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Index

Hauptfiguren: Der palästinensische Junge Samir und der
israelische Junge Jonathan, beide Patienten im Krankenhaus
Schauplatz, Hintergrund: ein jüdisches Krankenhaus im Israel
der Gegenwart
Thema, Problem: Toleranz
Inhalt: Samir lebt in einem von Israelis besetzten
palästinensischen Dorf. Nach einem Fahrradunfall muß
er in einem "Krankenhaus der Juden" operiert werden. Hier ist ihm
alles fremd: die israelischen Kinder, Ärzte,
Krankenschwestern und -pfleger, die hebräische Sprache und
vor allem die Ruhe. Die anderen Kinder reagieren auf Samir
zunächst gleichgültig oder ablehnend. Dann beginnt
Jonathan mit Samir über seine Träume von fernen
Galaxien zu reden. Ein Buch über Freundschaft, Toleranz und
die Annäherung fremder Welten.
Daniella CARMI, geboren in Tel Aviv, lebt heute in Jerusalem. Sie studierte Soziologie und Philosophie.
ErzählungHauptfiguren: die Autorin, ihre Familie
Schauplatz, Hintergrund: Niederlande während des
Nationalsozialismus
Thema, Problem: Verfolgungen durch die Nazis und das Leben einer
jüdischen Familie während des Untertauchens
Inhalt: Anne Frank führte vom 12. Juni 1942 bis 1. August
1944 im Alter von dreizehn bis fünfzehn Jahren Tagebuch, das
sie liebevoll Kitty nannte. In ihren Aufzeichnungen
äußerte sie ihre Abneigungen, ihren Ärger sowie
ihre Zuneigungen. Sie vertraute Kitty an, was sie den
Mitversteckten gegenüber empfand, was sie und ihre Familie
machten, was in der Enge des Amsterdamer Hinterhauses geschah.
Dazwischen kamen Erinnerungen aus ihrer Kindheit sowie Schulzeit.
Berührend sind die Schilderungen von schwerem
Alltäglichen während des Untertauchens, von der
ständigen Furcht, entdeckt zu werden, aber auch die
Beschreibungen von Erfreulichem wie ihre Zuneigung für Peter
van Daan. Ein paar Monate vor der Festnahme träumte sie noch
von einem glücklichen Leben in der Freiheit.
Anne Frank, am 12. Juni 1929 als Kind jüdischer Eltern in Frankfurt am Main geboren, flüchtete 1933 mit ihren Eltern vor den Nazis nach Amsterdam. Als die Nazi-Armee 1941 die Niederlande überfiel und besetzte, versteckte sich die Familie Frank mit Freunden in einem Hinterhaus an der Amsterdamer Prinsengracht. Die Untergetauchten wurden im August 1944 von Nazi-Schergen festgenommen und nach Auschwitz verschleppt. Anne Frank starb 1945 in Bergen-Belsen. Ihr Todestag ist nicht bekannt.
TagebuchHauptfiguren: Rosa Weiss, ein kleines jüdisches
Mädchen
Schauplatz, Hintergrund: Deutschland während des
Nationalsozialismus
Thema, Problem: die Verfolgung von Juden durch das
nationalsozialistische Regime
Inhalt: Rosa geht gern am Fluß spazieren. Doch eines Tages
tauchen Panzer und Soldaten in Lastwagen auf. Kinder
verschwinden. Rosa folgt den Lastwagenspuren und steht vor einem
Stacheldrahtzaun - sie hat ein Konzentrationslager entdeckt. Von
nun an bringt sie Essen ins Lager. Eines Tages ist die Front der
Alliierten da; Rosa wird vor der Befreiung erschossen.
