rasch
Gefallen an dem Leben, das man sich für Geld kaufen kann.
Mama Soto dagegen findet sich in der Stadt nur schwer zurecht.
Daran gewöhnt, dass der, der hat, gibt,
überschätzt sie ihre finanziellen Mittel, indem sie den
Ärmsten der Armen hilft. Schon bald landet sie mit ihren
Kindern im Armenviertel und kann sie nicht vor Kriminalität
und krummen Geschäften bewahren. Lange verbietet ihr der
Stolz und der Schmerz um den verlorenen Ziegenhügel
zurückzukehren. Erst nach dem Tod ihres jüngsten Kindes
macht sie sich auf den Heimweg. Durch die Sichtweise der
Indiofrau wird dem jungen Leser bewusst, dass der Preis für
Geld und Annehmlichkeit der Verlust von Natur, kultureller
Verschiedenheit und Freundschaft sein kann.
Gudrun Pausewang, 1928 geboren, war als Lehrerin in
Südamerika tätig, später in Hessen, neben
Jugendbüchern veröffentlichte sie auch
Erwachsenenromane.
Roman - ab 11 J. - 141 Seiten
KÖRPERLICH BEHINDERTE
Radtke, Peter
M wie Tabori. Erfahrungen eines behinderten Schauspielers
München: Piper, 1990. 170 Seiten. ATS 108.
Hauptfiguren: Peter Radtke, George Tabori
Schauplatz, Hintergrund: München
Thema, Problem: Erarbeitung eines Theaterstückes
Inhalt: Das Buch handelt vom Erarbeitungsprozeß des
Theaterstückes "M" von George Tabori nach einer Vorlage von
Euripides (Medea) in den Münchner Kammerspielen. Radtke
beschreibt, wie er als schwerstbehinderter Schauspieler lernt,
seine Behinderung in den Erarbeitungsprozeß einzubringen.
Sowohl für Radtke als auch für die nichtbehinderten
SchauspielerInnen unter George Tabori als Regisseur wird die
Arbeit zu einem faszinierenden Abenteuer. Kunst und Behinderung
befruchten einander.
Peter Radtke, geboren 1943 in Freiburg/Breisgau, ist Autor,
Journalist, Fernsehmacher, Schauspieler,
Geschäftsführer der Arbeitgemeinschaft "Behinderte in
den Medien", Präsident von EUCREA-International. Behindert
seit seiner Geburt (Glasknochenkrankheit) wächst er als Sohn
eines Schauspielerehepaares auf. Seine Talente werden
gefördert, sein Selbstvertrauen und Mut gegenüber
Nichtbehinderten gestärkt. Er studiert Germanistik und
Romanistik und engagiert sich in der Behindertenbewegung. Daneben
schreibt er Texte (u.a. Theaterstücke), inszeniert und
spielt selber.
Biographie - ab 15 J. - 170 Seiten
HOMOSEXUELLE
Rick, Karin
Côte d´Azur. Zwei Frauen - eine
Liebesgeschichte
Wien: Wiener Frauenverlag, 1993. 61 Seiten. ATS 148.
Hauptfiguren: Ich-Erzählerin und Felicitas
Schauplatz, Hintergrund: Südfrankreich
Thema, Problem: eine Liebesbeziehung zwischen zwei Frauen
Inhalt: Zwei Frauen reisen nach Südfrankreich. Diese Reise
symbolisiert die ideale Situation des Glücks. Negative
Reaktionen von Mitreisenden werden nur am Rande wahrgenommen. Im
Mittelpunkt steht für beide Frauen das uneingeschränkte
Bekenntnis zu ihrer Liebe.
Karin Rick, geboren 1955 in Wien, Studium der Publizistik und
Kunstgeschichte, Dolmetscher- und Übersetzerausbildung.
1980-85 Lehrauftrag an der Universität Nancy, Frankreich.
Arbeit als Schriftstellerin, Herausgeberin und Übersetzerin.
Zur Zeit im Kulturmanagement tätig.
