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Index

Schauplatz, Hintergrund: China
Inhalt: Im "Reich der Mitte" erzählen sich die Leute
geheimnisvolle Märchen. Geister und Drachengötter
gehören wie selbstverständlich in diese Welt und ebenso
die Dinge des täglichen Lebens. Die Regenmacher sind
vielbeschäftigte Männer auf fliegenden Pferden; die
Flusskönige fordern ihre Opfergaben, damit der Gelbe
Fluß das Land nicht überschwemmt. Aber auch das reale
China hat seine eigenen Geschichten: vom Bau der Großen
Mauer und ihren Opfern, vom Helden Schigar, der Tiere und
Menschen von ihrer Unterdrückung befreit.
Hauptfiguren: der junge Mann Yusuf
Schauplatz, Hintergrund: ein Dorf in Malaysia
Thema, Problem: Zufriedenheit braucht keinen Reichtum.
Inhalt: Ein junger Mann aus einfachen Verhältnissen lernt
als Student das luxuriöse Leben in Singapur kennen. Nach
einer kurzen Periode der Verblendung kehrt er jedoch
"aufgeklärt" in sein Dorf in Malaysia zurück, wo er
sich wohl fühlt.
Kassim Ahmad (geb. 1933); Universitätslehrer, Schriftsteller, aktiver Politiker. Er schreibt vorzugsweise Kurzgeschichten.
Hauptfiguren: der Bauer Sevdin und seine Söhne Lezgin und
Merxas
Schauplatz, Hintergrund: ein kurdisches Dorf in der
Türkei
Thema, Problem: Probleme des kurdischen Volkes und dessen Kampf
um Autonomie
Inhalt: Der Bauer Sevdin und seine Familie leben in großer
Armut und werden von reichen Großgrundbesitzern
unterdrückt. Durch die Begegnung mit anderen Kurden in
Istanbul und deren Problemen erwacht bei den Söhnen Lezgin
und Merxas politisches Bewußtsein. Sie beginnen, sich gegen
fremde Herrschaftsstrukturen zu wehren.
Ihsan Aksoy ist 1944 in Agri geboren und studierte Wirtschaftswissenschaften in Ankara. Seit 1966 schreibt er Gedichten, Geschichten und politische Artikel für kurdische und türkische Zeitungen. Von 1977 bis 1979 war er als Verleger und Redakteur der Zeitung "Demokrasi" tätig und leitete das Verlagshaus "Perkanin". Seit 1980 lebt er als Emigrant in Deutschland und schreibt Kurzgeschichten und Romane in kurdischer und türkischer Sprache.
Hauptfiguren: Scheikho und seine Familie
Schauplatz, Hintergrund: das Kufran-Tal, die Stadt Sandjak,die
Stadt Kirkuk, als die türkische Administration die
kurdischen Stammesgebiete unter ihre Administration bringt
Thema, Problem: kurdische Lebensweise
Inhalt: Die Einordnung in die türkische Verwaltunghoheit
beginnt ohne Probleme, fast freundschaftlich, denn die mit der
Ausführung betrauten Beamten sind alte Freunde des
Stammesoberhauptes. Man respektiert einander. Was vereinbart
wird, scheint nicht gravierend. Aber bald stellt sich heraus,
daß selbst die geringfügigste Änderung in den
Regeln des kurdischen Zusammenlebens nicht ohne Folgen bleibt.
Zunächst aber, in diesem Sommer, läuft alles seinen
gewohnten Gang. In sehr farbiger Sprache schildert Al-Dahoodi den
Alltag und die Bräuche, die Streiche der Jungen und die
Geschäfte der Alten...
Thema, Problem: Eitelkeit
Inhalt: Ein Fuchs verliert ein Stück seines Schwanzes,
während er Ziegenmilch von einer alten Frau stiehlt. Um das
Stück Schwanz zurückzubekommen, ist er zu verschiedenen
großen Anstrengungen bereit.
Hafid ALKADHI, geb. 1929 in Kurdistan, Irak, Studium der Wirtschaftswissenschaft an der Universität Bagdad, lebt in Oberösterreich; Journalist, Schriftsteller (kurdisch und deutsch).
Hauptfiguren: der Schneider Rahman
Schauplatz, Hintergrund: eine kurdische Stadt
Thema, Problem: der Zwiespalt zwischen Tradition und
Moderne
Inhalt: Seine elektrische Nähmaschine ist für den
Schneider Rahman in der kurdischen Stadt Kermaschan das Sinnbild
der modernen Zeit. Aber was nützt sie, wenn ständig der
Strom ausfällt? Eine einfache Geschichte über den
Zwiespalt zwischen Tradition und Moderne.
Mohammad H. Allafi, geboren 1952 im Iran. Lebt seit Juli 1978 in Frankfurt am Main.
Hauptfiguren: der Latrinenputzer Bakha
Schauplatz, Hintergrund: eine Stadt in Indien
Thema, Problem: das Kastensystem in Indien und die politische
sowie soziale Unterdrückung der "Ausgestoßenen"
Inhalt: Der Latrinenputzer Bakha lebt in einer Lehmhütte am
Stadtrand, wo all die aus der Hindugesellschaft
Ausgestoßenen wohnen. Wenn er in der Stadt seiner Arbeit
nachgeht, spürt er ständig die Erniedrigung. Aus
Versehen berührt er einen Hindu hochgestellter Kaste, was zu
schlimmen Folgen führt. Als er eine Rede Mahatma Gandhis
hört, wird in ihm eine Hoffnung wach.
Mulk Raj Anand ist 1905 geboren und studierte in Indien und England. Seine Romane, die seit den dreißiger Jahren erschienen, machten ihn international bekannt. Sein Werk ist ein großangelegtes Panorama Indiens von den Spitzen der Gesellschaft bis in die Tiefen der Verstoßenen.
Hauptfiguren: die junge Frau Gauri
Schauplatz, Hintergrund: ein Dorf in Indien
Thema, Problem: Eine Frau setzt sich durch und lebt ihr eigenes
Leben.
Inhalt: Gauri wird mit dem Kleinbauern Pantschi verheiratet.
Seine Familie akzeptiert sie nicht, da sie zu eigenständig
ist. Als sie schwanger wird, schlägt er sie, weil er glaubt,
sie sei ihm untreu gewesen. Sie verläßt ihn und kehrt
zu ihrer Mutter zurück. Sie wird einem reichen Händler
verkauft. Wieder läuft sie davon und arbeitet in einem
Spital als Hilfsschwester.
Mulk Raj Anand ist 1905 geboren und studierte in Indien und England. Seine Romane, die seit den dreißiger Jahren erschienen, machten ihn international bekannt. Sein Werk ist ein großangelegtes Panorama Indiens von den Spitzen der Gesellschaft bis in die Tiefen der Verstoßenen.
Hauptfiguren: verschiedene
Schauplatz, Hintergrund: das heutige Indien
Thema, Problem: Alltag und Probleme im heutigen Indien
Inhalt: Die Erzählungen in diesem Band fangen komische,
beklemmende, aber auch lichte Momente im Ringen um individuelles
Glück ein. Auf der einen Seite locken die Verheißungen
der westlichen Welt, auf der anderen lauern traditionelle
Erwartungen, die nach wie vor ihren Tribut fordern. Besonders
lesenswert sind: Ihre Mutter. S. 7-28. Scharfsinnig sowie
humorvoll wird die indische Gesellschaft mit der westlichen
verglichen. Die Prophezeiung. S. 89-114. Die ungewollt schwangere
Schülerin Amrita darf nicht abtreiben und wird damit dem
ausgeliefert, was sie vermeiden wollte - Heirat und Mutterschaft.
Meine einzigen Götter. S. 115-128. Einfühlsam wird die
Liebe eines kleinen Mädchens zu seiner Mutter
geschildert.
