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Biblioteca Culture del Mondo: Letteratura del mondo a lezioneInitiative Minderheiten: Literatur der Welt im Unterricht

Literatur der Welt im Unterricht / Letteratura del mondo a lezione

ASIEN: 67 Texte

CHINA
Die Geister des Gelben Flusses
in: Märchen-Lektorat des Verlags Eugen Diederichs (Hrsg.).: Die Geister des Gelben Flusses..
Düsseldorf: Eugen Diederichs, 1973. 168 Seiten. ATS 215.

Schauplatz, Hintergrund: China
Inhalt: Im "Reich der Mitte" erzählen sich die Leute geheimnisvolle Märchen. Geister und Drachengötter gehören wie selbstverständlich in diese Welt und ebenso die Dinge des täglichen Lebens. Die Regenmacher sind vielbeschäftigte Männer auf fliegenden Pferden; die Flusskönige fordern ihre Opfergaben, damit der Gelbe Fluß das Land nicht überschwemmt. Aber auch das reale China hat seine eigenen Geschichten: vom Bau der Großen Mauer und ihren Opfern, vom Helden Schigar, der Tiere und Menschen von ihrer Unterdrückung befreit.


MALAYSIA
Ahmad, Kassim
Eine gewöhnliche Geschichte
in: Erich Hackl und Peter Schultze-Kraft: Lesebuch Dritte Welt.
Wuppertal: Peter Hammer, 1984. Seite 153 - 157.

Hauptfiguren: der junge Mann Yusuf
Schauplatz, Hintergrund: ein Dorf in Malaysia
Thema, Problem: Zufriedenheit braucht keinen Reichtum.
Inhalt: Ein junger Mann aus einfachen Verhältnissen lernt als Student das luxuriöse Leben in Singapur kennen. Nach einer kurzen Periode der Verblendung kehrt er jedoch "aufgeklärt" in sein Dorf in Malaysia zurück, wo er sich wohl fühlt.

Kassim Ahmad (geb. 1933); Universitätslehrer, Schriftsteller, aktiver Politiker. Er schreibt vorzugsweise Kurzgeschichten.


KURDEN
Aksoy, Ihsan
Das Lied des Kurden
Hildesheim: Internationales Kulturwerk, 1994. 197 Seiten. ATS 137.
Sprache des Originals: Deutsch.

Hauptfiguren: der Bauer Sevdin und seine Söhne Lezgin und Merxas
Schauplatz, Hintergrund: ein kurdisches Dorf in der Türkei
Thema, Problem: Probleme des kurdischen Volkes und dessen Kampf um Autonomie
Inhalt: Der Bauer Sevdin und seine Familie leben in großer Armut und werden von reichen Großgrundbesitzern unterdrückt. Durch die Begegnung mit anderen Kurden in Istanbul und deren Problemen erwacht bei den Söhnen Lezgin und Merxas politisches Bewußtsein. Sie beginnen, sich gegen fremde Herrschaftsstrukturen zu wehren.

Ihsan Aksoy ist 1944 in Agri geboren und studierte Wirtschaftswissenschaften in Ankara. Seit 1966 schreibt er Gedichten, Geschichten und politische Artikel für kurdische und türkische Zeitungen. Von 1977 bis 1979 war er als Verleger und Redakteur der Zeitung "Demokrasi" tätig und leitete das Verlagshaus "Perkanin". Seit 1980 lebt er als Emigrant in Deutschland und schreibt Kurzgeschichten und Romane in kurdischer und türkischer Sprache.


KURDEN
Al-Dahoodi, Zuhdi
Das längste Jahr
Leipzig: Gustav Kiepenheuer, 1993. 332 Seiten.

Hauptfiguren: Scheikho und seine Familie
Schauplatz, Hintergrund: das Kufran-Tal, die Stadt Sandjak,die Stadt Kirkuk, als die türkische Administration die kurdischen Stammesgebiete unter ihre Administration bringt
Thema, Problem: kurdische Lebensweise
Inhalt: Die Einordnung in die türkische Verwaltunghoheit beginnt ohne Probleme, fast freundschaftlich, denn die mit der Ausführung betrauten Beamten sind alte Freunde des Stammesoberhauptes. Man respektiert einander. Was vereinbart wird, scheint nicht gravierend. Aber bald stellt sich heraus, daß selbst die geringfügigste Änderung in den Regeln des kurdischen Zusammenlebens nicht ohne Folgen bleibt. Zunächst aber, in diesem Sommer, läuft alles seinen gewohnten Gang. In sehr farbiger Sprache schildert Al-Dahoodi den Alltag und die Bräuche, die Streiche der Jungen und die Geschäfte der Alten...


KURDEN
Alkadhi, Hafid
Der reuige Fuchs
in: Nitsche, Gerald Kurdoðlu (Hrsg.).: : Brücken. Ein interkulturelles Lesebuch..
Wien: ÖBV pädagogischer Verlag, 1995. Seite 226-227. ATS 268.
Sprache des Originals: Kurdisch.

Thema, Problem: Eitelkeit
Inhalt: Ein Fuchs verliert ein Stück seines Schwanzes, während er Ziegenmilch von einer alten Frau stiehlt. Um das Stück Schwanz zurückzubekommen, ist er zu verschiedenen großen Anstrengungen bereit.

Hafid ALKADHI, geb. 1929 in Kurdistan, Irak, Studium der Wirtschaftswissenschaft an der Universität Bagdad, lebt in Oberösterreich; Journalist, Schriftsteller (kurdisch und deutsch).


KURDEN
Allafi, Mohammad H.
Die Nähmaschine
Frankfurt am Main: Glaré, 1994. 81 Seiten. ATS 76.
Sprache des Originals: Kurdisch.

Hauptfiguren: der Schneider Rahman
Schauplatz, Hintergrund: eine kurdische Stadt
Thema, Problem: der Zwiespalt zwischen Tradition und Moderne
Inhalt: Seine elektrische Nähmaschine ist für den Schneider Rahman in der kurdischen Stadt Kermaschan das Sinnbild der modernen Zeit. Aber was nützt sie, wenn ständig der Strom ausfällt? Eine einfache Geschichte über den Zwiespalt zwischen Tradition und Moderne.

Mohammad H. Allafi, geboren 1952 im Iran. Lebt seit Juli 1978 in Frankfurt am Main.


INDIEN
Anand, Mulk Raj
Der Unberührbare
Zürich: Unionsverlag, 1992. 207 Seiten. ATS 118.
Sprache des Originals: Englisch.

Hauptfiguren: der Latrinenputzer Bakha
Schauplatz, Hintergrund: eine Stadt in Indien
Thema, Problem: das Kastensystem in Indien und die politische sowie soziale Unterdrückung der "Ausgestoßenen"
Inhalt: Der Latrinenputzer Bakha lebt in einer Lehmhütte am Stadtrand, wo all die aus der Hindugesellschaft Ausgestoßenen wohnen. Wenn er in der Stadt seiner Arbeit nachgeht, spürt er ständig die Erniedrigung. Aus Versehen berührt er einen Hindu hochgestellter Kaste, was zu schlimmen Folgen führt. Als er eine Rede Mahatma Gandhis hört, wird in ihm eine Hoffnung wach.

Mulk Raj Anand ist 1905 geboren und studierte in Indien und England. Seine Romane, die seit den dreißiger Jahren erschienen, machten ihn international bekannt. Sein Werk ist ein großangelegtes Panorama Indiens von den Spitzen der Gesellschaft bis in die Tiefen der Verstoßenen.


INDIEN
Anand, Mulk Raj
Gauri
Zürich: Unionsverlag, 1993. 286 Seiten. ATS 208.
Sprache des Originals: Englisch.

Hauptfiguren: die junge Frau Gauri
Schauplatz, Hintergrund: ein Dorf in Indien
Thema, Problem: Eine Frau setzt sich durch und lebt ihr eigenes Leben.
Inhalt: Gauri wird mit dem Kleinbauern Pantschi verheiratet. Seine Familie akzeptiert sie nicht, da sie zu eigenständig ist. Als sie schwanger wird, schlägt er sie, weil er glaubt, sie sei ihm untreu gewesen. Sie verläßt ihn und kehrt zu ihrer Mutter zurück. Sie wird einem reichen Händler verkauft. Wieder läuft sie davon und arbeitet in einem Spital als Hilfsschwester.

Mulk Raj Anand ist 1905 geboren und studierte in Indien und England. Seine Romane, die seit den dreißiger Jahren erschienen, machten ihn international bekannt. Sein Werk ist ein großangelegtes Panorama Indiens von den Spitzen der Gesellschaft bis in die Tiefen der Verstoßenen.


INDIEN
Appachana, Anjana
Meine einzigen Götter
Zürich: Unionsverlag, 1994. 230 Seiten. ATS 265.

Hauptfiguren: verschiedene
Schauplatz, Hintergrund: das heutige Indien
Thema, Problem: Alltag und Probleme im heutigen Indien
Inhalt: Die Erzählungen in diesem Band fangen komische, beklemmende, aber auch lichte Momente im Ringen um individuelles Glück ein. Auf der einen Seite locken die Verheißungen der westlichen Welt, auf der anderen lauern traditionelle Erwartungen, die nach wie vor ihren Tribut fordern. Besonders lesenswert sind: Ihre Mutter. S. 7-28. Scharfsinnig sowie humorvoll wird die indische Gesellschaft mit der westlichen verglichen. Die Prophezeiung. S. 89-114. Die ungewollt schwangere Schülerin Amrita darf nicht abtreiben und wird damit dem ausgeliefert, was sie vermeiden wollte - Heirat und Mutterschaft. Meine einzigen Götter. S. 115-128. Einfühlsam wird die Liebe eines kleinen Mädchens zu seiner Mutter geschildert.