Erzählung - ab 16 J. - 61 Seiten - Bibliothek: IM-I
KÖRPERLICH BEHINDERTE
Riess, Erwin
Herr Groll erfährt die Welt
Berlin: Elefanten Press, 1996. 189 Seiten. ATS 218.
Hauptfiguren: Herr Groll, Rollstuhlfahrer, und Herr Tritt
Schauplatz, Hintergrund: Wien und Umgebung, Berlin, New York
Thema, Problem: ein Nichtbehinderter wird über die
Lebenssicht eines Behinderten aufgeklärt
Inhalt: Herr Groll, ein Berufsunfähigkeitspensionist und
Rollstuhlfahrer, hat beschlossen, sich durch seine Behinderung in
keiner Weise behindern zu lassen. Der nichtbehinderte Soziologe
Tritt begleitet ihn. Er hofft, durch Groll Material für
soziologische Studien zu erhalten. In Erzählungen und
Dialogen rollen Episoden aus dem Leben behinderter Menschen ab.
Groll besucht Golfplätze, inspiziert Behindertentoiletten,
streicht einen Gartenzaun, besucht eine städtische
Bücherei, kidnappt Kulturpolitiker, um ins Theater
eingelassen zu werden ... Stets erteilt er dem ebenso
hilfsbereiten wie hilflosen Soziologen eine Lehre. Dabei
führt er diesen - und den Leser - in die Geschichte der
internationalen Behindertenbewegung, des Independent Living
Movement ein. Mit sarkastischem Witz wird das Leben eines
Menschen vorgeführt, der es nichts und niemandem, am
allerwenigsten einer behindertenfeindlichen Umwelt gestattet, in
sein Leben einzugreifen. Er hat verstanden, daß das ihm
aufgezwungene Leben gleichzeitig eine große Chance
darstellt, denn "Wer im Rollstuhl sitzt, schaut der Wirklichkeit
unter den Rock".
Erwin Riess, selbst behindert, ist seit Jahren in der
Behindertenbewegung aktiv, schreibt Essays, Erzählungen und
Theaterstücke. Er lebt in Wien.
Kurzgeschichten, Dialoge, Satire
ab 14 J. - 189 Seiten - Bibliothek: IM-I"
ARME
Rosegger, Peter
Peter der Waldbauernbub. Erzählungen
Innsbruck: Club Obelisk Verlag, 1993. 109 Seiten. ATS 88.
Hauptfiguren: Ich-Erzähler
Schauplatz, Hintergrund: Krieglach in der Steiermark und Umgebung
Thema, Problem: Armut, wie sie früher war - vor ca. 130
Jahren
Inhalt: Peter Rosegger erzählt in diesen Geschichten vom
einfachen Leben seiner Waldheimat. Ob der Bub mit seinem Oheim
Jochen mit der Dampflok fährt, um schließlich ohne
Geld den Heimweg zu Fuß anzutreten, oder ob er sich
vergeblich einen Taschenfeitel wünscht und wegen dieses
einen unerfüllten Wunsches den Wert anderer Geschenke nicht
mehr ermessen kann, oder ob er gar aus unverständigem
Mitleid sein Sonntagsjöpple mit dem Herrgott teilt, Peter
Rosegger beschreibt Erlebnisse und Glücksgefühle, die
man nicht für Geld kaufen kann.
Peter Rosegger wuchs als armer Waldbauernbub in der Steiermark
auf. 1878 erste öffentliche Lesung in Wien, 1902
Mitbegründer der "Waldschule" in Alpl, 1918 als geehrter
Autor in Kieglach gestorben.
Erzählung - ab 8 J. - 109 Seiten
HOMOSEXUELLE
Samasow, Magliane
Die Tafeln der Maeve
Berlin: Quer-Verlag, 1996. 392 Seiten. ATS 291.
Hauptfiguren: Helen, lesbische Archäologin, die in der
Jetztzeit lebt,; Anachytha, ihre Geliebte in der Jungsteinzeit;
Maeve, die Mutter von Anachytha
Schauplatz, Hintergrund: Deutschland, Irland; Gegenwart, 21.