Anjana Appachana wurde in Südindien geboren und studierte Englisch und Soziologie an der Dehli sowie der Jawaharlal Nehru Universität. 1984 verließ sie Indien, um an der Pennsylvania State University weiterzustudieren. Seit 1989 wohnt sie mit ihrer Familie in Arizona und lehrt Creative Writing. Ihre Kurzgeschichten sind in zahlreichen indischen, amerikanischen, englischen und kanadischen Zeitschriften veröffentlicht worden.
Thema, Problem: bedrohte Umwelt
Inhalt: In dieser Fabelsammlung, die die Lebensweisheit eines
Volkes ohne Land widerspiegelt, betonen die Geschichten die
Notwendigkeit der starken Bindung des Menschen an die Natur, die
durch Willkür und Uneinsichtigkeit bedroht ist.
Hauptfiguren: der Ich-Erzähler (junger Kurde)
Schauplatz, Hintergrund: ein kurdisches Dorf und eine Schule in
der Türkei
Thema, Problem: Ein Kind wird gezwungen, seine Identität
aufzugeben.
Inhalt: In eindrucksvollen Bildern schildert der
Ich-Erzähler seine Kindheit und Jugend. Zu Beginn ist er 6
Jahre alt und fühlt sich als Enkel des Dorfbesitzers
mächtig und stark. Obwohl er aufgrund dieser Position seine
Kameraden nach Herzenslust herumkommandiert, zeigt er tiefe
Gefühle für verlassene und verstoßene Tiere. Als
eine größere bulgarotürkische Sippe ins Dorf
zieht, wird ihm erstmals das Anderssein bewußt. Mit dem
Schuleintritt ändert sich seine Vorrangstellung schlagartig:
nicht nur, daß er als Dorfkind plötzlich in einer
richtigen Stadt lebt, er ist überdies ein völliger
Außenseiter, weil er erst mühsam die offiziell allein
zulässige türkische Sprache erlernen muß. Da
seine Lehrerin sehr streng mit ihm, dem kurdischen "Wilden",
umgeht und nicht davor zurückschreckt, ihn zu schlagen und
zu beißen, ist er gar nicht traurig darüber, daß
sie eines Tages bei einer Überschwemmungskatastrophe mitsamt
der Schule weggespült wird... Baksi erzählt in
einfachen Sätzen den kurdischen Alltag aus kindlicher
Perspektive. Sein lakonischer Stil sorgt für Witz und
Spannung. Mit zunehmendem Alter erfährt sich der
Ich-Erzähler als zweigeteilten Menschen: als Städter
und Dörfler, zivilisiert und
bäuerlich-rückständig, erneuernd und bewahrend.
Aus der Perspektive des Kindes entwickelt sich die eines jungen
Mannes, dem letztlich nur noch die Flucht aus seiner Heimat
bleibt.
Mahmut Baksi wurde 1944 in Kurdistan geboren und kam 1971 nach Schweden, wo er seither als Schriftsteller und Journalist lebt. Die Türkei durfte er 1991 wieder besuchen, nicht aber das Dorf seiner Kindheit. Er ist verheiratet mit der Schriftstellerin und Journalistin Elin Clason, die zu diesem Buch das Nachwort schrieb.
Hauptfiguren: Kuber, der Fischer
Schauplatz, Hintergrund: Dorf am Ufer des Padma, einem
Nebenfluß des Ganges
Thema, Problem: tägliche Kampf ums Überleben; jeder
Ausbruch aus dem vorgezeichneten Leben scheint sinnlos
Inhalt: Kuber, ein armer Fischer, lebt samt seiner Familie von
der Hand in den Mund. Er besitzt nichts außer einer
kleinen, baufälligen Hütte auf gepachtetem Land und
Träumen. Er träumt vom eigenen Boot, von einem guten
Netz und von einem Teich. Aber er kann auf keinen grünen
Zweig kommen - es scheint, als wäre sogar die Natur gegen
ihn. Die große Überschwemmung läßt ihm und
den Seinen gerade das nackte Leben...
Manik Bandyopadhyay, 1908 als Sohn eines beamteten Arztes geboren, begann mit 16, Gedichte in Bengali zu schreiben. Während seines Studiums der Naturwissenschaften wettete er, daß die angesehensten Literaturzeitschriften jederzeit eine gute Erzählung veröffentlichen würden. Er schickte seine erste Erzählung ein, die auch prompt veröffentlicht wurde und ihm große Anerkennung einbrachte. 1934 erschien sein 4. Roman "Die Fischer vom Padma" als Fortsetzungsroman in einer Literaturzeitschrift, sicherte ihm internationales Aufsehen. Bis zu seinem Tod in 1956 entstanden über 250 Kurzgeschichten und Erzählungen, 28 Romane, unzählige Gedichte und Essay. Bandyopadhyay gilt heute noch als bedeutendster Autor der Bengali-Literatur.
RomanHauptfiguren: der kleine schwarze Fisch
Schauplatz, Hintergrund: ein Bach
Thema, Problem: Widerstand eines Machtlosen
Inhalt: Der kleine schwarze Fisch verläßt seine
Mutter, um den Fluß zu erkunden. Auf dem Weg warnen ihn
andere Fische vor dem Pelikan, dem Kormoran und dem
Sägefisch. Ihm ist es rätselhaft, daß der
Kormoran und der Sägefisch ihre eigenen Artgenossen fressen
können, und daß der Pelikan in Feindschaft mit Fischen
steht. Trotz großer Angst vor dem Pelikan begleiten ihn
mehrere winzige Fische. Als sie dem Pelikan begegnen, verspricht
dieser den winzigen Fischen, ihnen nichts anzutun, wenn sie den
kleinen schwarzen töten. Diesem gelingt es jedoch, den
Pelikan zu verletzen. Dann verschwindet er.
Samad Behranghi (1938 - 1968) wurde in einem Dorf im Iran geboren und wuchs in Armut auf. Mit seinen Märchen und Erzählungen "für Kinder" kritisierte er das Regime. 1968 verschwand er spurlos; seine Leiche fand man später im nördlichen Iran.
FabelHauptfiguren: der kleine Pfirsichbaum, die zwei Buben Saheb
Ali und Pulad
Schauplatz, Hintergrund: ein Dorf im Iran
Thema, Problem: Freundschaft unter Kindern
Inhalt: Der kleine Pfirsichbaum im Garten eines reichen Dorfherrn
trägt nie Früchte, obwohl ihn der Gärtner
besonders pflegt. Der Baum hat dafür seinen Grund: Als er
noch eine Frucht ist, finden ihn eines Tages die armen Buben
Saheb Ali und Pulad. Sie essen ihn mit Genuß auf. Den Kern
pflanzen sie sorgsam ein und pflegen ihn liebevoll. Als Saheb Ali
durch einen Schlangenbiß gestorben ist, verläßt
Pulad das Dorf, um die Trauer um den Freund zu vergessen. Auch
der kleine Pfirsichbaum trauert. Er weigert sich, für den
reichen Gartenbesitzer Früchte zu tragen. Wie andere
Märchen Behranghis vermittelt diese Geschichte subtil die
Intention an den erwachsenen Leser oder Zuhörer, wobei die
Darstellung kindergerecht bleibt.
Samad Behranghi (1938 - 1968) wurde in einem Dorf im Iran geboren und wuchs in Armut auf. Mit seinen Märchen und Erzählungen "für Kinder" kritisierte er das Regime. 1968 verschwand er spurlos; seine Leiche fand man später im nördlichen Iran.
MärchenThema, Problem: Trauer über das Schicksal der
Kurden
Inhalt: Neben der Liebe zur Natur kommt die Liebe zu seinem
eigenen Volk eindeutig zum Ausdruck.
Sherko Bekas wurde 1940 im Irak geboren. Er mußte drei Jahre im eigenen Land in Verbannung leben und wurde dann ausgewiesen. Von 1987 an lebte er in Schweden und kehrte 1992 nach Irakisch-Kurdistan zurück. Der Dichter ist dafür bekannt, neue Elemente in die kurdische Dichtung eingeführt zu haben.