Hauptfiguren: Die Autorin und ihre Mutter
Schauplatz, Hintergrund: Das Wien der 30er Jahre, diverse
Konzentrationslager, das Nachkriegsbayern, die Vereinigten
Staaten und das Deutschland der Gegenwart
Thema, Problem: schweres Leben von emigrierten Juden
Inhalt: Dies ist ein autobiographischer Roman, in dem die Autorin
nicht nur ihre Kindheit in Wien, ihre Deportation nach
Theresienstadt im Alter von elf Jahren, ihr Überleben im
Konzentrationslager und die Emigration in die Vereinigten Staaten
in den Nachkriegsjahren schildert; sie schreibt auch über
anti- und philosemitische Tendenzen im Deutschland der Gegenwart,
ihr Verhältnis zu den Deutschen und zu Amerika und die
Wichtigkeit von Lyrik für ihr eigenes Überleben. Diese
Biographie, die mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet
wurde, geht weit über die "üblichen"
Konzentrationslager-Biographien hinaus. Sie reicht bis in die
Gegenwart und setzt sich sehr kritisch mit dem aktuellen
Verhältnis zwischen Deutschen und (emigrierten) Juden und
Jüdinnen auseinander.
Ruth Klüger, geboren 1931 in Wien, wurde mit 11 Jahren in die Konzentrationslager Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau und Christianstadt verschleppt und emigrierte 1947 in die Vereinigten Staaten. Heute ist sie Professorin für Germanistik an der University of California/ Irvine.
autobiographischer RomanHauptfiguren: Eine jüdische Emigrantin aus dem
zaristischen Russland und ihre sechs Kinder
Schauplatz, Hintergrund: die jüdische Emigrantenszene des
Jahres 1917 in den USA
Thema, Problem: Eine jüdische Frau strebt nach
Selbständigkeit
Inhalt: Für viele Juden im zaristischen Russland des 19. und
beginnenden 20. Jahrhunderts war Amerika das gelobte Land. Sie
wollten Hunger, Erniedrigung und Angst um das nackte Leben, das
durch immer wiederkehrende Pogrome gefährdet war, hinter
sich lassen. Andererseits hatten sie nicht die Absicht, ihr
bisheriges Leben, das durch die Grundsätze der Religion
bestimmt war, zu verändern. So nahmen sie praktisch das
innere, das kulturelle Ghetto mit übers Meer. "Mamas Laden"
ist die Geschichte einer Frau und ihrer Kinder, die sich in einer
schwierigen Situation entschließen, ihre
Selbständigkeit höher zu setzen als die
einschränkende Geborgenheit des kulturellen Ghettos. Anstatt
zu den Verwandten nach New York zu ziehen, eröffnen sie
einen kleinen Laden in der amerikanischen Provinz.
Robert Lehrman lebt in Washington, DC und ist Mitarbeiter eines Abgeordneten des Repräsentantenhauses. Das Buch basiert auf einer Episode aus seiner Familie.
ErzählungHauptfiguren: Susi und Esther, zwei deutsche
Mädchen
Schauplatz, Hintergrund: Deutschland kurz vor der Machtergreifung
Hitlers
Thema, Problem: Freundschaft zwischen zwei Mädchen
Inhalt: "Freundschaft für immer und ewig" haben sich Susi
und Esther geschworen und ihren Bund mit Ringen besiegelt, die in
der Mitte ein Hakenkreuz haben. Esthers Vater verbietet seiner
Tochter, diesen Ring zu tragen. Da erfährt Susi, daß
Esther Jüdin ist. Als die Schikanen gegen Juden und
Andersdenkende in Deutschland zunehmen, wird die Freundschaft der
beiden auf eine harte Probe gestellt.
Tilde Michels wurde in Frankfurt a. M. geboren. Nach einem Fremdsprachenstudium lebte sie einige Zeit in Frankfurt und England. Derzeit lebt sie in München, schreibt Kinder- und Bilderbuchtexte und arbeitet für Rundfunk und Fernsehen. Bisher sind rund 40 Bücher von ihr erschienen.