Jahrhundert, Jungsteinzeit; dörfliche Gemeinschaften im
Irland der Gegenwart und der Vergangenheit
Thema, Problem: Erforschung einer alten matriarchalen Kultur,
Darstellung der vielfältigen Beziehungen, die Frauen in
Vergangenheit und Gegenwart miteinander leben
Inhalt: Die junge engagierte Archäologin Helen will sich
ihre wissenschaftlichen Sporen bei Ausgrabungen uralter
Steinüberreste auf der Insel Irland verdienen. Ganz im
geheimen hofft sie Beweise für eine untergegangene
matriarchale Kultur erbringen zu können. Doch schon einige
Tage nach ihrer Ankunft auf der "grünen Insel"
überstürzen sich die Ereignisse: Sie wird in eine alte
steinzeitliche, von Frauen dominierte und von Frauenliebe
geprägte Kultur versetzt; sie verliebt sich glücklich,
aber Gauner aus der Gegenwart versuchen die Geschichte zu ihren
Gunsten zu beeinflussen. Ein lesbischer Fantasy-Roman mit
Tiefgang, der anschaulich schildert, wie eine steinzeitliche
Kultur in Europa ausgesehen haben könnte. Und zugleich ein
spannender Abenteuerroman mit glaubwürdigen Personen.
Magliane Samasow, freischaffende Kurs-, Seminar- und
Reiseleiterin, Schriftstellerin, lebt und arbeitet in
Badmünstereifel, in der bundesdeutschen Lesbenbewegung
aktiv.
Roman - ab 16 J. - 392 Seiten
HOMOSEXUELLE
Schoppmann, Claudia
Zeit der Maskierung. Lebensgeschichten lesbischer Frauen im
"Dritten Reich"
Berlin: Orlanda Frauenverlag, 1993. 160 Seiten. ATS 218.
Hauptfiguren: verschiedene Frauen
Schauplatz, Hintergrund: Deutschland während der NS-Zeit,
vorwiegend großstädtische Bereiche
Thema, Problem: (Über-)Leben lesbischer Frauen während
der Zeit des Nationalsozialismus, ergänzt durch einen
Aufsatz der Autorin mit Grundlageninformationen über die
nationalsozialistische Frauenpolitik sowie über die
Situation von Lesben während der NS-Zeit.
Inhalt: Claudia Schoppmann stellt zehn Frauen vor, die in
autobiographischen Erzählungen über ihr Überleben
als lesbische Frauen während der NS-Zeit berichten; so z.B.
die berühmte frauenrechtlerische Kabarettistin Claire
Waldoff oder die mit der NS-Ideologie sympathisierende
Schriftstellerin Ruth Margarethe Roellig. Besonders
beeindruckend: Manche der Frauen konnten nur durch die
Solidarität anderer überleben; andere wieder waren im
antifaschistischen Widerstand aktiv.
Claudia Schoppmann, 1958 geboren, lebt heute als freie Autorin
und Wissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Lesben im
Nationalsozialismus in Berlin. Zweiter Schwerpunkt
deutschsprachige Schriftstellerinnen im Exil. Arbeitet mit den
Methoden der Oral History sowie der historischen Archivforschung
und der Auswertung schriftlicher Quellen. Ist bis heute die
wissenschaftliche Pionierin in diesem Bereich historischer
Lesbenforschung.
Biographie - ab 16 J. - 160 Seiten
HOMOSEXUELLE
Toder, Nancy
Die Wahl des Glücks
Berlin: Krug & Schadenberg, 1994. 411 Seiten. ATS 291.
Sprache des Originals: Amerikanisch.
Hauptfiguren: Sandy, lesbische Collegestudentin (zu
Handlungsbeginn 17 Jahre alt, aus dem ArbeiterInnenmilieu), dann
in der Lesbenbewegung aktive Psychotherapeutin; Jennifer,
Collegestudentin (ebenfalls 17 Jahre alt zu Beginn der
Romanhandlung), Liebespartnerin Sandys bis zum
Collegeabschluß, dann Familientherapeutin; Shelly, Geliebte
und Lebenspartnerin Sandys; Barry, Ehemann Jennifers
Schauplatz, Hintergrund: USA, 60er bis 80er Jahre,
Großstädte und Hawaii; US-amerikanischer
StudentInnencampus, PsychologInnenkongreß
Thema, Problem: Coming Out einer jungen Lesbe, die erste
Liebesbeziehung mit einer Gleichaltrigen und deren innere und
äußere Schwierigkeiten, Überprüfung der
jeweils getroffenen Lebens- und Liebeswahl sowohl durch die
lesbische als auch die heterosexuelle Frau.