GedichteHauptfiguren: die Autorin und ihre Familie
Schauplatz, Hintergrund: China vom Ende der Kaiserzeit bis zu den
Ereignissen am Platz des Himmlischen Friedens (1988)
Thema, Problem: wie Frauen während der politischen
Unterdrückung um ihre Familie kämpfen, und wie
idealistische Männer dem Regime Widerstand leisten
Inhalt: Das fesselnde und unterhaltsame Porträt einer
Familie im China unseres Jahrhunderts ist zugleich eine farbige
Zeitgeschichte - vom Ende der Kaiserzeit bis zu den Ereignissen
am Platz des Himmlischen Friedens. Das Buch kann man auch nur
kapitelweise lesen.
Jung Chang wurde 1952 in China geboren. Sie verließ 1978 ihre Heimat und ging nach England. 1982 promovierte sie an der York University in Linguistik. Sie lebt heute in London und lehrt an der School of Oriental and African Studies der Universität London.
BiographieHauptfiguren: Sansan, ein siebenjähriges
Mädchen
Schauplatz, Hintergrund: China während der
Kulturrevolution
Thema, Problem: Verfolgung, Unterdrückung gesehen aus der
Perspektive eines Kindes
Inhalt: Sansan ist 7 Jahre alt, als die Kulturrevolution beginnt.
Sie erlebt die "Säuberung der Kultur" zu Hause, in der
Schule und in ihrer weiteren Umgebung. Plötzlich sind
bestimmte Arten von Büchern und Musik verboten, Bekannte
beobachten einander, und überall spürt man Angst und
Misstrauen.
CHEN Danyan, geboren 1958 in Shanghai, wo sie heute noch lebt, ist verheiratet und Mutter eines Mädchens. Sie arbeitet als Redakteurin, schreibt und übersetzt Kinderbücher.
ab 12 J.Hauptfiguren: die junge Frau Xin Mei, ihr Mann und ihre
Familie
Schauplatz, Hintergrund: China zu Beginn der
Kulturrevolution
Thema, Problem: Unter einem unterdrückenden Regime kann das
Volk sein Potential nicht entfalten.
Inhalt: Xin Mei und ihre Familie leben mehrere Jahre im Exil in
den USA und Europa. Mitte der sechziger Jahre kehrten sie nach
China zurück. Dort müssen sie ein eingeschränktes
Leben hinnehmen. Arbeitsort, Wohnung, Ausbildung dürfen sie
sich nicht selbst wählen. Mit dem Beginn der
Kulturrevolution ist Xin Mei klar, daß sie nicht mehr in
China leben kann.
Chen Jo-hsi kehrte selbst als Exil-Taiwanesin nach China zurück. Sie verließ nach sieben Jahren enttäuscht das Land.
RomanHauptfiguren: der Bub Mande
Schauplatz, Hintergrund: Bali
Thema, Problem: Alltag auf der Insel Bali
Inhalt: Mande möchte bei der Schulschlußfeier die
Trommel schlagen. Sie ist das wichtigste Instrument im
balinesischen Gamelan-Orchester. Aber darüber entscheiden
die Dorfältesten. Außer dem Alltag Mandes erfährt
man von Arbeiten, Freizeit und Schule in Bali.
Hauptfiguren: die jugendlichen Geschwister Lila und Hari
Schauplatz, Hintergrund: ein Fischerdorf in Indien
Thema, Problem: Arme Kinder haben kurze Kindheit, vor allem wenn
sie die Beschützerrolle übernehmen müssen.
Inhalt: Lila und Hari müssen die Familie unterstützen,
da der Vater trinkt und die Mutter schwer krank ist. Als sich die
Nachricht im Dorf verbreitet, daß Düngemittelfabriken
gebaut werden sollen, fürchten die Dorfbewohner um ihre
Existenz als Fischer. Hari schließt sich einem
Demonstrationszug an und kommt so nach Bombay. Während
seiner Abwesenheit gelingt es Lila, die Mutter ins Spital zu
schaffen - reiche Gönner unterstützen sie - und den
Vater vom Alkohol abzubringen.
Anita Desai wurde 1937 geboren. Ihr Vater war Bengali, ihre Mutter Deutsche. Sie lebt heute in Dehli. Sie hat zahlreiche Romane, Kinderbücher und Kurzgeschichten geschrieben.
RomanHauptfiguren: die alte Frau Nanda und das kleine Mädchen
Raka
Schauplatz, Hintergrund: ein ländliches Haus in Indien
Thema, Problem: wie eine alte Frau und ein kleines Mädchen
voneinander lernen
Inhalt: Es ist ein Buch über Frauen, das Alter, die Kindheit
und die Einsamkeit; eine zarte Liebesgeschichte zwischen der
alten Frau und dem wilden Kind. Nanda Kaul, eine anmutige, alte
Eremitin, lebt für sich in ihrem Haus in den Bergen. Die
Unterbrechung ihres Friedens kommt mit Raka, ihrem Urenkelkind.
Aber am Ende will das wilde Kind auch nichts als einsam sein.
Anita Desai wurde 1937 geboren. Ihr Vater war Bengali, ihre Mutter Deutsche. Sie lebt heute in Dehli. Sie hat zahlreiche Romane, Kinderbücher und Kurzgeschichten geschrieben.
RomanHauptfiguren: Yu Manzhen
Schauplatz, Hintergrund: Südchina während der
ausgehenden Kaiserzeit am Anfang d. 20. Jahrhunderts
Thema, Problem: Frauenemanzipation, Frauensolidarität
Inhalt: Yu Manzhen, eine verwitwete Frau vom Lande, ist allein
mit ihren zwei Kindern. Der Tod ihres Mannes hat sie in
Verzweiflung gestürzt. Sie entscheidet sich aber doch
weiterzuleben. Nachdem auch ihre Mutter gestorben ist, kehrt Yu
Manzhen zurück in die Stadt und hat dort Gelegenheit, die
Schule zu besuchen. Sie trifft auf einige engagierte Frauen, die
angefangen haben, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Gemeinsam setzen sie sich mit feministischen und
revolutionären Ideen auseinander. Sie wollen an den
revolutionären Ideen ihrer Brüder und Ehemänner
teilhaben, werden aber zurückgewiesen. Die Frauen
gründen eine eigene Gruppe, die gemeinsam den Ausbruch der
Revolution 1911 erlebt.
Keine Information über die Autorin vorhanden.
RomanHauptfiguren: die junge Frau Chatun
Schauplatz, Hintergrund: ein Dorf im Iran
Thema, Problem: Probleme von Frauen im patriarchalischen
Iran
Inhalt: Seit Monaten wartet Chatun auf eine Nachricht ihres
Mannes Mochtar. Er mußte in den Golfstaaten Arbeit suchen.
Wie soll sie mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Tochter
überleben? Sie lernt Marhab kennen, der versucht, ihr zu
helfen. Und dann kehrt Mochtar zurück.
Mahmud Doulatabadi, geboren 1940 in einem Dorf im Nordosten des Iran. Arbeitete als Handwerker, dann Ausbildung zum Schauspieler an der Teheraner Theaterakademie. Aus politischen Gründen zwei Jahre inhaftiert, lebt heute in Teheran. Autor zahlreicher Theaterstücke, Essays, Erzählungen. Gilt als bedeutendster Vertreter der zeitgenössischen persischen Prosa.
RomanHauptfiguren: die Studentin Hàng
Schauplatz, Hintergrund: Nordvietnam zwischen den Jahren 1954 und
1975
Thema, Problem: wie das kommunistische System das Privatleben des
Einzelnen beeinflußt
Inhalt: Die Mutter der Studentin Hàng muß sich von
ihrem Ehemann trennen, weil er als Besitzer eines
Landstückes als Klassenfeind gilt. Der Bruder der Mutter ist
ein aktiver Kommunist und lebt in Moskau. Hàng erlebt ihn
aber als verkommene Figur, seine politische Ideologie findet sie
fragwürdig. Hàng soll ihm finanziell aushelfen. Mit
Wehmut denkt sie an ihre Kindheit, als ihr Land noch ein Paradies
war.