Anjana Appachana wurde in Südindien geboren und studierte Englisch und Soziologie an der Dehli sowie der Jawaharlal Nehru Universität. 1984 verließ sie Indien, um an der Pennsylvania State University weiterzustudieren. Seit 1989 wohnt sie mit ihrer Familie in Arizona und lehrt Creative Writing. Ihre Kurzgeschichten sind in zahlreichen indischen, amerikanischen, englischen und kanadischen Zeitschriften veröffentlicht worden.


KURDEN
AutorIn wird nicht benannt
Der Löwe des Daroghas
in: Kurden in Österreich (Hrsg.).St. Pölten: Niederösterreichisches Pressehaus, 1992. 96 Seiten. ATS 198.
Sprache des Originals: Deutsch.

Thema, Problem: bedrohte Umwelt
Inhalt: In dieser Fabelsammlung, die die Lebensweisheit eines Volkes ohne Land widerspiegelt, betonen die Geschichten die Notwendigkeit der starken Bindung des Menschen an die Natur, die durch Willkür und Uneinsichtigkeit bedroht ist.


KURDEN
Baksi, Mahmut
Ich war ein Kind in Kurdistan
Hamburg: Carlsen, 1996. 80 Seiten. ATS 145.
Sprache des Originals: Schwedisch.

Hauptfiguren: der Ich-Erzähler (junger Kurde)
Schauplatz, Hintergrund: ein kurdisches Dorf und eine Schule in der Türkei
Thema, Problem: Ein Kind wird gezwungen, seine Identität aufzugeben.
Inhalt: In eindrucksvollen Bildern schildert der Ich-Erzähler seine Kindheit und Jugend. Zu Beginn ist er 6 Jahre alt und fühlt sich als Enkel des Dorfbesitzers mächtig und stark. Obwohl er aufgrund dieser Position seine Kameraden nach Herzenslust herumkommandiert, zeigt er tiefe Gefühle für verlassene und verstoßene Tiere. Als eine größere bulgarotürkische Sippe ins Dorf zieht, wird ihm erstmals das Anderssein bewußt. Mit dem Schuleintritt ändert sich seine Vorrangstellung schlagartig: nicht nur, daß er als Dorfkind plötzlich in einer richtigen Stadt lebt, er ist überdies ein völliger Außenseiter, weil er erst mühsam die offiziell allein zulässige türkische Sprache erlernen muß. Da seine Lehrerin sehr streng mit ihm, dem kurdischen "Wilden", umgeht und nicht davor zurückschreckt, ihn zu schlagen und zu beißen, ist er gar nicht traurig darüber, daß sie eines Tages bei einer Überschwemmungskatastrophe mitsamt der Schule weggespült wird... Baksi erzählt in einfachen Sätzen den kurdischen Alltag aus kindlicher Perspektive. Sein lakonischer Stil sorgt für Witz und Spannung. Mit zunehmendem Alter erfährt sich der Ich-Erzähler als zweigeteilten Menschen: als Städter und Dörfler, zivilisiert und bäuerlich-rückständig, erneuernd und bewahrend. Aus der Perspektive des Kindes entwickelt sich die eines jungen Mannes, dem letztlich nur noch die Flucht aus seiner Heimat bleibt.

Mahmut Baksi wurde 1944 in Kurdistan geboren und kam 1971 nach Schweden, wo er seither als Schriftsteller und Journalist lebt. Die Türkei durfte er 1991 wieder besuchen, nicht aber das Dorf seiner Kindheit. Er ist verheiratet mit der Schriftstellerin und Journalistin Elin Clason, die zu diesem Buch das Nachwort schrieb.


BANGLADESH
Bandyopadhyay, Manik
Die Fischer vom Padma
Express Edition, 1985. 153 Seiten.

Hauptfiguren: Kuber, der Fischer
Schauplatz, Hintergrund: Dorf am Ufer des Padma, einem Nebenfluß des Ganges
Thema, Problem: tägliche Kampf ums Überleben; jeder Ausbruch aus dem vorgezeichneten Leben scheint sinnlos
Inhalt: Kuber, ein armer Fischer, lebt samt seiner Familie von der Hand in den Mund. Er besitzt nichts außer einer kleinen, baufälligen Hütte auf gepachtetem Land und Träumen. Er träumt vom eigenen Boot, von einem guten Netz und von einem Teich. Aber er kann auf keinen grünen Zweig kommen - es scheint, als wäre sogar die Natur gegen ihn. Die große Überschwemmung läßt ihm und den Seinen gerade das nackte Leben...

Manik Bandyopadhyay, 1908 als Sohn eines beamteten Arztes geboren, begann mit 16, Gedichte in Bengali zu schreiben. Während seines Studiums der Naturwissenschaften wettete er, daß die angesehensten Literaturzeitschriften jederzeit eine gute Erzählung veröffentlichen würden. Er schickte seine erste Erzählung ein, die auch prompt veröffentlicht wurde und ihm große Anerkennung einbrachte. 1934 erschien sein 4. Roman "Die Fischer vom Padma" als Fortsetzungsroman in einer Literaturzeitschrift, sicherte ihm internationales Aufsehen. Bis zu seinem Tod in 1956 entstanden über 250 Kurzgeschichten und Erzählungen, 28 Romane, unzählige Gedichte und Essay. Bandyopadhyay gilt heute noch als bedeutendster Autor der Bengali-Literatur.

Roman
ab 14 J.
153 Seiten

IRAN
Behranghi, Samad
Der kleine schwarze Fisch
Hildesheim: Internationales Kulturwerk, 1987. 30 Seiten. ATS 48.
Sprache des Originals: Persisch.

Hauptfiguren: der kleine schwarze Fisch
Schauplatz, Hintergrund: ein Bach
Thema, Problem: Widerstand eines Machtlosen
Inhalt: Der kleine schwarze Fisch verläßt seine Mutter, um den Fluß zu erkunden. Auf dem Weg warnen ihn andere Fische vor dem Pelikan, dem Kormoran und dem Sägefisch. Ihm ist es rätselhaft, daß der Kormoran und der Sägefisch ihre eigenen Artgenossen fressen können, und daß der Pelikan in Feindschaft mit Fischen steht. Trotz großer Angst vor dem Pelikan begleiten ihn mehrere winzige Fische. Als sie dem Pelikan begegnen, verspricht dieser den winzigen Fischen, ihnen nichts anzutun, wenn sie den kleinen schwarzen töten. Diesem gelingt es jedoch, den Pelikan zu verletzen. Dann verschwindet er.

Samad Behranghi (1938 - 1968) wurde in einem Dorf im Iran geboren und wuchs in Armut auf. Mit seinen Märchen und Erzählungen "für Kinder" kritisierte er das Regime. 1968 verschwand er spurlos; seine Leiche fand man später im nördlichen Iran.

Fabel
ab 8 J.
30 Seiten
Bibliothek: IM-I"
IRAN
Behranghi, Samad
Ein Pfirsich - Tausend Pfirsiche
Hildesheim: Internationales Kulturwerk, 1989. 42 Seiten. ATS 55.
Sprache des Originals: Persisch.

Hauptfiguren: der kleine Pfirsichbaum, die zwei Buben Saheb Ali und Pulad
Schauplatz, Hintergrund: ein Dorf im Iran
Thema, Problem: Freundschaft unter Kindern
Inhalt: Der kleine Pfirsichbaum im Garten eines reichen Dorfherrn trägt nie Früchte, obwohl ihn der Gärtner besonders pflegt. Der Baum hat dafür seinen Grund: Als er noch eine Frucht ist, finden ihn eines Tages die armen Buben Saheb Ali und Pulad. Sie essen ihn mit Genuß auf. Den Kern pflanzen sie sorgsam ein und pflegen ihn liebevoll. Als Saheb Ali durch einen Schlangenbiß gestorben ist, verläßt Pulad das Dorf, um die Trauer um den Freund zu vergessen. Auch der kleine Pfirsichbaum trauert. Er weigert sich, für den reichen Gartenbesitzer Früchte zu tragen. Wie andere Märchen Behranghis vermittelt diese Geschichte subtil die Intention an den erwachsenen Leser oder Zuhörer, wobei die Darstellung kindergerecht bleibt.

Samad Behranghi (1938 - 1968) wurde in einem Dorf im Iran geboren und wuchs in Armut auf. Mit seinen Märchen und Erzählungen "für Kinder" kritisierte er das Regime. 1968 verschwand er spurlos; seine Leiche fand man später im nördlichen Iran.

Märchen
ab 8 J.
42 Seiten
Bibliothek: IM-I"
KURDEN
Bekas, Sherko
Geheimnisse der Nacht pflücken
Zürich: Unionsverlag, 1993. 95 Seiten. ATS 168.
Sprache des Originals: Kurdisch.

Thema, Problem: Trauer über das Schicksal der Kurden
Inhalt: Neben der Liebe zur Natur kommt die Liebe zu seinem eigenen Volk eindeutig zum Ausdruck.

Sherko Bekas wurde 1940 im Irak geboren. Er mußte drei Jahre im eigenen Land in Verbannung leben und wurde dann ausgewiesen. Von 1987 an lebte er in Schweden und kehrte 1992 nach Irakisch-Kurdistan zurück. Der Dichter ist dafür bekannt, neue Elemente in die kurdische Dichtung eingeführt zu haben.

Gedichte
ab 14 J.
95 Seiten

CHINA
Chang, Jung
Wilde Schwäne
München: Knaur, 1991. 637 Seiten. ATS 125.
Sprache des Originals: Englisch.

Hauptfiguren: die Autorin und ihre Familie
Schauplatz, Hintergrund: China vom Ende der Kaiserzeit bis zu den Ereignissen am Platz des Himmlischen Friedens (1988)
Thema, Problem: wie Frauen während der politischen Unterdrückung um ihre Familie kämpfen, und wie idealistische Männer dem Regime Widerstand leisten
Inhalt: Das fesselnde und unterhaltsame Porträt einer Familie im China unseres Jahrhunderts ist zugleich eine farbige Zeitgeschichte - vom Ende der Kaiserzeit bis zu den Ereignissen am Platz des Himmlischen Friedens. Das Buch kann man auch nur kapitelweise lesen.

