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Biblioteca Culture del Mondo: Letteratura del mondo a lezioneInitiative Minderheiten: Literatur der Welt im Unterricht

Literatur der Welt im Unterricht / Letteratura del mondo a lezione

ARABISCHE WELT: 20 Texte

PALÄSTINA
Abdel-Qadir, Ghazi
Die sprechenden Steine
Weinheim und Basel: Beltz & Gelberg, 1992. 152 Seiten. ATS 168.
Sprache des Originals: Deutsch.

Hauptfiguren: der elfjährige Kamal
Schauplatz, Hintergrund: ein von Israel besetztes Dorf in der Westbank
Thema, Problem: Alltag in einem Kriegsgebiet, Unrecht im Krieg
Inhalt: Der elfjährige Palästinenser Kamal erzählt vom Alltag in einem von Israel besetzten Dorf in der Westbank, von seiner Familie und von seiner Erfahrung mit dem Krieg.

Ghazi ABDEL-QUADIR, geboren 1948 in Palästina, musste als 16-jährige Junge die Schule abbrechen, um in Kuwait als Hotelboy, Bauchladenverkäufer und Kellner zu arbeiten. Später holte er das Abitur nach und studierte u.a. Germanistik, Anglistik, Evangelische Theologie und Islamwissenschaft in Bonn und Siegen, wo er auch Lehrbeauftragter war. Seit 1988 lebt er als freier Schriftsteller bei Siegen.


PALÄSTINA
Abdel-Qadir, Ghazi
Sulaiman
Weinheim und Basel: Beltz & Gelberg, 1995. 128 Seiten. ATS 161.
Sprache des Originals: Deutsch.

Hauptfiguren: Sulaiman, ein palästinensischer Bub
Schauplatz, Hintergrund: Palästina in den 30er Jahren, als das Land noch unter britischer Herrschaft stand.
Thema, Problem: Kindheit in einem palästinensischen Dorf
Inhalt: Sulaiman erzählt von seinem Leben in dem kleinen palästinensischen Dorf Tarkhun, wo der Alltag noch ganz der Tradition verhaftet ist. Er erzählt auch von kleinen Abenteuern und der großen Freundschaft mit seinem listigen Großvater. Es ist ein Buch voller Wärme und Humor, das auch von Sitten, Gebräuchen, Gesetzen und der Religion einer uns fremden Kultur berichtet.

Ghazi ABDEL-QUADIR, geboren 1948 in Palästina, musste als 16-jähriger Junge die Schule abbrechen, um in Kuwait als Hotelboy, Bauchladenverkäufer und Kellner zu arbeiten. Später holte er das Abitur nach und studierte u.a. Germanistik, Anglistik, Evangelische Theologie und Islamwissenschaft in Bonn und Siegen, wo er auch Lehrbeauftragter war. Seit 1988 lebt er als freier Schriftsteller bei Siegen.


PALÄSTINA
Abdel-Qadir, Ghazi
Schamsi und Ali Baba
Zürich: Nagel & Kimche, 1995. 62 Seiten. ATS 114.
Sprache des Originals: Deutsch.

Hauptfiguren: Schamsi
Schauplatz, Hintergrund: Palästina
Thema, Problem: Kindheit und Abenteuer in einer palästinensischen Kleinstadt
Inhalt: Schamsi besucht zum ersten Mal mit der Mutter die Stadt. Er nimmt seinen Hahn Ali Baba mit. Aber der Hahn läuft ihm davon und richtet auf dem Markt Schaden an. Die Geschädigten wollen den Hahn töten. Schamsi kann jedoch mit Hilfe der alten Marktrichterin Ali Baba retten.

Ghazi Abdel-Qadir, geboren 1948 in Palästina, mußte als 16-jähriger Junge die Schule abbrechen, um in Kuwait als Hotelboy, Bauchladenverkäufer und Kellner zu arbeiten. Später holte er das Abitur nach und studierte u.a. Germanistik, Anglistik, Evangelische Theologie und Islamwissenschaft in Bonn und Siegen, wo er auch Lehrbeauftragter war. Seit 1988 lebt er als freier Schriftsteller bei Siegen.


PALÄSTINA
Abdel-Qadir, Ghazi
Der Wasserträger
Wien: Jugend & Volk. Edition Wien, 1994. 85 Seiten. ATS 115.