Hauptfiguren: die Frau Tomo und ihr Mann
Schauplatz, Hintergrund: Tokio
Thema, Problem: Familienleben in der japanischen
Mittelschicht
Inhalt: Ein Mann in hoher Stellung lebt mit Ehefrau und
Mätressen in einem Haus. Jahrzehntelang schaut die Frau
wortlos dem Treiben ihres Mannes zu. Ihr strikter Moralkodex
verbietet es ihr, gegen all die Demütigungen
anzukämpfen oder gar ihren Mann zu verlassen.
Enchi, geb. 1905, gehört zu den wichtigsten japanischen Autorinnen der Gegenwart. Bis 1976 war sie 18 Jahre lang Vorsitzende des japanischen Schriftstellerinnen-Verbandes.
RomanHauptfiguren: der "laotische Till Eulenspiegel" Xieng
Mieng
Schauplatz, Hintergrund: Laos
Thema, Problem: Probleme werden durch Tricks gelöst.
Inhalt: Xieng Mieng ist eine beliebte Figur in der laotischen
Literatur. Immer weiß er sich zu helfen, immer hat er
Lösungen für Probleme, und immer gewinnt er - egal, ob
er mit mächtigen Königen, schlauen Kaufleuten oder
einem sprechenden Vogel seine geistige Kraft messen
muß.
Hauptfiguren: Hua Xiayu
Schauplatz, Hintergrund: China während der
Kulturrevolution
Thema, Problem: Unterdrückung, Verfolgung, Gewalt
Inhalt: Die Geschichte Hua Xiayus ist ein Mosaik, zusammengesetzt
aus der Geschichte des Autors und den Erfahrungen vieler Freunde.
Es ist das Schicksal einer von politischen Kampagnen und ihren
Auswirkungen geplagten Generation in China. Der Maler Hua Xiayu
erzählt seine erschütternde Geschichte mit asiatischer
Gelassenheit. Ob er den willkürlichen Quälereien seiner
Peiniger, die meinen Revolution machen zu müssen,
ausgeliefert ist oder ob er gerade erfährt, dass seine Frau
sich von ihm losgesagt hat - stets sieht er hinter all den
Schatten das Licht schimmern. Er ist ein Mann, der auch in einer
Zeit größter Unmenschlichkeit versucht, an den
Menschen zu glauben.
FENG Jicai wurde 1942 in Tianjin/China geboren. Nach wechselvollem Berufsleben wandte er sich der Malerei zu. Die bitteren Erfahrungen der Kulturrevolution brachten ihn zum Schreiben.
RomanHauptfiguren: verschiedene
Schauplatz, Hintergrund: Vietnam
Inhalt: Die Geschichten in dieser Märchensammlung sind
humorvoll und spannend. Sie erzählen von Menschen in Vietnam
und ihren Sitten, von menschlicher Schwäche, von
Naturereignissen (wie etwa Mondfinsternis). Sie handeln von
einfachen Bauern und Fischern, von Drachen und Dämonen oder
von Fürsten und Untertanen.
Hauptfiguren: der Autor als kleiner Bub
Schauplatz, Hintergrund: ein Dorf in Vietnam
Thema, Problem: eine innige Beziehung zwischen Mensch und
Tier
Inhalt: Der Autor schildert seine Jugend in einem kleinen Dorf
zwischen Dschungel und Fluß. Mittelpunkt seines Lebens ist
sein Wasserbüffel, mit dem er viele kleine und große
Abenteuer erlebt. Das starke, kluge Tier wird zum Beschützer
der Dorfgemeinschaft. Doch gegen eine Gewehrkugel ist es
hilflos.
Huynh Quang Nhuong wurde 1946 in einem kleinen Dorf im Zentralgebirge in Vietnam geboren. Er studierte einige Semester lang an der Universität in Saigon. Im Krieg wurde er schwer verwundet und mußte 1969 Vietnam verlassen. Heute lebt er, an den Rollstuhl gefesselt, in den USA. Er hat dort ein Studium absolviert und ist Assistent an der Universität von Missouri. "Mein verlorenes Land" wurde 1987 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.
AutobiographieHauptfiguren: eine japanische Witwe
Schauplatz, Hintergrund: Japan und England
Thema, Problem: wie eine Japanerin das Leben zwischen zwei
Kulturen erlebt
Inhalt: Die Reminiszenzen einer japanischen Witwe, die in England
lebt, sind das Thema. Behutsam und distanziert werden das Leiden
an der Lösung von traditionellen Bindungen in Japan selbst
und das Leiden an der Entwurzelung bei der Suche nach der neuen
Heimat England geschildert.
Kazuo Ishiguro wurde 1954 in Nagasaki geboren. Er zog 1960 mit seiner Familie nach England, wo er Englisch und Philosophie studierte. Heute lebt er als freier Schriftsteller in London.
RomanHauptfiguren: Ich-Erzählerin (indisches
Mädchen)
Schauplatz, Hintergrund: ein Mädchenpensionat in
Bangalore
Thema, Problem: Mutter-Tochter-Beziehung, die Bedeutung der
eigenen Bedürfnisse und die Bedeutung der Bedürfnisse
anderer
Inhalt: Sie ist traurig, denn sie wartet auf einen Brief ihrer
Mutter, aber die Briefe, die sie erhält, stammen alle von
Papa. In ihrem Kummer bemerkt sie das Mädchen aus Vietnam
gar nicht, das sich sehr still verhält. Es hat keine
Freundinnen, und Briefe kriegt es auch keine...
Iyengar wurde 1958 geboren. Journalistin und Autorin in Neu-Dehli und Bangalore. Dramen, Erzählungen, Reportagen, Essays, Filmbeiträge.
KurzgeschichteHauptfiguren: Veron
Schauplatz, Hintergrund: Die türkische Regierung verfolgte
nach dem ersten Weltkrieg die Armenier.
Thema, Problem: Verfolgung von Minderheitsgruppen
Inhalt: In diesem Buch schildert der Autor den schweren Lebensweg
seiner Mutter: Veron, Tochter eines reichen armenischen
Kaufmanns, ist 7 Jahre alt, als ihre unbeschwerte Kindheit im
Jahre 1915 ein jähes Ende findet. Veron und ihre Familie
sind Armenier und gehören zu einer von der
türkisch-nationalistischen Regierung unerwünschten
Minderheit. Sie werden verfolgt und zu Tausenden in die Arabische
Wüste deportiert. Veron wird Zeugin und Opfer einer
Völkertragödie, die sie als einzige ihrer Familie
überlebt.
David KHERDIAN wurde 1931 in einer kleinen armenischen Gemeinde in Wisconsin/USA geboren, 7 Jahre nach der geglückten Flucht seiner Mutter. Er schreibt vorwiegend Lyrik und lebt heute in Oregon.
BiographieHauptfiguren: der Bub Chun Book und sein Ochse
Schauplatz, Hintergrund: Südkorea
Thema, Problem: die Beziehung zwischen Mensch und Tier
Inhalt: Chun Book wünscht sich Turnschuhe, wie die anderen
Kinder sie tragen, aber seine Mutter ist zu arm. Dafür hat
er den schönsten Ochsen weit und breit. Mit diesem Ochsen
erlebt er atemberaubende Abenteuer.
Hauptfiguren: das Mädchen Merlina
Schauplatz, Hintergrund: die Philippinen
Thema, Problem: Alltag auf den Philippinen
Inhalt: In einem kleinen Dorf auf einer philippinischen Insel
wohnt Merlinas Familie. Das Buch schildert, wie das
neunjährige Mädchen zur Schule geht, seine Mutter zum
Markt begleitet, beim Arbeiten auf dem Reisfeld hilft und mit
seinen Schwestern auf dem Boot zum Fischen fährt. Auf dem
Dorffest spielt Merlina die Prinzessin.