Jung Chang wurde 1952 in China geboren. Sie verließ 1978 ihre Heimat und ging nach England. 1982 promovierte sie an der York University in Linguistik. Sie lebt heute in London und lehrt an der School of Oriental and African Studies der Universität London.

Biographie
ab 14 J.
637 Seiten

CHINA
Chen, Danyan
Neun Leben
Zürich: Nagel & Kimche, 1995. 173 Seiten. ATS 179.

Hauptfiguren: Sansan, ein siebenjähriges Mädchen
Schauplatz, Hintergrund: China während der Kulturrevolution
Thema, Problem: Verfolgung, Unterdrückung gesehen aus der Perspektive eines Kindes
Inhalt: Sansan ist 7 Jahre alt, als die Kulturrevolution beginnt. Sie erlebt die "Säuberung der Kultur" zu Hause, in der Schule und in ihrer weiteren Umgebung. Plötzlich sind bestimmte Arten von Büchern und Musik verboten, Bekannte beobachten einander, und überall spürt man Angst und Misstrauen.

CHEN Danyan, geboren 1958 in Shanghai, wo sie heute noch lebt, ist verheiratet und Mutter eines Mädchens. Sie arbeitet als Redakteurin, schreibt und übersetzt Kinderbücher.

ab 12 J.
173 Seiten

CHINA
Chen, Jo-hsi
Heimkehr in die Fremde
Unkel am Rhein: Horlemann, 1991. 394 Seiten. ATS 307.
Sprache des Originals: Chinesisch.

Hauptfiguren: die junge Frau Xin Mei, ihr Mann und ihre Familie
Schauplatz, Hintergrund: China zu Beginn der Kulturrevolution
Thema, Problem: Unter einem unterdrückenden Regime kann das Volk sein Potential nicht entfalten.
Inhalt: Xin Mei und ihre Familie leben mehrere Jahre im Exil in den USA und Europa. Mitte der sechziger Jahre kehrten sie nach China zurück. Dort müssen sie ein eingeschränktes Leben hinnehmen. Arbeitsort, Wohnung, Ausbildung dürfen sie sich nicht selbst wählen. Mit dem Beginn der Kulturrevolution ist Xin Mei klar, daß sie nicht mehr in China leben kann.

Chen Jo-hsi kehrte selbst als Exil-Taiwanesin nach China zurück. Sie verließ nach sieben Jahren enttäuscht das Land.

Roman
ab 16 J.
394 Seiten

INDONESIEN
Darsane, Nyoman (Ill.), und Zimmermann, Katharina (Text)
Mande will die Trommel schlagen
Aachen: missio aktuell, 1987. 28 Seiten. ATS 178.

Hauptfiguren: der Bub Mande
Schauplatz, Hintergrund: Bali
Thema, Problem: Alltag auf der Insel Bali
Inhalt: Mande möchte bei der Schulschlußfeier die Trommel schlagen. Sie ist das wichtigste Instrument im balinesischen Gamelan-Orchester. Aber darüber entscheiden die Dorfältesten. Außer dem Alltag Mandes erfährt man von Arbeiten, Freizeit und Schule in Bali.

missio aktuell
ab 6 J.
28 Seiten

INDIEN
Desai, Anita
Das Dorf am Meer
München: dtv junior, 1990. 176 Seiten. ATS 78.
Sprache des Originals: Englisch.

Hauptfiguren: die jugendlichen Geschwister Lila und Hari
Schauplatz, Hintergrund: ein Fischerdorf in Indien
Thema, Problem: Arme Kinder haben kurze Kindheit, vor allem wenn sie die Beschützerrolle übernehmen müssen.
Inhalt: Lila und Hari müssen die Familie unterstützen, da der Vater trinkt und die Mutter schwer krank ist. Als sich die Nachricht im Dorf verbreitet, daß Düngemittelfabriken gebaut werden sollen, fürchten die Dorfbewohner um ihre Existenz als Fischer. Hari schließt sich einem Demonstrationszug an und kommt so nach Bombay. Während seiner Abwesenheit gelingt es Lila, die Mutter ins Spital zu schaffen - reiche Gönner unterstützen sie - und den Vater vom Alkohol abzubringen.

Anita Desai wurde 1937 geboren. Ihr Vater war Bengali, ihre Mutter Deutsche. Sie lebt heute in Dehli. Sie hat zahlreiche Romane, Kinderbücher und Kurzgeschichten geschrieben.

Roman
ab 10 J.
176 Seiten
Bibliothek: Landesbücherei IBK"
INDIEN
Desai, Anita
Berg im Feuer
München: List, 1986. 175 Seiten. ATS 196.

Hauptfiguren: die alte Frau Nanda und das kleine Mädchen Raka
Schauplatz, Hintergrund: ein ländliches Haus in Indien
Thema, Problem: wie eine alte Frau und ein kleines Mädchen voneinander lernen
Inhalt: Es ist ein Buch über Frauen, das Alter, die Kindheit und die Einsamkeit; eine zarte Liebesgeschichte zwischen der alten Frau und dem wilden Kind. Nanda Kaul, eine anmutige, alte Eremitin, lebt für sich in ihrem Haus in den Bergen. Die Unterbrechung ihres Friedens kommt mit Raka, ihrem Urenkelkind. Aber am Ende will das wilde Kind auch nichts als einsam sein.

Anita Desai wurde 1937 geboren. Ihr Vater war Bengali, ihre Mutter Deutsche. Sie lebt heute in Dehli. Sie hat zahlreiche Romane, Kinderbücher und Kurzgeschichten geschrieben.

Roman
ab 14 J.
175 Seiten
Bibliothek: IM-I"
CHINA
Ding, Ling
Jahreszeiten einer Frau
Freiburg: Herder, 1991. 140 Seiten. ATS 265.
Sprache des Originals: Chinesisch.

Hauptfiguren: Yu Manzhen
Schauplatz, Hintergrund: Südchina während der ausgehenden Kaiserzeit am Anfang d. 20. Jahrhunderts
Thema, Problem: Frauenemanzipation, Frauensolidarität
Inhalt: Yu Manzhen, eine verwitwete Frau vom Lande, ist allein mit ihren zwei Kindern. Der Tod ihres Mannes hat sie in Verzweiflung gestürzt. Sie entscheidet sich aber doch weiterzuleben. Nachdem auch ihre Mutter gestorben ist, kehrt Yu Manzhen zurück in die Stadt und hat dort Gelegenheit, die Schule zu besuchen. Sie trifft auf einige engagierte Frauen, die angefangen haben, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Gemeinsam setzen sie sich mit feministischen und revolutionären Ideen auseinander. Sie wollen an den revolutionären Ideen ihrer Brüder und Ehemänner teilhaben, werden aber zurückgewiesen. Die Frauen gründen eine eigene Gruppe, die gemeinsam den Ausbruch der Revolution 1911 erlebt.

Keine Information über die Autorin vorhanden.

Roman
ab 13 J.
140 Seiten

IRAN
Doulatabadi, Mahmud
Die Reise
Zürich: Unionsverlag, 1992. 127 Seiten. ATS 187.
Sprache des Originals: Persisch.

Hauptfiguren: die junge Frau Chatun
Schauplatz, Hintergrund: ein Dorf im Iran
Thema, Problem: Probleme von Frauen im patriarchalischen Iran
Inhalt: Seit Monaten wartet Chatun auf eine Nachricht ihres Mannes Mochtar. Er mußte in den Golfstaaten Arbeit suchen. Wie soll sie mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Tochter überleben? Sie lernt Marhab kennen, der versucht, ihr zu helfen. Und dann kehrt Mochtar zurück.

Mahmud Doulatabadi, geboren 1940 in einem Dorf im Nordosten des Iran. Arbeitete als Handwerker, dann Ausbildung zum Schauspieler an der Teheraner Theaterakademie. Aus politischen Gründen zwei Jahre inhaftiert, lebt heute in Teheran. Autor zahlreicher Theaterstücke, Essays, Erzählungen. Gilt als bedeutendster Vertreter der zeitgenössischen persischen Prosa.

Roman
ab 14 J.
127 Seiten

VIETNAM
Duong Thu Huong
Bitterer Reis
München : Goldmann, 1993. 280 Seiten. ATS 132.
Sprache des Originals: Französisch.

Hauptfiguren: die Studentin Hàng
Schauplatz, Hintergrund: Nordvietnam zwischen den Jahren 1954 und 1975
Thema, Problem: wie das kommunistische System das Privatleben des Einzelnen beeinflußt
Inhalt: Die Mutter der Studentin Hàng muß sich von ihrem Ehemann trennen, weil er als Besitzer eines Landstückes als Klassenfeind gilt. Der Bruder der Mutter ist ein aktiver Kommunist und lebt in Moskau. Hàng erlebt ihn aber als verkommene Figur, seine politische Ideologie findet sie fragwürdig. Hàng soll ihm finanziell aushelfen. Mit Wehmut denkt sie an ihre Kindheit, als ihr Land noch ein Paradies war.

Roman
ab 14 J.
280 Seiten

JAPAN
Enchi, Fumiko
Die Wartejahre
Reinbek: Rowohlt, 1985. 188 Seiten. ATS 176.
Sprache des Originals: Japanisch.

Hauptfiguren: die Frau Tomo und ihr Mann
Schauplatz, Hintergrund: Tokio
Thema, Problem: Familienleben in der japanischen Mittelschicht
Inhalt: Ein Mann in hoher Stellung lebt mit Ehefrau und Mätressen in einem Haus. Jahrzehntelang schaut die Frau wortlos dem Treiben ihres Mannes zu. Ihr strikter Moralkodex verbietet es ihr, gegen all die Demütigungen anzukämpfen oder gar ihren Mann zu verlassen.