Hauptfiguren: der Wasserträger Abu Ali und seine Familie
Schauplatz, Hintergrund: eine kleine Stadt in der arabischen Welt
Thema, Problem: Es führt zu nichts, wenn man es jedem recht machen will.
Inhalt: Der Wasserträger Abu Ali ist zufrieden mit seinem Beruf, seine Familie aber nicht. Seine Frau, Kinder und Schwiegereltern wollen, daß er einen imponierenderen Beruf ausübt. Um es ihnen recht zu machen, wird Abu Ali Tischler, Tomatenverkäufer, Milchmann, Schneider und Eierverkäufer. Bei jedem neuen Beruf hat er nur Pech. Nachdem er seine Familie zur Einsicht gebracht hat, daß es zu nichts führt, wenn man es jedem recht machen will, darf er seinen alten Beruf wieder aufnehmen.

Ghazi Abdel-Qadir, geboren 1948 in Palästina, mußte als 16-jähriger Junge die Schule abbrechen, um in Kuwait als Hotelboy, Bauchladenverkäufer und Kellner zu arbeiten. Später holte er das Abitur nach und studierte u.a. Germanistik, Anglistik, Evangelische Theologie und Islamwissenschaft in Bonn und Siegen, wo er auch Lehrbeauftragter war. Seit 1988 lebt er als freier Schriftsteller bei Siegen.


PALÄSTINA
Abdel-Qadir, Ghazi
Mister Petersilie
Aarau: Sauerländer, 1997. 141 Seiten. ATS 181.

Hauptfiguren: der Junge Habib (besser bekannt unter dem Namen "Mister Petersilie")
Schauplatz, Hintergrund: Flüchtlingslager in Palästina
Thema, Problem: Freundschaft unter Kindern
Inhalt: Als sich Habibs Mutter das Bein gebrochen hat und drei Wochen zu Hause bleiben muß, springt er für sie ein und verkauft Petersilie. Da er keinen Erlaubnisschein besitzt, beschlagnahmen die Ordnungshüter seine Ware. Die armen Kinder im Flüchtlingslager halten zusammen und helfen Habib unermüdlich.

Ghazi Abdel-Qadir, geboren 1948 in Palästina, mußte als 16-jähriger Junge die Schule abbrechen, um in Kuwait als Hotelboy, Bauchladenverkäufer und Kellner zu arbeiten. Später holte er das Abitur nach und studierte u.a. Germanistik, Anglistik, Evangelische Theologie und Islamwissenschaft in Bonn und Siegen, wo er auch Lehrbeauftragter war. Seit 1988 lebt er als freier Schriftsteller bei Siegen.


ÄGYPTEN
al-Hakim, Taufiq
Staatsanwalt unter Fellachen
Zürich: Unionsverlag, 1982. 155 Seiten. ATS 131.
Sprache des Originals: Arabisch.

Hauptfiguren: der Staatsanwalt
Schauplatz, Hintergrund: eine Kleinstadt in Ägypten
Thema, Problem: die Hilflosigkeit eines humanen Gesetzeshüters
Inhalt: Der Autor erzählt von einem ungelösten Kriminalfall aus dem Nildelta. Er entwirft das Leben in einer Kleinstadt. Honoratioren, Exzellenzen, Rationalisten, Mystiker, Opportunisten und Vagabunden treten auf. Am Fuß der sozialen Pyramide stehen die Fellachen, ausgebeutet und unterdrückt wie seit Jahrtausenden. Dazwischen der Staatsanwalt, hin- und hergerissen zwischen seiner Einsicht und dem Zwang der Bürokratie, die ihren eigenen Gesetzen folgt.

Taufiq al-Hakim, um 1898 in Alexandria/Ägypten geboren, gilt als einer der bedeutendsten Autoren und Erneuerer der arabischen Literatur. Nach 1939 war er neben seiner Arbeit als Schriftsteller auch im Bildungs- und Kulturwesen aktiv, zuletzt als Vertreter Ägyptens bei der UNESCO.


KUWAIT
Al-Osman, Laila
Aus der Akte einer Frau
in: Suleiman Taufiq: Arabische Erzählungen.
München: dtv, 1991. Seite 189 - 191.

Hauptfiguren: Ich-Erzählerin (junge Araberin)
Schauplatz, Hintergrund: Gerichtssaal
Thema, Problem: Frauenrolle, Gehorsamspflicht gegenüber dem Ehemann und dem Vater
Inhalt: Sie wurde gegen ihren Willen verheiratet. Ihr Gemahl ist alt, ekelhaft und unersättlich. Jede Nacht hört sie in ihr Schlafzimmer das benachbarte Ehepaar, das offensichtlich glücklich miteinander lebt. Eines Nachts hält sie es nicht mehr aus...