ErzählungHauptfiguren: Familie Datta
Schauplatz, Hintergrund: Bangladesch im Dezember 1992
Thema, Problem: Hindus in Bangladesch als Opfer
fundamentalistischer Moslems
Inhalt: Im Dezember 1992 wurde die Babri-Moschee durch
hinduistische Fanatiker zerstört. In der Folge wurden die
Hindus in Bangladesch hilflose Opfer der Rachefeldzüge von
Moslems. Die Mitglieder der hinduistischen Arztfamilie Datta,
Protagonisten des Romans, reagieren unterschiedlich auf die
Bedrohung: der Arzt Sudhamay weigert sich, das Land zu verlassen,
das er "Heimat" nennt. Suranjan, sein Sohn, versinkt in
Lethargie. Maya, die lebenslustige Tochter, die einen Moslem
liebt und die Grenzen zwischen den Religionen einreißen
will, muß diese Überzeugung mit dem Leben bezahlen. Am
Ende resignieren die Dattas und müssen einsehen, daß
ihnen nur der Weg ins indische Exil bleibt.
Taslima Nasrin, 1962 in Mymensingh, damals Ost-Pakistan, heute Bangladesch, geboren, ist Ärztin. Seit Mitte der 70er Jahre schreibt sie, zunächst Zeitungsartikel, später Essays und Romane. An ihremRoman „Scham. Lajja", der von Februar 1993 bis zu seinem Verbot fünf Monate Lang in Bangladesch lieferbar war, entzündete sich der Protest fundamentalistischer Moslems. Die Autorin wurde von den islamischen Autoritäten ihres Landes mit dem Todesurteil, der "Fatwa", bedroht und floh außer Landes. Seit Sommer 1994 lebt sie in Schweden. Sie wurde mit dem Kurt-Tucholsky-Preis ausgezeichnet.
RomanHauptfiguren: Hary Weinberg, ein 77jähriger
jüdischer Immigrant, seine Kursleiterin
Schauplatz, Hintergrund: San Francisco in den 80er Jahren, ein
Schreibworkshop in einem Freizeitzentrum für Senioren
Thema, Problem: Eine wunderbare Geschichte über Toleranz und
Verständnis, Homosexualität und
Vergangenheitsbewältigung.
Inhalt: Der Witwer Harry nimmt in einem Seniorenzentrum an einem
Schreibworkshop teil. Als er aufgefordert wird, einen Brief an
einen Menschen aus seiner Vergangenheit zu schreiben, adressiert
er ihn an Harvey Milk, den 1978 ermordeten Bürgermeister von
San Francisco, der seine Homosexualität offen gelebt hatte.
Während der alte Mann an seinen Aufzeichnungen arbeitet,
kommt es zu einer intensiven Auseinandersetzung mit seiner
jüdisch-lesbischen Kursleiterin und seiner eigenen
Vergangenheit, und Harry schreibt eine Geschichte nieder, die er
noch niemandem erzählt hat...
Lesléa Newman, 1956 in Brooklyn geboren, ist selbst Jüdin und lebt heute in Northampton, Massachusetts als Schriftstellerin. Mit "A Letter to Harvey Milk" gewann sie 1987 den "Raymond Carver Short Story Contest".
KurzgeschichteHauptfiguren: Der arabische Medizinstudent Chamid und Miriam,
eine alte, geistig verwirrte Frau, seine Vermieterin
Schauplatz, Hintergrund: Tel Aviv 1966/67
Inhalt: Chamid kommt nach Tel Aviv, um Medizin zu studieren.
Vergeblich sucht er als Araber in einer jüdischen Stadt nach
einem Zimmer. Bis er auf Miriam trifft. Sie hat ihren Sohn im
arabisch-israelischen Krieg verloren und ist seitdem etwas
wunderlich. Sie lässt Chamid bei sich wohnen und nennt ihn
Chaim. Ihre Töchter sind entsetzt... Ein Buch, das zeigt,
dass die Wunden, die der Krieg schlägt, heilen können
und daß Hass keine Dauerlösung ist.