Hauptfiguren: der Ich-Erzähler (erwachsener
Chinese)
Schauplatz, Hintergrund: der Mars
Thema, Problem: China vor dem Bürgerkrieg, Genußsucht
über alles
Inhalt: Eine Bruchlandung auf dem Mars, ein einziger
Überlebender. Endlich kommt Hilfe: Katzen! Der Besucher von
der Erde wird freundlich aufgenommen und in der Stadt der Katzen
gesund gepflegt. Schließlich hat er Zeit, sich um die
Lebensweise seiner Gastgeber zu kümmern. Er entdeckt,
daß eigentlich nur eines für sie zählt:
Rauschblätter...Eine satirische Darstellung der Opiumsucht
im alten China - was den Autor letztendlich auch das Leben
kostete.
Lao She (eigentlich: Shu Qingchun), wurde 1899 als Sohn einer verarmten mandschurischen Beamtenfamilie in Peking geboren. Studium in Peking, 1924 - 1929 Chinesisch-Lektor in London. Lebte ab 1937 als freier Autor. 1946-1949 Besuch der USA. Nach Gründung der VR China zahlreiche Ämter in Kultur und Politik. Wurde während der Kulturrevolution massiv angegriffen, als "bürgerlicher Intellektueller" kritisiert, bedroht und verhaftet. Lao starb 1966 unter bis heute ungeklärten Ursachen.
RomanHauptfiguren: verschiedene
Schauplatz, Hintergrund: China in diesem Jahrhundert
Thema, Problem: wie die Chinesen das Leben genießen
Inhalt: Auf äußerst humorvolle und originelle Weise
ist es dem Autor gelungen, die Vorliebe der Chinesen für
gutes Essen vor dem Hintergrund der chinesischen Zeitgeschichte
dem Leser als wahres Fest für alle fünf Sinne
darzubieten. Das Buch ist ein Muß für jeden, der gerne
ißt. Während man lacht, lernt man das chinesische Volk
kennen.
Lu Wenfu wurde 1928 in Jiangsu geboren und kam als siebzehnjähiger Schüler nach Suzhou. Seit der Zerschlagung der "Viererbande" 1976 gehört er dreimal zu den Preisträgern im nationalen Wettbewerb um die besten Erzählungen des Jahres. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Suzhou.
ErzählungHauptfiguren: der Bote Conat
Schauplatz, Hintergrund: eine Stadt in Indonesien
Thema, Problem: Ein armer Mann träumt von einem besseren
Leben.
Inhalt: Conat, ein fast mittelloser junger Mann kämpft um
das Überleben seiner Familie. Er träumt von einer
Gesellschaft, in der jeder eine Chance hat. Der Leser wird von
diesem "alltäglichen" Schicksal berührt sein.
Mochtar Lubis wurde 1922 geboren. Unter Sukarno war er 10 Jahre verhaftet, unter Suharto kurzfristig. Er hat zahlreiche Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht.
ErzählungHauptfiguren: Ich-Erzähler
Schauplatz, Hintergrund: das kleine Dorf Bangarvadi
Thema, Problem: wie die Natur das Alltagsleben der indischen
Hirten und Bauern bestimmt
Inhalt: Bangarvadi ist ein kleines Dorf, vor 1947 von
Urbanisierung, Politisierung und Zivilisation völlig
unberührt. Die Hirten und Hirtenbauern in diesem Dorf sind
seßhaft, bis sie die Dürre zur Wanderung zwingt. Mit
Beginn des Monsuns im Juni kehren sie wieder zurück. Ein
liebenswertes Buch über das naturgebundene Indien.
Vyankatesh Madgulkar wurde 1927 in Maharashtra geboren. Er wirkte in Pune beim indischen Rundfunk als Programmdirektor. Sein literarisches Werk - ausschließlich in Marathi - umfaßt Romane, Kurzgeschichten, Theaterstücke und Drehbücher.
RomanHauptfiguren: Ich-Erzähler
Schauplatz, Hintergrund: ein Wald nahe der Narmada, dem
heiligsten Fluß Indiens
Thema, Problem: Menschen in Not suchen am heiligen Fluß
Trost und Inspiration.
Inhalt: Verschiedene Schicksale der PilgerInnen, die Kraft und
Erlösung am heiligen Fluß suchen, werden erzählt.
Der Ich-Erzähler, ein indischer Beamter, der sich in den
Wald zurückgezogen hat, führt eine Herberge, die nahe
des Narmada liegt. Er nimmt an Schicksalen dieser Menschen teil,
leidet mit und hofft mit ihnen.
Gita Mehta wurde in Indien geboren und erzogen. Nach dem Studium in Cambridge drehte sie Dokumentarfilme für europäische und amerikanische Filmgesellschaften, bevor ihr 1989 mit "Die Maharani" der Durchbruch als Schriftstellerin gelang. Sie lebt abwechselnd in London, New York und Neu-Delhi.
RomanHauptfiguren: die Königin und ihre beiden Kinder
Schauplatz, Hintergrund: Bhutan
Thema, Problem: die gute Mutter und die böse Mutter
Inhalt: Als die Königin stirbt, bekommen ihre beiden Kinder
eine Stiefmutter, die in Wirklichkeit eine Dämonin ist.
Diese macht den Kindern das Leben schwer. Aber die verstorbene
Mutter, die sich in die Seekönigin verwandelt hat, kann ihre
Kinder retten.
Hauptfiguren: der Lehrer Samadi
Schauplatz, Hintergrund: ein persisches Dorf
Thema, Problem: Trinkwasser; Klatsch und Tratsch gehören
einfach zum Alltag
Inhalt: Ein Wasserbehälter aus Ton (eine Chomreh), aus dem
die Schulkinder Trinkwasser holen, hat einen Sprung. Man braucht
eine neue Chomreh. Eine Frau ergreift die Initiative. Über
sie wird getratscht. Es entstehen Missverständnisse,
Feindschaften, aber auch neue Freundschaften. Die Einstellung,
daß Klatsch sowie Missverständnisse zum Leben
gehören und dass man mit ihnen gelassen umgehen soll, um
inneren Frieden zu wahren, kommt deutlich zum Ausdruck.
Hushang MORADI-KERMANI wurde 1944 in einem Dorf in der Nähe von Kerman (Iran) geboren. Bis zu seinem 12. Lebensjahr ging er dort zur Schule. Dann übersiedelte er nach Kerman, später nach Teheran, wo er die Universität besuchte und als Radio- und Zeitungsjournalist arbeitete. Er wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Er ist verheiratet und hat 3 Kinder.
ErzählungHauptfiguren: das Mädchen Yuki
Schauplatz, Hintergrund: Japan der heutigen Zeit
Thema, Problem: Ein japanisches Mädchen versucht, sich zu
behaupten.
Inhalt: Yuki ist erst 12, als ihre Mutter die lieblose Ehe nicht
länger erträgt und sich trotz des innigen
Verhältnisses zu ihrer Tochter das Leben nimmt. Im Laufe der
Jahre entwickelt sich Yuki zu einer innerlich gefestigten,
willensstarken jungen Frau, die, ermutigt durch die Liebe einiger
weniger Menschen, ihren Weg in die Zukunft erkennt und ihn
konsequent geht, losgelöst von Vater und Stiefmutter und in
großer Verbundenheit mit der Mutter.
Kyoko Mori ist in Japan geboren und aufgewachsen. Heute ist sie Dozentin für englische Literatur am Saint Norbert College in Wisconsin. In führenden amerikanischen Zeitschriften veröffentlichte sie Kurzgeschichten. Dies ist ihr erster Roman.
RomanHauptfiguren: Familie Datta
Schauplatz, Hintergrund: Bangladesch im Dezember 1992
Thema, Problem: Hindus in Bangladesch als Opfer
fundamentalistischer Moslems
Inhalt: Im Dezember 1992 wurde die Babri-Moschee durch
hinduistische Fanatiker zerstört. In der Folge wurden die
Hindus in Bangladesch hilflose Opfer der Rachefeldzüge von
Moslems. Die Mitglieder der hinduistischen Arztfamilie Datta,
Protagonisten des Romans, reagieren unterschiedlich auf die
Bedrohung: der Arzt Sudhamay weigert sich, das Land zu verlassen,
das er "Heimat" nennt. Suranjan, sein Sohn, versinkt in
Lethargie. Maya, die lebenslustige Tochter, die einen Moslem
liebt und die Grenzen zwischen den Religionen einreißen
will, muß diese Überzeugung mit dem Leben bezahlen. Am
Ende resignieren die Dattas und müssen einsehen, daß
ihnen nur der Weg ins indische Exil bleibt.