Enchi, geb. 1905, gehört zu den wichtigsten japanischen Autorinnen der Gegenwart. Bis 1976 war sie 18 Jahre lang Vorsitzende des japanischen Schriftstellerinnen-Verbandes.

Roman
ab 16 J.
188 Seiten
Bibliothek: IM-I"
LAOS
Epstein, Steve
Xieng Mieng
Vientiane: Vientiane Times, 1995. 54 Seiten. ATS 70.
Sprache des Originals: Englisch.

Hauptfiguren: der "laotische Till Eulenspiegel" Xieng Mieng
Schauplatz, Hintergrund: Laos
Thema, Problem: Probleme werden durch Tricks gelöst.
Inhalt: Xieng Mieng ist eine beliebte Figur in der laotischen Literatur. Immer weiß er sich zu helfen, immer hat er Lösungen für Probleme, und immer gewinnt er - egal, ob er mit mächtigen Königen, schlauen Kaufleuten oder einem sprechenden Vogel seine geistige Kraft messen muß.

Legende
ab 14 J.
54 Seiten
Bibliothek: IM-I"
CHINA
Feng, Jicai
Leben! Leben! Leben!
Frankfurt /Main: Sauerländer, 1993. 99 Seiten. ATS 178.
Sprache des Originals: Chinesisch.

Hauptfiguren: Hua Xiayu
Schauplatz, Hintergrund: China während der Kulturrevolution
Thema, Problem: Unterdrückung, Verfolgung, Gewalt
Inhalt: Die Geschichte Hua Xiayus ist ein Mosaik, zusammengesetzt aus der Geschichte des Autors und den Erfahrungen vieler Freunde. Es ist das Schicksal einer von politischen Kampagnen und ihren Auswirkungen geplagten Generation in China. Der Maler Hua Xiayu erzählt seine erschütternde Geschichte mit asiatischer Gelassenheit. Ob er den willkürlichen Quälereien seiner Peiniger, die meinen Revolution machen zu müssen, ausgeliefert ist oder ob er gerade erfährt, dass seine Frau sich von ihm losgesagt hat - stets sieht er hinter all den Schatten das Licht schimmern. Er ist ein Mann, der auch in einer Zeit größter Unmenschlichkeit versucht, an den Menschen zu glauben.

FENG Jicai wurde 1942 in Tianjin/China geboren. Nach wechselvollem Berufsleben wandte er sich der Malerei zu. Die bitteren Erfahrungen der Kulturrevolution brachten ihn zum Schreiben.

Roman
ab 13 J.
99 Seiten

VIETNAM
Honzak, Frantisek u.a. (Hrsg)
Vietnamesische Märchen
Hanau: Dausien, 1991. 208 Seiten. ATS 158.

Hauptfiguren: verschiedene
Schauplatz, Hintergrund: Vietnam
Inhalt: Die Geschichten in dieser Märchensammlung sind humorvoll und spannend. Sie erzählen von Menschen in Vietnam und ihren Sitten, von menschlicher Schwäche, von Naturereignissen (wie etwa Mondfinsternis). Sie handeln von einfachen Bauern und Fischern, von Drachen und Dämonen oder von Fürsten und Untertanen.

Märchen
ab 8 J.
208 Seiten

VIETNAM
Huynh, Quang Nhuong
Mein verlorenes Land
München: dtv, 1991. 93 Seiten. ATS 58.
Sprache des Originals: Vietnamesisch.

Hauptfiguren: der Autor als kleiner Bub
Schauplatz, Hintergrund: ein Dorf in Vietnam
Thema, Problem: eine innige Beziehung zwischen Mensch und Tier
Inhalt: Der Autor schildert seine Jugend in einem kleinen Dorf zwischen Dschungel und Fluß. Mittelpunkt seines Lebens ist sein Wasserbüffel, mit dem er viele kleine und große Abenteuer erlebt. Das starke, kluge Tier wird zum Beschützer der Dorfgemeinschaft. Doch gegen eine Gewehrkugel ist es hilflos.

Huynh Quang Nhuong wurde 1946 in einem kleinen Dorf im Zentralgebirge in Vietnam geboren. Er studierte einige Semester lang an der Universität in Saigon. Im Krieg wurde er schwer verwundet und mußte 1969 Vietnam verlassen. Heute lebt er, an den Rollstuhl gefesselt, in den USA. Er hat dort ein Studium absolviert und ist Assistent an der Universität von Missouri. "Mein verlorenes Land" wurde 1987 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

Autobiographie
ab 14 J.
93 Seiten

JAPAN
Ishiguro,Kazuo
Damals in Nagasaki
Zürich: Arche, 1984. 100 Seiten. ATS 251.
Sprache des Originals: Japanisch.

Hauptfiguren: eine japanische Witwe
Schauplatz, Hintergrund: Japan und England
Thema, Problem: wie eine Japanerin das Leben zwischen zwei Kulturen erlebt
Inhalt: Die Reminiszenzen einer japanischen Witwe, die in England lebt, sind das Thema. Behutsam und distanziert werden das Leiden an der Lösung von traditionellen Bindungen in Japan selbst und das Leiden an der Entwurzelung bei der Suche nach der neuen Heimat England geschildert.

Kazuo Ishiguro wurde 1954 in Nagasaki geboren. Er zog 1960 mit seiner Familie nach England, wo er Englisch und Philosophie studierte. Heute lebt er als freier Schriftsteller in London.

Roman
ab 14 J.
100 Seiten

INDIEN
Iyengar, Vishwapriya L.
Kein Brief von Mutter
: Die Zeiten haben sich geändert. Frauen in Indien..
München: dtv, 1995. Seite 27-33. ATS 123.

Hauptfiguren: Ich-Erzählerin (indisches Mädchen)
Schauplatz, Hintergrund: ein Mädchenpensionat in Bangalore
Thema, Problem: Mutter-Tochter-Beziehung, die Bedeutung der eigenen Bedürfnisse und die Bedeutung der Bedürfnisse anderer
Inhalt: Sie ist traurig, denn sie wartet auf einen Brief ihrer Mutter, aber die Briefe, die sie erhält, stammen alle von Papa. In ihrem Kummer bemerkt sie das Mädchen aus Vietnam gar nicht, das sich sehr still verhält. Es hat keine Freundinnen, und Briefe kriegt es auch keine...

Iyengar wurde 1958 geboren. Journalistin und Autorin in Neu-Dehli und Bangalore. Dramen, Erzählungen, Reportagen, Essays, Filmbeiträge.

Kurzgeschichte
ab 10 J.
7 Seiten

ARMENIEN
Kherdian, David
Der Schatten des Halbmonds
München: dtv, 1979. 192 Seiten. ATS 77.
Sprache des Originals: Englisch.

Hauptfiguren: Veron
Schauplatz, Hintergrund: Die türkische Regierung verfolgte nach dem ersten Weltkrieg die Armenier.
Thema, Problem: Verfolgung von Minderheitsgruppen
Inhalt: In diesem Buch schildert der Autor den schweren Lebensweg seiner Mutter: Veron, Tochter eines reichen armenischen Kaufmanns, ist 7 Jahre alt, als ihre unbeschwerte Kindheit im Jahre 1915 ein jähes Ende findet. Veron und ihre Familie sind Armenier und gehören zu einer von der türkisch-nationalistischen Regierung unerwünschten Minderheit. Sie werden verfolgt und zu Tausenden in die Arabische Wüste deportiert. Veron wird Zeugin und Opfer einer Völkertragödie, die sie als einzige ihrer Familie überlebt.

David KHERDIAN wurde 1931 in einer kleinen armenischen Gemeinde in Wisconsin/USA geboren, 7 Jahre nach der geglückten Flucht seiner Mutter. Er schreibt vorwiegend Lyrik und lebt heute in Oregon.

Biographie
ab 12 J.
192 Seiten
Bibliothek: Landesbücherei IBK"
KOREA
Kim, Yong Ik
Vogelauge. Ein Kinderroman aus Korea
Göttingen: Lamuv, 1992. 108 Seiten. ATS 105.
Sprache des Originals: Koreanisch.

Hauptfiguren: der Bub Chun Book und sein Ochse
Schauplatz, Hintergrund: Südkorea
Thema, Problem: die Beziehung zwischen Mensch und Tier
Inhalt: Chun Book wünscht sich Turnschuhe, wie die anderen Kinder sie tragen, aber seine Mutter ist zu arm. Dafür hat er den schönsten Ochsen weit und breit. Mit diesem Ochsen erlebt er atemberaubende Abenteuer.

Roman
ab 8 J.
108 Seiten

PHILIPPINEN
Kuhn, Markus, und Regenhardt, Katharina
Prinzessin Merlina. Ein Foto-Bilderbuch über das Leben eines Mädchens auf den Philippinen
Wuppertal: Peter Hammer, 1985. 30 Seiten. ATS 156.

Hauptfiguren: das Mädchen Merlina
Schauplatz, Hintergrund: die Philippinen
Thema, Problem: Alltag auf den Philippinen
Inhalt: In einem kleinen Dorf auf einer philippinischen Insel wohnt Merlinas Familie. Das Buch schildert, wie das neunjährige Mädchen zur Schule geht, seine Mutter zum Markt begleitet, beim Arbeiten auf dem Reisfeld hilft und mit seinen Schwestern auf dem Boot zum Fischen fährt. Auf dem Dorffest spielt Merlina die Prinzessin.

Biographie
ab 7 J.
30 Seiten

CHINA
Lao, She
Die Stadt der Katzen
Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1985. 190 Seiten.