Dorit Orgad wurde in Deutschland geboren, lebt aber seit frühester Kindheit in Israel. Sie ist Historikerin, Journalistin und lehrt jüdische Philosophie an der Bar-Ilan-Universität in Tel Aviv.
ErzählungHauptfiguren: Lydia, ein jüdisches Mädchen
Schauplatz, Hintergrund: das Rumänien der dreißiger
Jahre
Thema, Problem: die Situation rumänischer Juden, Emigration
nach Palästina, die Probleme eines Kindes mit der Trennung
ihrer Eltern und deren neuen Partnern
Inhalt: Lydia ist ein Wildfang. Sie weiß genau, was sie
will, und sie ist überzeugt davon, daß sie auch alles
erreichen kann, wenn sie nur darum kämpft. Ihre Eltern leben
getrennt. Lydia kann die Freundin des Vaters und den Freund der
Mutter nicht ausstehen. Als deutsche Soldaten Rumänien
besetzen, schickt ihre Mutter sie mit einem
Flüchtlingstransport nach Palästina, wo Lydia im Kibbuz
auf sie wartet. Auch hier setzt sie sich mit Zähigkeit
durch. Doch als die Mutter endlich kommt, ist plötzlich
alles anders. Sie hat nämlich einen neuen Freund, und Lydia
muß nun endgültig auf eigenen Beinen stehen.
Uri Orlev wurde 1931 in Warschau geboren und verbrachte einen Teil seiner Kindheit im Warschauer Ghetto. 1943 wurde er mit seinem Bruder und seiner Tante ins KZ Bergen-Belsen deportiert. Nach der Befreiung wanderte er nach Palästina aus, wo er über 20 Jahre in einem Kibbuz lebte. Orlev schrieb zahlreiche Bücher für Kinder, die mehrfach ausgezeichnet wurden und gehört zu den bedeutendsten Kinderbuchautoren Israels. Für sein Gesamtwerk erhielt er 1996 den internationalen Hans-Christian-Andersen-Preis.
ErzählungHauptfiguren: Ich-Erzähler (jüdischer Lehrer)
Schauplatz, Hintergrund: Palästina; die Jahre vor und nach
der Entstehung Israels
Thema, Problem: der immer größer werdende
Vertrauensverlust zwischen den beiden Nationen
Inhalt: Ein jüdischer Lehrer liebt ein arabisches
Mädchen. Eine unmögliche Liebe aus mehreren
Gründen, auch deshalb, weil sich das Verhältnis
zwischen ortsansässigen Arabern und den erst vor kurzem
eingewanderten Juden ständig verschlechtert.
Shin Shalom (eigentlich: Shalom Joseph Shapira) wurde 1904 in Parzew bei Lublin geboren. Ging bereits 1922 als Pionier und Siedler der ersten Stunde nach Palästina. 1930 - 1931 Studium und Dozentur für Hebräisch in Nürnberg und Erlangen. Zahlreiche Auszeichnungen. Shin Shalom lebt heute in Haifa.
RomanHauptfiguren: Herman Broder, polnisch-jüdischer Emigrant,
arbeitet als Ghostwriter für einen amerikanischen
Rabbi.
Schauplatz, Hintergrund: Die jüdische Emigrantenszene im New
York der 50er Jahre
Thema, Problem: Singer schildert hier die Situation der
Überlebenden des Holocaust. Auch wenn sie dem Wahnsinn
physisch entkommen sind, sind sie für den Rest ihres Lebens
gezeichnet. Sie leben in Angst, Resignation und
Pessimismus.
Inhalt: Mit Hilfe der polnischen Bäuerin Jadwiga, die ihn
versteckte, hat Herman Broder den Holocaust physisch
überlebt, fühlt sich aber nach wie vor verfolgt. Nach
der Emigration in die USA heiratet er Jadwiga aus Dankbarkeit.