Taslima Nasrin, 1962 in Mymensingh, damals Ost-Pakistan, heute Bangladesch, geboren, ist Ärztin. Seit Mitte der 70er Jahre schreibt sie, zunächst Zeitungsartikel, später Essays und Romane. An ihremRoman "Scham. Lajja", der von Februar 1993 bis zu seinem Verbot fünf Monate Lang in Bangladesch lieferbar war, entzündete sich der Protest fundamentalistischer Moslems. Die Autorin wurde von den islamischen Autoritäten ihres Landes mit dem Todesurteil, der "Fatwa", bedroht und floh außer Landes. Seit Sommer 1994 lebt sie in Schweden. Sie wurde mit dem Kurt-Tucholsky-Preis ausgezeichnet.
RomanHauptfiguren: der Erzähler, er erzählt sich selbst
seine Erinnerungen (per du)
Schauplatz, Hintergrund: der Aralsee
Thema, Problem: die Versteppung des Sees, nicht vorhandenes
Umweltbewußtsein, irreparable Schäden
Inhalt: wie sich das Leben für die Menschen am Aralsee
verändert: für den Fischer Shadiger, den
karrieresüchtigen Wissenschaftler Asim und die junge
Bakisar, die von beiden geliebt wird
Abdishamil Nurpeissow wurde 1924 geboren. "Der sterbende See" erschien Anfang der 80er Jahre. Er starb 1985.
RomanHauptfiguren: der junge Mann Bird
Schauplatz, Hintergrund: Japan
Thema, Problem: Ein Mann versucht, die Geburt seines geistig
behinderten Sohnes zu bewältigen
Inhalt: Die Erlebnisse und die Gedankenwelt des jungen
Protagonisten Bird in den ersten Tagen nach der Geburt seines
Kindes sind Thema dieses Romans, in dem der Autor "seine
persönliche Erfahrung", nämlich die Geburt seines
geistig behinderten Sohnes zu bewältigen versucht.
Kenzaburo Oe, geboren 1935, gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftsteller Japans. Seine Erzählungen, Romane und Essays wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 1994 bekam Oe den Nobelpreis für Literatur.
RomanHauptfiguren: Buddha
Schauplatz, Hintergrund: Indien zur Zeit Buddhas
Thema, Problem: das Leben Buddhas
Inhalt: Im Stil einer Märchenerzählung werden das Leben
Buddhas und seine Lehre kindgerecht erzählt. Warum
müssen alle Lebewesen soviel Leid ertragen? Warum gibt es
soviel Enttäuschung im Leben? Diese Fragen beschäftigen
den jungen Prinzen Siddhartha so sehr, dass er eines Tages alles
aufgibt - seine Familie, Reichtum und Macht - und ein
Bettelmönch wird. Er will herausfinden, welche die Ursache
der Leiden ist und wie man sie überwinden kann. Mit einer
Beschreibung Indiens und seiner Glaubensrichtungen im 6. Jh. vor
Christi Geburt, der Lehre des Buddhismus und der verschiedenen
Formen, die er im Laufe der Zeit angenommen hat. Zahlreiche
wunderschöne Illustrationen im Stil von indischen
Buchminiaturen zieren das Buch.
Keine Autorenformation vorhanden.
BiographieHauptfiguren: Tschha Mungjong, geschiedene Frau, 35
Schauplatz, Hintergrund: eine Stadt in Süd-Korea
Thema, Problem: starre Familienregeln, Heuchelei der "besseren
Leute", Durchhalten im Kampf um die eigenen Rechte
Inhalt: Tschha Mungjong ist mit Kim Hjoktschu, einem Witwer und
ehemaligen Studienkollegen, liiert. Auf Betreiben seiner Mutter
verläßt er sie. Daß sie ein Kind von ihm
erwartet, ist ihm egal. Sie verliert ihren Job als Lehrerin und
baut sich mühsam ein neues Leben auf. Als Jahre später
Kims Mutter erfährt, daß Tschha Mungjong einen Sohn
geboren hat, setzt sie alles daran, um den Jungen in ihre Familie
aufnehmen zu können.
Pak Wanso, 1931 in ärmlichen Verhältnissen geboren, studierte Koreanistik. 1970 erster Roman, seither 20 Romane, zahlreiche Erzählungen und Essays, vorwiegend zur Situation der Frau in der koreanischen Gesellschaft, aber auch zu den Auswirkungen der Leistungs- und Konsumgesellschaft. Pak Wanso hat zahlreiche Preise bekommen. "Das Familienregister" stand zwei Jahre auf der Bestsellerliste.
RomanHauptfiguren: verschiedene Frauen
Schauplatz, Hintergrund: das Vietnam nach dem Vietnamkrieg
Thema, Problem: Der Alltag in Vietnam sowie die Probleme und
Sehnsüchte der Menschen werden geschildert.
Inhalt: In ihren Kurzgeschichten zeichnet die Autorin Facetten
des Alltagslebens in Hanoi. Ihre Welt, in der jüngere
Vergangenheit, Gegenwart und Tradition miteinander ringen, wird
mit Ironie und Humor dargestellt. Besonders lesenswert sind: "Die
Puppen der Alten" (S. 21-32) schildert Wünsche sowie
Hoffnungen von Schülerinnen und Prostituierten. "Die
Schneiderei Saigon" (S. 33-47) beschreibt humorvoll und zugleich
rührend Träume und Hoffnungen von armen Mädchen.
"Der Besuch" (S. 116-130) beschreibt mit Ironie, wie ein "hoher"
Besuch in einem kleinen Dorf empfangen wird.
Pham Thi Hoai, 1960 geboren, studierte Archivwissenschaften und war Mitarbeiterin am Institut für Gesellschaftswissenschaften in Hanoi. Sie lebt in Hanoi und Berlin. Sie übersetzte Grass, Kafka und Dürrenmatt ins Vietnamesische. 1983 begann sie zu schreiben. Ihr erster Novellenband, "Fünf Tage", konnte vorerst in Vietnam nicht veröffentlicht werden, weil er nach offizieller Lesart "die Würde der Frau in den Schmutz zog", und erschien erst im Jahre 1986. Ihr Erstlingsroman "Die Kristallbotin" (Rowohlt, 1992) erschien gekürzt 1988, später in der unzensierten Fassung. 1993 wurde sie mit dem LiBeraturpreis ausgezeichnet.
ErzählungenHauptfiguren: verschiedene
Schauplatz, Hintergrund: Korea
Inhalt: Eine Sammlung von 37 spannenden Märchen. Sie
enthalten mystische Glaubensvorstellung, handeln von Tieren,
Berggeistern oder von einfachen Leuten. Sie beziehen sich auf das
Verhältnis zwischen Vater und Sohn, Mann und Frau und
zwischen Freunden.
Thema, Problem: die Kehrseite des Fortschritts
Inhalt: Ein Gedicht über die Kehrseite des Fortschritts: "Es
fällt mir schwer, meinem Sohn / zu erklären, daß
eine "Raupe" / nicht nur eine andere Art von Traktor ist!"
Cecil Rajendra ist Lyriker und Journalist aus Penang.
GedichtHauptfiguren: Kham Ngai
Schauplatz, Hintergrund: Dschungel in Nordthailand
Thema, Problem: Der ewige Kreislauf der Natur wird beschrieben
und menschliche Raffgier geschildert.