Hauptfiguren: der Ich-Erzähler (erwachsener Chinese)
Schauplatz, Hintergrund: der Mars
Thema, Problem: China vor dem Bürgerkrieg, Genußsucht über alles
Inhalt: Eine Bruchlandung auf dem Mars, ein einziger Überlebender. Endlich kommt Hilfe: Katzen! Der Besucher von der Erde wird freundlich aufgenommen und in der Stadt der Katzen gesund gepflegt. Schließlich hat er Zeit, sich um die Lebensweise seiner Gastgeber zu kümmern. Er entdeckt, daß eigentlich nur eines für sie zählt: Rauschblätter...Eine satirische Darstellung der Opiumsucht im alten China - was den Autor letztendlich auch das Leben kostete.

Lao She (eigentlich: Shu Qingchun), wurde 1899 als Sohn einer verarmten mandschurischen Beamtenfamilie in Peking geboren. Studium in Peking, 1924 - 1929 Chinesisch-Lektor in London. Lebte ab 1937 als freier Autor. 1946-1949 Besuch der USA. Nach Gründung der VR China zahlreiche Ämter in Kultur und Politik. Wurde während der Kulturrevolution massiv angegriffen, als "bürgerlicher Intellektueller" kritisiert, bedroht und verhaftet. Lao starb 1966 unter bis heute ungeklärten Ursachen.

Roman
ab 16 J.
190 Seiten

CHINA
Lu, Wenfu
Der Gourmet
Zürich: Diogenes, 1993. 179 Seiten. ATS 116.
Sprache des Originals: Chinesisch.

Hauptfiguren: verschiedene
Schauplatz, Hintergrund: China in diesem Jahrhundert
Thema, Problem: wie die Chinesen das Leben genießen
Inhalt: Auf äußerst humorvolle und originelle Weise ist es dem Autor gelungen, die Vorliebe der Chinesen für gutes Essen vor dem Hintergrund der chinesischen Zeitgeschichte dem Leser als wahres Fest für alle fünf Sinne darzubieten. Das Buch ist ein Muß für jeden, der gerne ißt. Während man lacht, lernt man das chinesische Volk kennen.

Lu Wenfu wurde 1928 in Jiangsu geboren und kam als siebzehnjähiger Schüler nach Suzhou. Seit der Zerschlagung der "Viererbande" 1976 gehört er dreimal zu den Preisträgern im nationalen Wettbewerb um die besten Erzählungen des Jahres. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Suzhou.

Erzählung
ab 14 J.
179 Seiten

INDONESIEN
Lubis, Mochtar
Das kurze, glückliche Leben des Conat
in: Erich Hackl und Peter Schultze-Kraft: Lesebuch Dritte Welt.
Wuppertal: Peter Hammer, 1984. Seite 132 - 135.

Hauptfiguren: der Bote Conat
Schauplatz, Hintergrund: eine Stadt in Indonesien
Thema, Problem: Ein armer Mann träumt von einem besseren Leben.
Inhalt: Conat, ein fast mittelloser junger Mann kämpft um das Überleben seiner Familie. Er träumt von einer Gesellschaft, in der jeder eine Chance hat. Der Leser wird von diesem "alltäglichen" Schicksal berührt sein.

Mochtar Lubis wurde 1922 geboren. Unter Sukarno war er 10 Jahre verhaftet, unter Suharto kurzfristig. Er hat zahlreiche Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht.

Erzählung
ab 14 J.
4 Seiten
Bibliothek: IM-I"
INDIEN
Madgulkar, Vyankatesh
Das Dorf hieß Bangarvadi
Freiburg im Breisgau: Mersch, 1986. 151 Seiten. ATS 145.
Sprache des Originals: Marathi - ein Dialekt in Indien.

Hauptfiguren: Ich-Erzähler
Schauplatz, Hintergrund: das kleine Dorf Bangarvadi
Thema, Problem: wie die Natur das Alltagsleben der indischen Hirten und Bauern bestimmt
Inhalt: Bangarvadi ist ein kleines Dorf, vor 1947 von Urbanisierung, Politisierung und Zivilisation völlig unberührt. Die Hirten und Hirtenbauern in diesem Dorf sind seßhaft, bis sie die Dürre zur Wanderung zwingt. Mit Beginn des Monsuns im Juni kehren sie wieder zurück. Ein liebenswertes Buch über das naturgebundene Indien.

Vyankatesh Madgulkar wurde 1927 in Maharashtra geboren. Er wirkte in Pune beim indischen Rundfunk als Programmdirektor. Sein literarisches Werk - ausschließlich in Marathi - umfaßt Romane, Kurzgeschichten, Theaterstücke und Drehbücher.

Roman
ab 14 J.
151 Seiten
Bibliothek: IM-I"
INDIEN
Mehta, Gita
Narmada. oder Geschichten vom menschlichen Herzen
München: Droemer Knaur, 1993. 274 Seiten. ATS 94.
Sprache des Originals: Englisch.

Hauptfiguren: Ich-Erzähler
Schauplatz, Hintergrund: ein Wald nahe der Narmada, dem heiligsten Fluß Indiens
Thema, Problem: Menschen in Not suchen am heiligen Fluß Trost und Inspiration.
Inhalt: Verschiedene Schicksale der PilgerInnen, die Kraft und Erlösung am heiligen Fluß suchen, werden erzählt. Der Ich-Erzähler, ein indischer Beamter, der sich in den Wald zurückgezogen hat, führt eine Herberge, die nahe des Narmada liegt. Er nimmt an Schicksalen dieser Menschen teil, leidet mit und hofft mit ihnen.

Gita Mehta wurde in Indien geboren und erzogen. Nach dem Studium in Cambridge drehte sie Dokumentarfilme für europäische und amerikanische Filmgesellschaften, bevor ihr 1989 mit "Die Maharani" der Durchbruch als Schriftstellerin gelang. Sie lebt abwechselnd in London, New York und Neu-Delhi.

Roman
ab 14 J.
274 Seiten

BHUTAN
Meier, Claudia (Hrsg)
Die Seekönigin. Ein Märchen aus Bhutan
Aarau: Sauerländer, 1994. 25 Seiten. ATS 198.

Hauptfiguren: die Königin und ihre beiden Kinder
Schauplatz, Hintergrund: Bhutan
Thema, Problem: die gute Mutter und die böse Mutter
Inhalt: Als die Königin stirbt, bekommen ihre beiden Kinder eine Stiefmutter, die in Wirklichkeit eine Dämonin ist. Diese macht den Kindern das Leben schwer. Aber die verstorbene Mutter, die sich in die Seekönigin verwandelt hat, kann ihre Kinder retten.

Märchen
ab 6 J.
25 Seiten

IRAN
Moradi-Kermani, Hushang
Eines Morgens war die Chomreh leer
Weinheim und Basel: Beltz & Gelberg, 1996. 95 Seiten. ATS 72.
Sprache des Originals: Persisch.

Hauptfiguren: der Lehrer Samadi
Schauplatz, Hintergrund: ein persisches Dorf
Thema, Problem: Trinkwasser; Klatsch und Tratsch gehören einfach zum Alltag
Inhalt: Ein Wasserbehälter aus Ton (eine Chomreh), aus dem die Schulkinder Trinkwasser holen, hat einen Sprung. Man braucht eine neue Chomreh. Eine Frau ergreift die Initiative. Über sie wird getratscht. Es entstehen Missverständnisse, Feindschaften, aber auch neue Freundschaften. Die Einstellung, daß Klatsch sowie Missverständnisse zum Leben gehören und dass man mit ihnen gelassen umgehen soll, um inneren Frieden zu wahren, kommt deutlich zum Ausdruck.

Hushang MORADI-KERMANI wurde 1944 in einem Dorf in der Nähe von Kerman (Iran) geboren. Bis zu seinem 12. Lebensjahr ging er dort zur Schule. Dann übersiedelte er nach Kerman, später nach Teheran, wo er die Universität besuchte und als Radio- und Zeitungsjournalist arbeitete. Er wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Er ist verheiratet und hat 3 Kinder.

Erzählung
ab 10 J.
95 Seiten
Bibliothek: IM-I, Landesbücherei IBK"
JAPAN
Mori, Kyoko
Shizukos Tochter
Düsseldorf: Econ, 1994. 243 Seiten. ATS 116.
Sprache des Originals: Japanisch.

Hauptfiguren: das Mädchen Yuki
Schauplatz, Hintergrund: Japan der heutigen Zeit
Thema, Problem: Ein japanisches Mädchen versucht, sich zu behaupten.
Inhalt: Yuki ist erst 12, als ihre Mutter die lieblose Ehe nicht länger erträgt und sich trotz des innigen Verhältnisses zu ihrer Tochter das Leben nimmt. Im Laufe der Jahre entwickelt sich Yuki zu einer innerlich gefestigten, willensstarken jungen Frau, die, ermutigt durch die Liebe einiger weniger Menschen, ihren Weg in die Zukunft erkennt und ihn konsequent geht, losgelöst von Vater und Stiefmutter und in großer Verbundenheit mit der Mutter.

Kyoko Mori ist in Japan geboren und aufgewachsen. Heute ist sie Dozentin für englische Literatur am Saint Norbert College in Wisconsin. In führenden amerikanischen Zeitschriften veröffentlichte sie Kurzgeschichten. Dies ist ihr erster Roman.

Roman
ab 14 J.
243 Seiten

BANGLADESCH
Nasrin, Taslima
Scham. Lajja
Frankfurt am Main: Fischer, 1996. 303 Seiten. ATS 109.
Sprache des Originals: Bengalisch.

Hauptfiguren: Familie Datta
Schauplatz, Hintergrund: Bangladesch im Dezember 1992
Thema, Problem: Hindus in Bangladesch als Opfer fundamentalistischer Moslems
Inhalt: Im Dezember 1992 wurde die Babri-Moschee durch hinduistische Fanatiker zerstört. In der Folge wurden die Hindus in Bangladesch hilflose Opfer der Rachefeldzüge von Moslems. Die Mitglieder der hinduistischen Arztfamilie Datta, Protagonisten des Romans, reagieren unterschiedlich auf die Bedrohung: der Arzt Sudhamay weigert sich, das Land zu verlassen, das er "Heimat" nennt. Suranjan, sein Sohn, versinkt in Lethargie. Maya, die lebenslustige Tochter, die einen Moslem liebt und die Grenzen zwischen den Religionen einreißen will, muß diese Überzeugung mit dem Leben bezahlen. Am Ende resignieren die Dattas und müssen einsehen, daß ihnen nur der Weg ins indische Exil bleibt.