Intellektuell und erotisch fühlt er sich jedoch zu Mascha
hingezogen, die im Konzentrationslager überlebt hat. Da
taucht plötzlich Tamara, Hermans totgeglaubte Ehefrau auf.
Hilflos und unentschlossen steht Herman zwischen diesen drei
Frauen, bis er sich eines Tages der Situation entzieht, indem er
verschwindet.
Isaac Bashevis Singer wurde 1904 in Polen geboren. Nach einer traditionell-jüdischen Erziehung besuchte er das Rabbinerseminar und arbeitete später als Journalist für eine jiddische Zeitung in Warschau. 1935 emigrierte er in die USA, wo er bald als Redakteur für den "Jewish Daily Forward" wurde. Für "Feinde, die Geschichte einer Liebe" erhielt er 1974 den National Book Award. 1978 erhielt der den Nobelpreis für Literatur für sein Gesamtwerk. Isaac B. Singer starb 1991.
RomanHauptfiguren: Der Autor und sein Vater
Schauplatz, Hintergrund: Der New Yorker Stadtteil Queens in den
70er Jahren und das von den Deutschen besetzte Polen während
des Zweiten Weltkrieges
Thema, Problem: Mord an Euorpas Juden
Inhalt: Maus handelt vom Mord an Europas Juden. Berichtet wird
die authentische Leidensgeschichte des polnischen Juden Wladek
Spiegelman, der Auschwitz überlebte. Sein Sohn Art hat sie
in Form eines Comicstrips aufgezeichnet, und zwar, indem er sie
in die Tierwelt übertragen hat. So sind die Juden
Mäuse, die Deutschen Katzen und die Polen Schweine. Der
Comic hat zwei Handlungsstränge: Die Geschichte von
Spiegelmans Vater, die dieser seinem Sohn erzählt und den
Konflikt zwischen einem verbitterten, alten, am Leben
zerbrochenen Mann, für den allein bürgerliche Werte
zählen, und seinem Sohn, der den Ansprüchen seines
Vaters nicht gerecht werden kann und will. Erst über den Akt
des Erzählens findet eine vorsichtige Annäherung
zwischen Vater und Sohn statt.
Art Spiegelman, geboren 1948 in Stockholm, Sohn polnisch-jüdischer Eltern, lebt als Comic-Zeichner in New York.
ComicHauptfiguren: Die Buchhändlerin Anna
Inhalt: Die Buchhändlerin Anna, in Innsbruck aufgewachsen
und jetzt Besitzerin einer Buchhandlung in Deutschland, kehrt auf
der Suche nach den Ursprüngen ihrer politischen
Identität nach Tirol zurück. Ihr Aufenthalt in
Innsbruck wird zu einem Streifzug durch die
nationalsozialistische Vergangenheit - aber nicht nur
Vergangenheit, sondern auch Gegenwart - Innsbrucks. Hier
muß sie sich mit den eigenen Wurzeln auseinandersetzen und
damit, "daß man in keiner anderen Sprache so rhythmisch, so
herzhaft, so natürlich dahersagen kann: Saujud, dreckata."
Hier begegnet sie der Ritualmordlegende über das "Anderle
von Rinn" wieder, die sie als Kind tief beeindruckt hat, und
erkennt darin eine der Wurzeln ihres eigenen, unbewußten
und als Antizionismus getarnten Antisemitismus. Ein besonders
empfehlenswertes Buch für TirolerInnen, die schon immer mehr
über die Tiroler Beteiligung am Holocaust wissen
wollten.
Ingrid Strobl wurde 1952 in Innsbruck geboren, studierte Germanistik und Kunstgeschichte in Wien und promovierte über "Rhetorik im Dritten Reich". Sie war langjährige Redakteurin bei "Emma" und lebt derzeit als freie Autorin und Filmemacherin in Köln. Ihr Forschungsschwerpunkt, mit dem sie sich in etlichen Publikationen befaßt, ist der Widerstand jüdischer Frauen gegen den Nationalsozialismus.