Inhalt: Der Elefantenführer Kham Ngai, der eine enge
Beziehung zu seinem Elefanten hat, verdient sein Geld, indem er
sich mit dem Elefanten zum Stämme-Schleppen mieten
lässt, Tiere ausstopft und Holz schnitzt. Er führt mit
seiner Frau und seinem kleinen Sohn im Dschungel ein einfaches
Leben. Eines Nachts wird sein Elefant betäubt, und die
Stoßzähne werden ihm abgesägt. Es macht Kham Ngai
traurig, dass sein Elefant dadurch seine Majestät verloren
hat. Das Tier muss nun ohne seine Stoßzähne
Stämme schleppen. Die steilen Ufer werden Kham Ngai und
seinem Elefanten zum Verhängnis.
Nikom RAYAWA wurde 1944 in der alten thailändischen Hauptstadt Sukothai geboren. Er studierte in Bangkok Wirtschaftswissenschaft und war Mitbegründer einer Autorengruppe. Er lebt heute in Bangkok.
RomanHauptfiguren: die Kurdin Rufia
Schauplatz, Hintergrund: Gefängnisse im Iran am Anfang der
80er Jahre
Thema, Problem: Eine Kurdin erzählt von ihren Erlebnissen in
verschiedenen Gefängnissen der islamischen Republik
Iran.
Inhalt: Das Buch ist ein schonungsloser Tatsachenbericht
über Erlebnisse einer inhaftierten Kurdin. Mit
ungewöhnlicher Intensität werden ihre Gefühle
während der Phasen der Hoffnungslosigkeit und Bitterkeit
beschrieben. Durch die Solidarität der Mitgefangenen bekommt
sie die Kraft, die Folterungen zu überleben.
Die Kurdin Roja war eine Widerstandskämpferin im kurdischen Zagros-Gebirge. Heute lebt sie im Exil in Deutschland.
BiographieHauptfiguren: Goigoi, der Jäger und Tin-Tin, seine
Frau
Schauplatz, Hintergrund: der äußerste Osten Sibiriens:
die Tschuktschenhalbinsel
Thema, Problem: die Furcht vor schrecklichen Erscheinungen,
Übermacht der Tradition
Inhalt: Bei der Jagd ist Goigoi unachtsam. Er hat sich zu weit
von den Seinen entfernt.Und er hat nicht bemerkt, dass das Eis zu
krachen begonnen hat... Auf einmal bemerkt er, dass er auf einer
Eisscholle vom Festland wegtreibt. Er ist entsetzt, denn es
heißt, dass man sich in so einer Situation in ein Ungeheuer
verwandelt, in einen Teryky mit Fell und blutigen Augen...Die
Seinen erklären nach angemessener Wartezeit Goigoi für
tot. Tin-Tin soll, dem Brauch gemäß, den älteren
Bruder Goigois heiraten. Aber sie glaubt nicht, dass Goigoi tot
ist. Und sie hat Recht...
Juri Rytchëu, Angehöriger des Volkes der Tschuktschen, 1930 als Sohn eines Tschuktschen-Jägers und einer Inuit in der Siedlung Uellen auf der Tschuktschenhalbinsel geboren (im selben Jahr wurde Tschuktsch als Schriftsprache eingeführt). Schulbesuch bis 1946, dann Gelegenheitsarbeiter, Lehrer. 1954 Delegierter der Tschuktschen an der Fakultät der Nordvölker in Leningrad. Anfang der 50er Jahre erschienen seine ersten Erzählungen in Tschuktschisch, dann von ihm selbst übersetzt in Russisch. Bisher über 30 Erzählungen, Romane, Drehbücher. Er ist der erste Schriftsteller seines Volkes; lebt in Leningrad.
LegendeHauptfiguren: Shamnath (ein Angestellter) und seine
Mutter
Schauplatz, Hintergrund: ein Haus der indischen unteren
Mittelschicht
Thema, Problem: wie ein Mensch seine Wurzeln leugnet
Inhalt: Ein tyrannischer, oberflächlicher Angestellter
veranstaltet für seinen amerikanischen Vorgesetzten ein
Fest. Seine ungebildete Mutter darf sich auf dem Fest nicht
zeigen. Als der Gast seine Begeisterung von der alten Frau zeigt,
gewinnt sie in den Augen des Sohnes Bedeutung.
Bhishma Sahni (geb. 1915) ist Hindi-Prosaist und Dozent für Englisch an der Universität Delhi.
ErzählungHauptfiguren: das Mädchen Helin
Schauplatz, Hintergrund: ein kurdisches Dorf und
Deutschland
Thema, Problem: Ein kurdisches Mädchen, das nur Armut kennt,
versucht, sich zu behaupten.
Inhalt: Die Geschichte Helins, deren Kindheit von Krieg, Gewalt
und Armut überschattet ist. Sie muß mit Eltern und
Geschwistern aus einem kurdischen Dorf nach Deutschland fliehen.
Eine berührende Geschichte von Menschen, die trotz allem
ihre Hoffnung nicht aufgeben.
Saliha Scheinhardt, geb. 1951 in Konya, Türkei, lebt seit 1967 in Deutschland, wo sie zunächst als Textilarbeiterin und Kellnerin arbeitete. Sie studierte in Göttingen und promovierte über den Islam. Zur Zeit lebt sie als freie Schriftstellerin in Offenbach.
ErzählungHauptfiguren: Gopal, ein Straßensänger
Schauplatz, Hintergrund: Großstadt Ahmedabad in
Indien
Thema, Problem: Wie ein Mensch ohne Bildung in Indien
zurechtkommt
Inhalt: Gopal ist ein Straßensänger in einem kleinen
Dorf in Indien. Er kann weder lesen noch schreiben, dafür
aber ausgezeichnet zeichnen. Die beiden Autoren haben
aufgeschrieben, was Gopal ihnen erzählt hat. Der Leser
erfährt, wie er früher in seinem Dorf für die
Bauern und Handwerker gesungen hat, wie und warum er heute in
einem Slum in der Großstadt Ahmedabad lebt und was er sich
wünscht.
SHA Haku ist Maler und Volkskundler; er lebt in Ahmedabad. Keine Informationen über die Co-Autoren Barbara und Eberhard Fischer.
BiographieHauptfiguren: Ich-Erzähler
Schauplatz, Hintergrund: Indonesien im Mai 1950
Thema, Problem: Jeder Mensch ist allein.
Inhalt: Ein junger Mann wird zu seinem sterbenden Vater gerufen.
Auf der Reise denkt er an die politische Lage seines Landes, das
erst vor einigen Monaten die Unabhängigkeit erlangt hat, und
an seinen Vater, der Idealist und Nationalist war. Er erkennt
erst jetzt, wie pflichtbewußt und geradlinig sein Vater
war.
Pramoedya Ananta Toer, 1925 in Blora auf Java geboren, wuchs unter holländischer Kolonialherrschaft auf. Während des Befreiungskampfes in Indonesien wurde er von den Holländern verhaftet. Er begann im Gefängnis zu schreiben. Freigelassen unter Sukarno, aber wegen Unterstützung der chinesischen Minderheit wieder verhaftet, verbrachte er viele Jahre in den Gefängnissen der Regimes. Nach seiner Freilassung veröffentlichte er die Romanreihe über den indonesischen Nationalismus und Freiheitskampf. 1981 wurden die Romane verboten. Toer steht seither in Jakarta unter Stadtarrest.
RomanHauptfiguren: Ich-Erzähler
Schauplatz, Hintergrund: die Steppe der Mongolei
Thema, Problem: das Zerbrechen der alten Traditionen
Inhalt: Ein Junge aus der Mongolei erzählt, wie er im Laufe
der Zeit seine kindliche Naivität verloren hat. Er schildert
das Leben der Nomaden in der Steppe, den Alltag sowie den
Überlebenskampf der Familie und das Zerbrechen der alten
Traditionen.
Galsan Tschinag wurde 1944 in der Mongolei geboren. 1962 bis 1968 studierte er in Leipzig Germanistik und schreibt seitdem in deutscher Sprache. 1992 erhielt er den Adalbert-von-Chamisso-Preis. Er lebt in Ulan Bator.