Taslima Nasrin, 1962 in Mymensingh, damals Ost-Pakistan, heute Bangladesch, geboren, ist Ärztin. Seit Mitte der 70er Jahre schreibt sie, zunächst Zeitungsartikel, später Essays und Romane. An ihremRoman "Scham. Lajja", der von Februar 1993 bis zu seinem Verbot fünf Monate Lang in Bangladesch lieferbar war, entzündete sich der Protest fundamentalistischer Moslems. Die Autorin wurde von den islamischen Autoritäten ihres Landes mit dem Todesurteil, der "Fatwa", bedroht und floh außer Landes. Seit Sommer 1994 lebt sie in Schweden. Sie wurde mit dem Kurt-Tucholsky-Preis ausgezeichnet.

Roman
ab 14 J.
303 Seiten
Bibliothek: IM-I"
KASACHSTAN
Nurpeissow, Abdishamil
Der sterbende See
Berlin: Aufbau, 1988. 390 Seiten.

Hauptfiguren: der Erzähler, er erzählt sich selbst seine Erinnerungen (per du)
Schauplatz, Hintergrund: der Aralsee
Thema, Problem: die Versteppung des Sees, nicht vorhandenes Umweltbewußtsein, irreparable Schäden
Inhalt: wie sich das Leben für die Menschen am Aralsee verändert: für den Fischer Shadiger, den karrieresüchtigen Wissenschaftler Asim und die junge Bakisar, die von beiden geliebt wird

Abdishamil Nurpeissow wurde 1924 geboren. "Der sterbende See" erschien Anfang der 80er Jahre. Er starb 1985.

Roman
ab 14 J.
390 Seiten

JAPAN
Oe, Kenzaburo
Eine persönliche Erfahrung
Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1991. 240 Seiten. ATS 94.
Sprache des Originals: Japanisch.

Hauptfiguren: der junge Mann Bird
Schauplatz, Hintergrund: Japan
Thema, Problem: Ein Mann versucht, die Geburt seines geistig behinderten Sohnes zu bewältigen
Inhalt: Die Erlebnisse und die Gedankenwelt des jungen Protagonisten Bird in den ersten Tagen nach der Geburt seines Kindes sind Thema dieses Romans, in dem der Autor "seine persönliche Erfahrung", nämlich die Geburt seines geistig behinderten Sohnes zu bewältigen versucht.

Kenzaburo Oe, geboren 1935, gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftsteller Japans. Seine Erzählungen, Romane und Essays wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 1994 bekam Oe den Nobelpreis für Literatur.

Roman
ab 14 J.
240 Seiten

INDIEN
Okada, Amina
Der Prinz, der zum Bettler wurde
Stuttgart: Kaufmann, 1995. 39 Seiten. ATS 145.
Sprache des Originals: Französisch.

Hauptfiguren: Buddha
Schauplatz, Hintergrund: Indien zur Zeit Buddhas
Thema, Problem: das Leben Buddhas
Inhalt: Im Stil einer Märchenerzählung werden das Leben Buddhas und seine Lehre kindgerecht erzählt. Warum müssen alle Lebewesen soviel Leid ertragen? Warum gibt es soviel Enttäuschung im Leben? Diese Fragen beschäftigen den jungen Prinzen Siddhartha so sehr, dass er eines Tages alles aufgibt - seine Familie, Reichtum und Macht - und ein Bettelmönch wird. Er will herausfinden, welche die Ursache der Leiden ist und wie man sie überwinden kann. Mit einer Beschreibung Indiens und seiner Glaubensrichtungen im 6. Jh. vor Christi Geburt, der Lehre des Buddhismus und der verschiedenen Formen, die er im Laufe der Zeit angenommen hat. Zahlreiche wunderschöne Illustrationen im Stil von indischen Buchminiaturen zieren das Buch.

Keine Autorenformation vorhanden.

Biographie
ab 10 J.
39 Seiten
Bibliothek: IM-I"
SÜD-KOREA
Pak, Wanso
Das Familienregister
Berlin: Volk & Welt, 1994. 189 Seiten. ATS 204.

Hauptfiguren: Tschha Mungjong, geschiedene Frau, 35
Schauplatz, Hintergrund: eine Stadt in Süd-Korea
Thema, Problem: starre Familienregeln, Heuchelei der "besseren Leute", Durchhalten im Kampf um die eigenen Rechte
Inhalt: Tschha Mungjong ist mit Kim Hjoktschu, einem Witwer und ehemaligen Studienkollegen, liiert. Auf Betreiben seiner Mutter verläßt er sie. Daß sie ein Kind von ihm erwartet, ist ihm egal. Sie verliert ihren Job als Lehrerin und baut sich mühsam ein neues Leben auf. Als Jahre später Kims Mutter erfährt, daß Tschha Mungjong einen Sohn geboren hat, setzt sie alles daran, um den Jungen in ihre Familie aufnehmen zu können.

Pak Wanso, 1931 in ärmlichen Verhältnissen geboren, studierte Koreanistik. 1970 erster Roman, seither 20 Romane, zahlreiche Erzählungen und Essays, vorwiegend zur Situation der Frau in der koreanischen Gesellschaft, aber auch zu den Auswirkungen der Leistungs- und Konsumgesellschaft. Pak Wanso hat zahlreiche Preise bekommen. "Das Familienregister" stand zwei Jahre auf der Bestsellerliste.

Roman
ab 14 J.
189 Seiten

VIETNAM
Pham, Thi Hoai
Sonntagsmenü
Zürich: Unionsverlag, 1995. 205 Seiten. ATS 131.
Sprache des Originals: Vietnamesisch.

Hauptfiguren: verschiedene Frauen
Schauplatz, Hintergrund: das Vietnam nach dem Vietnamkrieg
Thema, Problem: Der Alltag in Vietnam sowie die Probleme und Sehnsüchte der Menschen werden geschildert.
Inhalt: In ihren Kurzgeschichten zeichnet die Autorin Facetten des Alltagslebens in Hanoi. Ihre Welt, in der jüngere Vergangenheit, Gegenwart und Tradition miteinander ringen, wird mit Ironie und Humor dargestellt. Besonders lesenswert sind: "Die Puppen der Alten" (S. 21-32) schildert Wünsche sowie Hoffnungen von Schülerinnen und Prostituierten. "Die Schneiderei Saigon" (S. 33-47) beschreibt humorvoll und zugleich rührend Träume und Hoffnungen von armen Mädchen. "Der Besuch" (S. 116-130) beschreibt mit Ironie, wie ein "hoher" Besuch in einem kleinen Dorf empfangen wird.

Pham Thi Hoai, 1960 geboren, studierte Archivwissenschaften und war Mitarbeiterin am Institut für Gesellschaftswissenschaften in Hanoi. Sie lebt in Hanoi und Berlin. Sie übersetzte Grass, Kafka und Dürrenmatt ins Vietnamesische. 1983 begann sie zu schreiben. Ihr erster Novellenband, "Fünf Tage", konnte vorerst in Vietnam nicht veröffentlicht werden, weil er nach offizieller Lesart "die Würde der Frau in den Schmutz zog", und erschien erst im Jahre 1986. Ihr Erstlingsroman "Die Kristallbotin" (Rowohlt, 1992) erschien gekürzt 1988, später in der unzensierten Fassung. 1993 wurde sie mit dem LiBeraturpreis ausgezeichnet.

Erzählungen
ab 14 J.
205 Seiten

KOREA
Pucek, Vladimir (Hrsg).
Koreanische Märchen
Hanau: Dausien, 1992. 207 Seiten. ATS 126.

Hauptfiguren: verschiedene
Schauplatz, Hintergrund: Korea
Inhalt: Eine Sammlung von 37 spannenden Märchen. Sie enthalten mystische Glaubensvorstellung, handeln von Tieren, Berggeistern oder von einfachen Leuten. Sie beziehen sich auf das Verhältnis zwischen Vater und Sohn, Mann und Frau und zwischen Freunden.

Märchen
ab 6 J.
207 Seiten

MALAYSIA
Rajendra, Cecil
Canto des Fortschritts
in: Erich Hackl und Peter Schultze-Kraft: Lesebuch Dritte Welt.
Wuppertal: Peter Hammer, 1984. Seite 158.

Thema, Problem: die Kehrseite des Fortschritts
Inhalt: Ein Gedicht über die Kehrseite des Fortschritts: "Es fällt mir schwer, meinem Sohn / zu erklären, daß eine "Raupe" / nicht nur eine andere Art von Traktor ist!"

Cecil Rajendra ist Lyriker und Journalist aus Penang.

Gedicht
ab 14 J.
1 Seite
Bibliothek: IM-I"
THAILAND
Rayawa, Nikom
Steile Ufer, schwere Stämme
Samutprakarn: Roobrawi, 1995. 148 Seiten. ATS 75.
Sprache des Originals: Thai.

Hauptfiguren: Kham Ngai
Schauplatz, Hintergrund: Dschungel in Nordthailand
Thema, Problem: Der ewige Kreislauf der Natur wird beschrieben und menschliche Raffgier geschildert.
Inhalt: Der Elefantenführer Kham Ngai, der eine enge Beziehung zu seinem Elefanten hat, verdient sein Geld, indem er sich mit dem Elefanten zum Stämme-Schleppen mieten lässt, Tiere ausstopft und Holz schnitzt. Er führt mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn im Dschungel ein einfaches Leben. Eines Nachts wird sein Elefant betäubt, und die Stoßzähne werden ihm abgesägt. Es macht Kham Ngai traurig, dass sein Elefant dadurch seine Majestät verloren hat. Das Tier muss nun ohne seine Stoßzähne Stämme schleppen. Die steilen Ufer werden Kham Ngai und seinem Elefanten zum Verhängnis.