Inhalt: Sandy und Jennifer lernen sich als siebzehnjährige
Collegestudentinnen im Studentinnenwohnheim kennen, verlieben
sich und werden ein Paar. Nach dem Collegeabschluß trennen
sie sich auf Wunsch Jennifers. Acht Jahre später, in denen
sie keinen Kontakt mehr miteinander hatten, begegnen sie sich
wieder auf einem PsychologInnenkongreß. Sandy lebt in einer
glücklichen lesbischen Beziehung und ist eine anerkannte
lesbische Psychotherapeutin; Jennifer hat geheiratet, ist
kinderlos geblieben und arbeitet als Familientherapeutin. Die
Wiederbegegnung wird für beide zum Anlaß, ihre
früher getroffenen Lebensentscheidungen zu reflektieren.
Einfühlsame Schilderung des schwierigen Heranwachsens junger
Frauen und der sozialen Beziehungen im amerikanischen
höheren Schulsystem. Ein ermutigendes Buch vor allem
für junge Lesben mit einer beeindruckenden lesbischen
Hauptheldin.
Nancy Toder, amerikanische klinische Psychologin, hat sich auf
die psychotherapeutische Arbeit mit lesbischen Frauen
spezialisiert.
Roman - ab 16 J. - 411 Seiten
HOMOSEXUELLE
van Dick, Lutz
Verdammt starke Liebe. Eine wahre Geschichte
Reinbek: Rowohlt, 1992. 160 Seiten. ATS 66.
Hauptfiguren: der Pole Stefan und der Deutsche Willi
Schauplatz, Hintergrund: Polen im Zweiten Weltkrieg
Thema, Problem: homosexuelle Liebe zur Zeit des
Nationalsozialismus
Inhalt: Lutz van Dick erzählt die wahre Geschichte einer
verbotenen Liebe während des zweiten Weltkriegs. Der Pole
Stefan und der junge Wehrmachtssoldat Willi verlieben sich
ineinander. Als Willi an die Ostfront versetzt wird, schreibt ihm
Stefan in seiner Verzweiflung einen Brief. Dieser Brief landet
bei der Gestapo und Stefan wird verhaftet.
Lutz van Dick, geboren 1955 in Berlin, Schriftsteller und Lehrer
in Hamburg. Mitarbeit bei der Initiative "Pädagoginnen und
Pädagogen für den Frieden" sowie bei der
"Anne-Frank-Stiftung" in Amsterdam.
Roman - ab 16 J. - 160 Seiten
ARME, KÖRPERLICH BEHINDERTE
von der Grün, Max
Vorstadtkrokodile
Reinbek bei Hamburg: rororo, 1978. 153 Seiten. ATS 65.
Hauptfiguren: der Junge Hannes
Schauplatz, Hintergrund: eine Vorstadt in Deutschland
Thema, Problem: Integration von Behinderten; Gruppenzwang, und
wie man ihn überwindet
Inhalt: Hannes muß eine Mutprobe bestehen, damit ihn die
"Vorstadtkrokodile" aufnehmen. Allerdings zeigen sich die
Bandenmitglieder gar nicht mutig, als Hannes in Gefahr
gerät. In der Umgebung wird eingebrochen, immer wieder. Die
Vorstadtkrokodile sind auf Einbrecherjagd. Dabei ist ihnen Kurt
sehr behilflich, obwohl er im Rollstuhl sitzt und ihn erst
niemand außer Hannes dabei haben wollte. Schließlich
geraten die "Vorstadtkrokodiler" in einen Gewissenskonflikt:
Sollen sie den Bruder von Frank, der zu den Einbrechern
gehört, anzeigen? Ist ihnen dann Frank böse? Der Autor
zeigt auf, wie Kindern durch Einstellungen und Haltungen von zu
Hause Vorurteile vermittelt werden. Zugleich erzählt er aber
davon, wie Prägungen durch andere Erfahrungen verändert
werden können.