EssayHauptfiguren: jüdische Partisaninnen in den Niederlanden,
in Frankreich, Warschau, Wilna, Bialystok, Krakau, Minsk,
Tito-Partisaninnen in Jugoslawien und spanische Partisaninnen im
Kampf gegen die faschistische Franco-Diktatur
Schauplatz, Hintergrund: das von den Deutschen besetzte bzw.
eroberte Europa
Thema, Problem: Jüdische Partisaninnen leisten
Widerstand.
Inhalt: Dieses Buch basiert auf Interviews mit Frauen, die sich
dem bewaffneten Kampf gegen Faschismus und Nationalsozialismus
anschlossen. Während ihre männlichen Kollegen nach dem
Krieg als Helden gefeiert wurden, fielen sie dem Vergessen
anheim. Mit diesem Buch leistet Ingrid Strobl einen wichtigen
Beitrag zur Erforschung weiblicher Geschichte, indem sie sehr
lebendig Einzelschicksale wiedergibt. Ein spannendes und
informatives Buch.
Ingrid Strobl wurde 1952 in Innsbruck geboren, studierte Germanistik und Kunstgeschichte in Wien und promovierte über "Rhetorik im Dritten Reich". Sie war langjährige Redakteurin bei "Emma" und lebt derzeit als freie Autorin und Filmemacherin in Köln. Ihr Forschungsschwerpunkt, mit dem sie sich in etlichen Publikationen befaßt, ist der Widerstand jüdischer Frauen gegen den Nationalsozialismus.
Dokumentation / InterviewsHauptfiguren: Rahel, ihre kleine Schwester und ihre
Eltern
Schauplatz, Hintergrund: die von den Deutschen besetzten
Niederlande während des Zweiten Weltkrieges
Thema, Problem: Eine jüdische Familie wird verfolgt
Inhalt: Ida Vos erzählt in diesem Buch ihre eigene
Geschichte. Es ist die Geschichte von Ria, die eigentlich Rahel
heißt und gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer kleinen
Schwester in den von den Nazis besetzten Niederlanden
untertauchen muss. Sie werden von einer Familie versteckt,
müssen mehrmals ihr Versteck wechseln, werden getrennt, und
die beiden Mädchen kommen schließlich - als Arierinnen
getarnt - zu Pflegeeltern.
Ida VOS wurde 1931 in den Niederlanden geboren. In diesem 1989 erschienenen Buch schreibt sie ihre Kindheitserinnerungen nieder.
ErzählungHauptfiguren: der Bub Sascha und Dr. Kantor
Schauplatz, Hintergrund: eine ukrainische Stadt
Thema, Problem: wie Juden heute leben
Inhalt: Bei seinem Detektivspiel verfolgt Sascha den alten Dr.
Kantor. Dieser nimmt ihn mit zu acht alten Männern, die in
einem alten Haus wohnen. Die Männer erzählen Sascha vom
Judentum, seinen Sitten und Gebraüchen, und der Bub lernt
eine neue Kultur kennen.
Ruth Weiss wurde 1924 in Bayern geboren. 1936 verließ sie Deutschland und lebte mit ihren Eltern in Südafrika. Sie arbeitete viele Jahre als Journalistin und schrieb zahlreiche Bücher.
ErzählungSchauplatz, Hintergrund: die Zeit zu Weihnachten bei einer
christlichen und einer jüdischen Familie
Thema, Problem: Das jüdische Fest der Lichter (Chanukka)
wird mit dem Weihnachtsfest verglichen.
Inhalt: Zwei Freundinnen, Lea und Eva-Maria, feiern Weihnachten
und Chanukka - beide sind Feste der Lichter. Unaufdringlich wird
die Kultur der Juden geschildert.