Nikom RAYAWA wurde 1944 in der alten thailändischen Hauptstadt Sukothai geboren. Er studierte in Bangkok Wirtschaftswissenschaft und war Mitbegründer einer Autorengruppe. Er lebt heute in Bangkok.

Roman
ab 12 J.
148 Seiten
Bibliothek: IM-I"
KURDEN
Roja
Verlorene Sterne
Hildesheim: Internationales Kulturwerk, 1993. 122 Seiten. ATS 123.

Hauptfiguren: die Kurdin Rufia
Schauplatz, Hintergrund: Gefängnisse im Iran am Anfang der 80er Jahre
Thema, Problem: Eine Kurdin erzählt von ihren Erlebnissen in verschiedenen Gefängnissen der islamischen Republik Iran.
Inhalt: Das Buch ist ein schonungsloser Tatsachenbericht über Erlebnisse einer inhaftierten Kurdin. Mit ungewöhnlicher Intensität werden ihre Gefühle während der Phasen der Hoffnungslosigkeit und Bitterkeit beschrieben. Durch die Solidarität der Mitgefangenen bekommt sie die Kraft, die Folterungen zu überleben.

Die Kurdin Roja war eine Widerstandskämpferin im kurdischen Zagros-Gebirge. Heute lebt sie im Exil in Deutschland.

Biographie
ab 16 J.
122 Seiten
Bibliothek: IM-I"
SIBIRIEN
Rytchëu, Juri
Teryky. Eine Tschuktschenlegende
Berlin: Unionsverlag, 1989. 157 Seiten.

Hauptfiguren: Goigoi, der Jäger und Tin-Tin, seine Frau
Schauplatz, Hintergrund: der äußerste Osten Sibiriens: die Tschuktschenhalbinsel
Thema, Problem: die Furcht vor schrecklichen Erscheinungen, Übermacht der Tradition
Inhalt: Bei der Jagd ist Goigoi unachtsam. Er hat sich zu weit von den Seinen entfernt.Und er hat nicht bemerkt, dass das Eis zu krachen begonnen hat... Auf einmal bemerkt er, dass er auf einer Eisscholle vom Festland wegtreibt. Er ist entsetzt, denn es heißt, dass man sich in so einer Situation in ein Ungeheuer verwandelt, in einen Teryky mit Fell und blutigen Augen...Die Seinen erklären nach angemessener Wartezeit Goigoi für tot. Tin-Tin soll, dem Brauch gemäß, den älteren Bruder Goigois heiraten. Aber sie glaubt nicht, dass Goigoi tot ist. Und sie hat Recht...

Juri Rytchëu, Angehöriger des Volkes der Tschuktschen, 1930 als Sohn eines Tschuktschen-Jägers und einer Inuit in der Siedlung Uellen auf der Tschuktschenhalbinsel geboren (im selben Jahr wurde Tschuktsch als Schriftsprache eingeführt). Schulbesuch bis 1946, dann Gelegenheitsarbeiter, Lehrer. 1954 Delegierter der Tschuktschen an der Fakultät der Nordvölker in Leningrad. Anfang der 50er Jahre erschienen seine ersten Erzählungen in Tschuktschisch, dann von ihm selbst übersetzt in Russisch. Bisher über 30 Erzählungen, Romane, Drehbücher. Er ist der erste Schriftsteller seines Volkes; lebt in Leningrad.

Legende
ab 10 J.
157 Seiten

INDIEN
Sahni, Bhishma
Party für den Chef
in: Lutze, Lothar, u.a.: Lesebuch Dritte Welt.
Wuppertal: Peter Hammer, 1985. Seite 136 - 143.

Hauptfiguren: Shamnath (ein Angestellter) und seine Mutter
Schauplatz, Hintergrund: ein Haus der indischen unteren Mittelschicht
Thema, Problem: wie ein Mensch seine Wurzeln leugnet
Inhalt: Ein tyrannischer, oberflächlicher Angestellter veranstaltet für seinen amerikanischen Vorgesetzten ein Fest. Seine ungebildete Mutter darf sich auf dem Fest nicht zeigen. Als der Gast seine Begeisterung von der alten Frau zeigt, gewinnt sie in den Augen des Sohnes Bedeutung.

Bhishma Sahni (geb. 1915) ist Hindi-Prosaist und Dozent für Englisch an der Universität Delhi.

Erzählung
ab 14 J.
8 Seiten
Bibliothek: IM-I"
KURDEN
Scheinhardt, Saliha
Sie zerrissen die Nacht
Freiburg im Breisgau: Herder, 1993. 122 Seiten. ATS 95.

Hauptfiguren: das Mädchen Helin
Schauplatz, Hintergrund: ein kurdisches Dorf und Deutschland
Thema, Problem: Ein kurdisches Mädchen, das nur Armut kennt, versucht, sich zu behaupten.
Inhalt: Die Geschichte Helins, deren Kindheit von Krieg, Gewalt und Armut überschattet ist. Sie muß mit Eltern und Geschwistern aus einem kurdischen Dorf nach Deutschland fliehen. Eine berührende Geschichte von Menschen, die trotz allem ihre Hoffnung nicht aufgeben.

Saliha Scheinhardt, geb. 1951 in Konya, Türkei, lebt seit 1967 in Deutschland, wo sie zunächst als Textilarbeiterin und Kellnerin arbeitete. Sie studierte in Göttingen und promovierte über den Islam. Zur Zeit lebt sie als freie Schriftstellerin in Offenbach.

Erzählung
ab 16 J.
122 Seiten

INDIEN
Shah, Haku, und Fischer, Barbara und Eberhard
Gopal
Wuppertal: Peter Hammer, 1985. 53 Seiten. ATS 181.
Sprache des Originals: Deutsch.

Hauptfiguren: Gopal, ein Straßensänger
Schauplatz, Hintergrund: Großstadt Ahmedabad in Indien
Thema, Problem: Wie ein Mensch ohne Bildung in Indien zurechtkommt
Inhalt: Gopal ist ein Straßensänger in einem kleinen Dorf in Indien. Er kann weder lesen noch schreiben, dafür aber ausgezeichnet zeichnen. Die beiden Autoren haben aufgeschrieben, was Gopal ihnen erzählt hat. Der Leser erfährt, wie er früher in seinem Dorf für die Bauern und Handwerker gesungen hat, wie und warum er heute in einem Slum in der Großstadt Ahmedabad lebt und was er sich wünscht.

SHA Haku ist Maler und Volkskundler; er lebt in Ahmedabad. Keine Informationen über die Co-Autoren Barbara und Eberhard Fischer.

Biographie
ab 10 J.
53 Seiten
Bibliothek: IM-I"
INDONESIEN
Toer, Praemoedya Ananta
Mensch für Mensch
Unkel am Rhein: Horlemann, 1993. 125 Seiten. ATS 264.
Sprache des Originals: Indonesisch.

Hauptfiguren: Ich-Erzähler
Schauplatz, Hintergrund: Indonesien im Mai 1950
Thema, Problem: Jeder Mensch ist allein.
Inhalt: Ein junger Mann wird zu seinem sterbenden Vater gerufen. Auf der Reise denkt er an die politische Lage seines Landes, das erst vor einigen Monaten die Unabhängigkeit erlangt hat, und an seinen Vater, der Idealist und Nationalist war. Er erkennt erst jetzt, wie pflichtbewußt und geradlinig sein Vater war.

Pramoedya Ananta Toer, 1925 in Blora auf Java geboren, wuchs unter holländischer Kolonialherrschaft auf. Während des Befreiungskampfes in Indonesien wurde er von den Holländern verhaftet. Er begann im Gefängnis zu schreiben. Freigelassen unter Sukarno, aber wegen Unterstützung der chinesischen Minderheit wieder verhaftet, verbrachte er viele Jahre in den Gefängnissen der Regimes. Nach seiner Freilassung veröffentlichte er die Romanreihe über den indonesischen Nationalismus und Freiheitskampf. 1981 wurden die Romane verboten. Toer steht seither in Jakarta unter Stadtarrest.

Roman
ab 16 J.
125 Seiten

MONGOLEI
Tschinag, Galsan
Der blaue Himmel
Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1997. 178 Seiten. ATS 118.
Sprache des Originals: Deutsch.

Hauptfiguren: Ich-Erzähler
Schauplatz, Hintergrund: die Steppe der Mongolei
Thema, Problem: das Zerbrechen der alten Traditionen
Inhalt: Ein Junge aus der Mongolei erzählt, wie er im Laufe der Zeit seine kindliche Naivität verloren hat. Er schildert das Leben der Nomaden in der Steppe, den Alltag sowie den Überlebenskampf der Familie und das Zerbrechen der alten Traditionen.

Galsan Tschinag wurde 1944 in der Mongolei geboren. 1962 bis 1968 studierte er in Leipzig Germanistik und schreibt seitdem in deutscher Sprache. 1992 erhielt er den Adalbert-von-Chamisso-Preis. Er lebt in Ulan Bator.

Roman
ab 14 J.
178 Seiten
Bibliothek: IM-I"
ARMENIEN
Tumanjan, Howhannes
Der Lügner
in: Nitsche, Gerald Kurdoðlu (Hrsg.): Brücken. Ein interkulturelles Lesebuch..
Wien: ÖBV pädagogischer Verlag, 1995. Seite 241. ATS 268.

Hauptfiguren: ein König und ein Bauer
Thema, Problem: das Versprochene muss gehalten werden
Inhalt: Ein König lässt verkünden, dass er demjenigen, der sich so eine Lüge ausdenkt, dass der König sagt: "Das ist nicht wahr", sein halbes Reich schenkt. Ein armer Bauer sagt zum König, dieser schulde ihm ein Maß Gold.