Max von der Grün: kaufmännische Lehre, Maurer und
Angestellter, ab 1951 Bergmann im Ruhrgebiet, seit 1963 freier
Schriftsteller in Dortmund.
Roman - ab 9 J. - 153 Seiten
ARME
Wölfel, Ursula
Die grauen und die grünen Felder
Ulm: Ravensburger Taschenbuch, 1982. 92 Seiten. ATS 57.
Sprache des Originals: Deutsch.
Hauptfiguren: Kinder
Schauplatz, Hintergrund: Lebensraum von Kindern überall auf
der Welt
Thema, Problem: Armut, soziale Ungerechtigkeit, Anderssein und
Angst haben
Inhalt: In diesen vierzehn wahren Geschichten erzählt die
Autorin über Schwierigkeiten und Ängste, die Kinder
aller Welt in einer Welt der Erwachsenen haben. Die Kinder von
der Teichstraße machen die Erfahrung, dass die anderen
Kinder vom Bahnweg genauso Kinder sind wie sie, obwohl sie
Türken- und Zigeunerkinder sind, und dass ihre Eltern
eigentlich ganz freundlich sind, grad so wie ihre Eltern. Juanita
lehnt sich in einer zornigen Geste gegen den Unterschied, der
zwischen ihr und der reichen Juanita besteht, auf und verliert so
ihre Scham wegen ihrer Armut. Hannes, der Außenseiter, geht
bei einem Schulausflug verloren, und einige seiner
Mitschüler denken darüber nach, ob ihr Verhalten ihm
gegenüber überhaupt recht ist. Und Manni freut sich
über seine neuen Sandalen, er sabbert vor Freude und die
Kinder ekeln sich vor ihm. Ein schwarzer Junge muss die Erfahrung
machen, dass in der Stadt manche Dinge nur für Weiße
sind. Während die Mutter von Diu Tee kocht, brausen Flieger
heran, und wie sie wieder weg sind, ist sein Bruder Son tot. Ein
Junge, den die Eltern nachts oft alleine lassen, überwindet
seine Angst vor dem Nachtvogel - ganz alleine.
Ursula Wölfel, 1922 in Duisburg geboren; Studium der
Germanistik und Pädagogik. Zuerst Lehrerin und
pädagogische Assistentin, seit 1961 freie Schriftstellerin.
1962 Mond Mond Mond. Deutscher Jugendbuchpreis. 1972 Mitglied im
PEN-Club. Österreichischer Förderpreis für
Jugendliteratur. 1991 Sonderpreis des Deutschen
Jugendliteraturpreises. Weitere Werke sind: Fliegender Stern
(1959), Sinchen hinter der Mauer (1960), Joschis Garten (1965),
Die grauen und die grünen Felder (1970) u.v.a.m.
Biographie - ab 10 J. - 92 Seiten - Bibliothek:
Landesbücherei IBK
GEISTIG BEHINDERTE
Wölfli, Adolf
"0 Grad 0/000: Entbranntt von Liebes, =Flammen"
Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch, 1996. 130 Seiten. ATS
140.
Thema, Problem: Erfahrungen und das Innenleben eines
Schizophrenen
Inhalt: 85 ausgewählte Gedichte aus dem umfangreichen Werk
Adolf Wölflis, eines schöpferischen Schizophrenen,
schildern eine Welt mit eigenwilligen Strukturen.
Adolf Wölfli (1864-1930) verbrachte 30 Jahre seines Lebens
in der Irrenanstalt Waldau bei Bern. Er ist eines der
bekanntesten Beispiele für einen schöpferischen
Schizophrenen. Durch zahlreiche Ausstellungen und Kataloge wurde
er als Zeichner bekannt. Für Wölfli selbst galt seine
schriftstellerische Tätigkeit als sein eigentliches
Lebenswerk.
Letzte Aktualisierung: 20.8.2003 | URL:
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