RomanHauptfiguren: ein König und ein Bauer
Thema, Problem: das Versprochene muss gehalten werden
Inhalt: Ein König lässt verkünden, dass er
demjenigen, der sich so eine Lüge ausdenkt, dass der
König sagt: "Das ist nicht wahr", sein halbes Reich schenkt.
Ein armer Bauer sagt zum König, dieser schulde ihm ein
Maß Gold.
Howhannes TUMANJAN, geb. 1869 in Dsegh / Rayon Tumanjan, gest. 1923 in Moskau, einer der wichtigsten Repräsentanten der neuarmenischen Dichtung.
MärchenSchauplatz, Hintergrund: das heutige Indien
Thema, Problem: Problem bei den Reichen und Armen
Inhalt: Sehr knapp und jedoch mit Bravour wird der Unterschied
zwischen Arm und Reich dargestellt: Die Reichen in ihren Villen
plagt die Angst vor Gespenstern, während die Armen in ihren
Hütten Angst haben, selbst zu Gespenstern zu werden.
Sachchidanand Vatsyayan (geb. 1911) bekam als Dichter und Schriftsteller 1965 einen Hindiliteraturpreis.
GedichtHauptfiguren: Ich-Erzählerin (13-jährige
Japanerin)
Schauplatz, Hintergrund: Japan im 2. Weltkrieg und danach
Thema, Problem: Ein selbstbewusstes Mädchen lernt, sich
durch Disziplin und harte Arbeit in einer fremden Umgebung zu
behaupten.
Inhalt: Die Familie Kawashima gehört zu den Japanern, die
sich als Kolonialisten in Nordkorea niedergelassen haben und sich
im 2. Weltkrieg vor den koreanischen Kommunisten in Sicherheit
bringen müssen. In ihrer Heimat werden die
dreizehnjährige Yoko und ihre beiden älteren
Geschwister (Hideyo und Ko) wie unwillkommene Ausländer
behandelt. Da ihre Mutter auf der Flucht starb und der Vater in
Krieggefangenschaft war, müssen die Kinder den Kampf ums
Überleben allein bestehen. Mit Selbstdisziplin,
Selbstbewusstsein und Einfallsreichtum kann sich Yoko gegen die
feindseligen Mitschülerinnen wehren. Eines Tages werden die
drei Geschwister eines schweren Verbrechens beschuldigt und wegen
Mord, Brandstiftung und Diebstahl angeklagt. In der Krise lernen
sie freundliche und hilfsbereite Menschen kennen.
Yoko KAWASHIMA WATKINS verbrachte ihre Kindheit bis zum 2. Weltkrieg in Nanam, Nordkorea. Sie floh zusammen mit ihrer Mutter und Schwester nach Japan, wo sie auch ihren Bruder wiederfand. Ihre Mutter starb auf der Flucht. Die Autorin ist mit einem Amerikaner verheiratet, hat 5 Kinder und lebt heute in den USA.
autobiographischer RomanHauptfiguren: Ich-Erzählerin
Schauplatz, Hintergrund: die Stadt Hulan in der Mandschurei
Thema, Problem: der Konflikt zwischen der älteren
konservativen und der jüngeren aufgeschlossenen
Generation
Inhalt: Die Erzählerin lebt als kleines Mädchen mit
ihrer Familie im großen Haus des Großvaters in Hulan.
Dieser ist die wichtigste Person in ihrem Leben. Er
beschützt sie und bringt ihr viele Sachen bei. Bei den
Nachbarn lernt sie aber eine andere Welt kennen - eine Welt von
bitterer Armut und grausamem Aberglauben.
Hauptfiguren: Baba
Schauplatz, Hintergrund: China
Thema, Problem: chinesische Geschichte aus der Sicht eines Kindes
und eines Heranwachsenden
Inhalt: Belle, in den USA aufgewachsen, lernt anlässlich
ihres Studiums Ende der 80er Jahre die Heimat ihrer Familie
kennen. Sie besucht alle Stätten, von denen ihr der Vater
erzählt hat. Wieder zuhause entschließt sie sich, die
Geschichten ihres Vaters aufzuschreiben.
Beelle Yang; weiblich, 1960 in Taipeh geboren. 1967 emigriert sie mit ihren Eltern in die USA. 1986 - 1989 studiert sie an der Academy of Traditional Chinese Painting in Peking. Besucht anlässlich dieses Aufenthalts die Mandschurei, aus der ihr Vater stammt. Verarbeitet nach ihrer Rückkehr in die USA ihre Eindrücke bildlich und in Worten. Lebt in Carmel, Kalifornien.
ErzählungHauptfiguren: Kiyama, Kawabe und Yamashita
Schauplatz, Hintergrund: das heutige Japan
Thema, Problem: kindliche Neugierde
Inhalt: Wie ist es wohl, wenn man stirbt, fragen sich die drei
Buben Kiyama, Kawabe und Yamashita nach dem Tod von Yamashitas
Großmutter. Sie beginnen, sich für einen alten,
alleinstehenden Mann aus der Nachbarschaft zu interessieren, und
spionieren ihm heimlich nach. Als der kauzige Alte die Jungen
bemerkt, reagiert er zunächst misstrauisch. Nur
allmählich gewinnen sie sein Vertrauen. Eine
ungewöhnliche Freundschaft entsteht. Über das Sterben
erfahren die drei Jungen nichts, aber über das Leben und die
Achtung vor dem Andersartigen eine große Menge.
Keine Informationen über die Autorin vorhanden.
RomanHauptfiguren: Zahid
Schauplatz, Hintergrund: Karachi
Thema, Problem: Kampf um ein würdiges Leben. Der ganz
normale Alltag eines ganz normalen Menschen wird plötzlich
zu einem Leben voller böser Träume.
Inhalt: Zahid hat es schwer: seine kleine Tochter wird immer
wieder krank und sein kleiner Sohn ist geistig behindert. Zahid
verdient zu wenig Geld, um die Heilmittel und den Arzt zu
bezahlen, der ihm Hilfe versprochen hat. Da scheint er endlich
Glück zu haben: Er findet ein schönes, für seine
finanziellen Verhältnisse gut erschwingliches Haus, das
sogar seiner Frau gefällt. Er betrachtet dies als einen Wink
des Schicksals, daß es endlich aufwärts gehen werde in
seinem Leben. Was er nicht weiß: Das Haus ist ein
überzähliges Haus, das nicht einem der 12
Tierkreiszeichen zugeordnet werden kann...
Hauptfiguren: ein chinesischer Politiker und eine
Chinesin
Schauplatz, Hintergrund: China während und nach der
Kulturrevolution
Thema, Problem: Liebe, die zwar erwidert wird, aber zu keiner
Vereinigung führt
Inhalt: Ein Mann und eine Frau lieben einander. Der Mann
muß aber eine andere, die Witwe eines Mannes, der ihm das
Leben gerettet hat, heiraten. Eine Liebesgeschichte voller
Entsagung.
Zhang Jie, geb. 1937, studierte Volkswirtschaft und arbeitete 20 Jahre im Industrie-Ministerium in Peking. Mit 39 Jahren begann sie zu schreiben. Ihre Werke, die immer Kontroversen auslösten, wurden mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Zur Zeit des "Pekinger Frühlings" zählte sie aber zu den "zornigen Frauen". Noch heute hat sie Druckverbot in China.
ErzählungHauptfiguren: ein junger, strebsamer Mann
Schauplatz, Hintergrund: China während und nach der
Kulturrevolution
Thema, Problem: wie eine junger Mann um Bildung kämpft
Inhalt: "Zeit kann man nicht mit Geld kaufen." Ein junger Mann,
der während der zehnjährigen "Kulturrevolution" nur
schlechte Schulbildung bekam, darf nicht studieren. Er nimmt
Armut in Kauf, um sich selbst zu bilden.
Zhang Kangkang, geb. 1950, stammt aus einer Intellektuellenfamilie und ist seit 1979 freie Schriftstellerin. Sie widmet sich in ihren Werken den Problemen der chinesischen Jugend von heute.