Howhannes TUMANJAN, geb. 1869 in Dsegh / Rayon Tumanjan, gest. 1923 in Moskau, einer der wichtigsten Repräsentanten der neuarmenischen Dichtung.

Märchen
ab 10 J.
1 Seite
Bibliothek: IM-I"
INDIEN
Vatsyayan, Sachchidanand
Gespenster
in: Lutze, Lothar, u.a.: Lesebuch Dritte Welt.
Wuppertal: Peter Hammer, 1985. Seite 192.

Schauplatz, Hintergrund: das heutige Indien
Thema, Problem: Problem bei den Reichen und Armen
Inhalt: Sehr knapp und jedoch mit Bravour wird der Unterschied zwischen Arm und Reich dargestellt: Die Reichen in ihren Villen plagt die Angst vor Gespenstern, während die Armen in ihren Hütten Angst haben, selbst zu Gespenstern zu werden.

Sachchidanand Vatsyayan (geb. 1911) bekam als Dichter und Schriftsteller 1965 einen Hindiliteraturpreis.

Gedicht
ab 14 J.
1 Seite
Bibliothek: IM-I"
JAPAN
Watkins, Yoko Kawashima
Mein Bruder, meine Schwester und ich
Weinheim und Basel: Beltz & Gelberg, 1996. 271 Seiten. ATS 190.
Sprache des Originals: Amerikanisch.

Hauptfiguren: Ich-Erzählerin (13-jährige Japanerin)
Schauplatz, Hintergrund: Japan im 2. Weltkrieg und danach
Thema, Problem: Ein selbstbewusstes Mädchen lernt, sich durch Disziplin und harte Arbeit in einer fremden Umgebung zu behaupten.
Inhalt: Die Familie Kawashima gehört zu den Japanern, die sich als Kolonialisten in Nordkorea niedergelassen haben und sich im 2. Weltkrieg vor den koreanischen Kommunisten in Sicherheit bringen müssen. In ihrer Heimat werden die dreizehnjährige Yoko und ihre beiden älteren Geschwister (Hideyo und Ko) wie unwillkommene Ausländer behandelt. Da ihre Mutter auf der Flucht starb und der Vater in Krieggefangenschaft war, müssen die Kinder den Kampf ums Überleben allein bestehen. Mit Selbstdisziplin, Selbstbewusstsein und Einfallsreichtum kann sich Yoko gegen die feindseligen Mitschülerinnen wehren. Eines Tages werden die drei Geschwister eines schweren Verbrechens beschuldigt und wegen Mord, Brandstiftung und Diebstahl angeklagt. In der Krise lernen sie freundliche und hilfsbereite Menschen kennen.

Yoko KAWASHIMA WATKINS verbrachte ihre Kindheit bis zum 2. Weltkrieg in Nanam, Nordkorea. Sie floh zusammen mit ihrer Mutter und Schwester nach Japan, wo sie auch ihren Bruder wiederfand. Ihre Mutter starb auf der Flucht. Die Autorin ist mit einem Amerikaner verheiratet, hat 5 Kinder und lebt heute in den USA.

autobiographischer Roman
ab 12 J.
271 Seiten
Bibliothek: IM-I"
CHINA
Xiao, Hong
Geschichten vom Hulanfluß
Frankfurt am Main: Insel, 1990. 287 Seiten. ATS 297.
Sprache des Originals: Chinesisch.

Hauptfiguren: Ich-Erzählerin
Schauplatz, Hintergrund: die Stadt Hulan in der Mandschurei
Thema, Problem: der Konflikt zwischen der älteren konservativen und der jüngeren aufgeschlossenen Generation
Inhalt: Die Erzählerin lebt als kleines Mädchen mit ihrer Familie im großen Haus des Großvaters in Hulan. Dieser ist die wichtigste Person in ihrem Leben. Er beschützt sie und bringt ihr viele Sachen bei. Bei den Nachbarn lernt sie aber eine andere Welt kennen - eine Welt von bitterer Armut und grausamem Aberglauben.

Roman
ab 14 J.
287 Seiten

CHINA
Yang, Belle
Baba. Auf den Schultern meines Vaters. Eine Rückkehr nach China
Albrecht Knaus, 1995. 213 Seiten. ATS 145.

Hauptfiguren: Baba
Schauplatz, Hintergrund: China
Thema, Problem: chinesische Geschichte aus der Sicht eines Kindes und eines Heranwachsenden
Inhalt: Belle, in den USA aufgewachsen, lernt anlässlich ihres Studiums Ende der 80er Jahre die Heimat ihrer Familie kennen. Sie besucht alle Stätten, von denen ihr der Vater erzählt hat. Wieder zuhause entschließt sie sich, die Geschichten ihres Vaters aufzuschreiben.

Beelle Yang; weiblich, 1960 in Taipeh geboren. 1967 emigriert sie mit ihren Eltern in die USA. 1986 - 1989 studiert sie an der Academy of Traditional Chinese Painting in Peking. Besucht anlässlich dieses Aufenthalts die Mandschurei, aus der ihr Vater stammt. Verarbeitet nach ihrer Rückkehr in die USA ihre Eindrücke bildlich und in Worten. Lebt in Carmel, Kalifornien.

Erzählung
ab 10 J.
213 Seiten

JAPAN
Yumoto, Kazumi
Gespensterschatten
Mödling: St. Gabriel, 1995. 180 Seiten. ATS 179.
Sprache des Originals: Japanisch.

Hauptfiguren: Kiyama, Kawabe und Yamashita
Schauplatz, Hintergrund: das heutige Japan
Thema, Problem: kindliche Neugierde
Inhalt: Wie ist es wohl, wenn man stirbt, fragen sich die drei Buben Kiyama, Kawabe und Yamashita nach dem Tod von Yamashitas Großmutter. Sie beginnen, sich für einen alten, alleinstehenden Mann aus der Nachbarschaft zu interessieren, und spionieren ihm heimlich nach. Als der kauzige Alte die Jungen bemerkt, reagiert er zunächst misstrauisch. Nur allmählich gewinnen sie sein Vertrauen. Eine ungewöhnliche Freundschaft entsteht. Über das Sterben erfahren die drei Jungen nichts, aber über das Leben und die Achtung vor dem Andersartigen eine große Menge.

Keine Informationen über die Autorin vorhanden.

Roman
ab 10 J.
180 Seiten

PAKISTAN
Zameenzad, Adam
Das 13. Haus
Stuttgart: Klett-Cotta, 1991. 293 Seiten. ATS 145.

Hauptfiguren: Zahid
Schauplatz, Hintergrund: Karachi
Thema, Problem: Kampf um ein würdiges Leben. Der ganz normale Alltag eines ganz normalen Menschen wird plötzlich zu einem Leben voller böser Träume.
Inhalt: Zahid hat es schwer: seine kleine Tochter wird immer wieder krank und sein kleiner Sohn ist geistig behindert. Zahid verdient zu wenig Geld, um die Heilmittel und den Arzt zu bezahlen, der ihm Hilfe versprochen hat. Da scheint er endlich Glück zu haben: Er findet ein schönes, für seine finanziellen Verhältnisse gut erschwingliches Haus, das sogar seiner Frau gefällt. Er betrachtet dies als einen Wink des Schicksals, daß es endlich aufwärts gehen werde in seinem Leben. Was er nicht weiß: Das Haus ist ein überzähliges Haus, das nicht einem der 12 Tierkreiszeichen zugeordnet werden kann...

Roman
ab 14 J.
293 Seiten

CHINA
Zhang, Jie
Die Liebe darf man nicht vergessen
in: Helmut Hetzel: Frauen in China.
München: dtv, 1991. Seite 131 - 148. ATS 58.
Sprache des Originals: Chinesisch.

Hauptfiguren: ein chinesischer Politiker und eine Chinesin
Schauplatz, Hintergrund: China während und nach der Kulturrevolution
Thema, Problem: Liebe, die zwar erwidert wird, aber zu keiner Vereinigung führt
Inhalt: Ein Mann und eine Frau lieben einander. Der Mann muß aber eine andere, die Witwe eines Mannes, der ihm das Leben gerettet hat, heiraten. Eine Liebesgeschichte voller Entsagung.

Zhang Jie, geb. 1937, studierte Volkswirtschaft und arbeitete 20 Jahre im Industrie-Ministerium in Peking. Mit 39 Jahren begann sie zu schreiben. Ihre Werke, die immer Kontroversen auslösten, wurden mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Zur Zeit des "Pekinger Frühlings" zählte sie aber zu den "zornigen Frauen". Noch heute hat sie Druckverbot in China.

Erzählung
ab 14 J.
18 Seiten

CHINA
Zhang, Kangkang
Die verlorene Jahre
in: Helmut Hetzel: Frauen in China.
München: dtv, 1991. Seite 71 - 83. ATS 58.
Sprache des Originals: Chinesisch.

Hauptfiguren: ein junger, strebsamer Mann
Schauplatz, Hintergrund: China während und nach der Kulturrevolution
Thema, Problem: wie eine junger Mann um Bildung kämpft
Inhalt: "Zeit kann man nicht mit Geld kaufen." Ein junger Mann, der während der zehnjährigen "Kulturrevolution" nur schlechte Schulbildung bekam, darf nicht studieren. Er nimmt Armut in Kauf, um sich selbst zu bilden.

Zhang Kangkang, geb. 1950, stammt aus einer Intellektuellenfamilie und ist seit 1979 freie Schriftstellerin. Sie widmet sich in ihren Werken den Problemen der chinesischen Jugend von heute.


Letzte Aktualisierung: 20.8.2003 | URL: www.bibmondo.it/att/percorsi/im-asien.html | XHTML 1.0 / CSS | WEBdesign, Info: M. di Vieste
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