Laila Al-Osman wurde 1943 in Kuweit geboren. Seit 1965 veröffentlicht sie Erzählungen und Romane, in denen sie vor allem die Situation der Frauen im Islam schildert.


BEDUINEN
Alafenisch, Salim
Der Weihrauchhändler
: Der Weihrauchhändler..
Zürich: Unionsverlag, 1991. 139 Seiten. ATS 108.
Sprache des Originals: Deutsch.

Schauplatz, Hintergrund: arabische Wüste
Thema, Problem: Liebe, Alltagsleben und Kultur der Beduinen
Inhalt: Der Autor erzählt in diesen fünf Erzählungen Liebesgeschichten von Paaren seines Stammes. Da sind Salem und Soraya, die sich in einander verlieben und sich heimlich am Brunnen treffen. Nach der Ernte kommen der Abschied und die lange Zeit der Trennung. Um seine Geliebte zu finden, zieht Salem als Weihrauchhändler von Stamm zu Stamm. Die Geschichte von Tariq und Wadha und dem gestohlenen Kamel oder die von Zaid und Leila eröffnen ein anderes Universum von Schicksalen und Stimmungen. Sie schildern jedoch alle eine faszinierende Welt der Beduinen mit ihrer Kultur und ihren Weisheiten.

Salim Alafenisch wurde 1948 als Sohn eines Beduinenscheichs in der Negev-Wüste geboren. Als Kind hütete er die Kamelherde seines Vaters, mit vierzehn Jahren lernte er lesen und schreiben. 1971 legte er in Nazareth das Abitur ab. Nach einem einjährigen Aufenthalt in London am Princeton College studierte er in Heidelberg Ethnologie, Soziologie und Psychologie. 1988 erschien sein erstes Buch. Es folgten weitere 5 Erzählungen. Er lebt als Schriftsteller in Heidelberg.


PALÄSTINA, SINAI
Alafenisch, Salim
Das versteinerte Zelt
Zürich: Unionsverlag, 1993. 114 Seiten. ATS 175.

Hauptfiguren: Musa, der Musiker
Schauplatz, Hintergrund: Wüste Negev, Bemühungen um die Ansiedlung der Beduinen
Thema, Problem: das Fertigwerden mit dem Neuen
Inhalt: Musa, aufgewachsen in der Zeit der Zelte, ist in Ehren ergraut. Er möchte sich zur Ruhe setzen. Aber sein Stamm hat beschlossen, die Zeit der Zelte zu beenden und dafür die Zeit der Steine beginnen zu lassen. Musa fühlt sich in dem neuen Steinhaus nicht wohl. Er hat keine Träume mehr. Vielleicht können die Träume nicht zwischen den Steinen durchschlüpfen, rätselt er. Vielleicht frisst aber auch das Haus die Träume, so wie es alles andere frisst: die Silbermünzen, die Goldmünzen, die Ziegen... Als die Gläubiger keine Ruhe mehr geben, macht sich Musa auf, den Familienschatz zu suchen.

Salim ALAFENISCH wurde 1948 als Sohn eines Beduinenscheichs in der Negev-Wüste geboren. Als Kind hütete er die Kamelherde seines Vaters, mit vierzehn Jahren lernte er lesen und schreiben. 1971 legte er in Nazareth das Abitur ab. Nach einem einjährigen Aufenthalt in London am Princeton College studierte er in Heidelberg Ethnologie, Soziologie und Psychologie. 1988 erschien sein erstes Buch. Es folgten 5 weitere Erzählungen. Er lebt als Schriftsteller in Heidelberg.


PALÄSTINA, SINAI
Alafenisch, Salim
Die acht Frauen des Großvaters
Zürich: Unionsverlag, 1989. 174 Seiten. ATS 123.

Hauptfiguren: der Großvater, die verschiedenen Frauen
Schauplatz, Hintergrund: Wüste Negev
Thema, Problem: traditionelle Frauen- und Männerrolle bei den Beduinen, Mehr-Frauen-Ehe
Inhalt: Die Mutter des Ich-Erzählers erzählt während acht Nächten die Geschichte, auf welch abenteuerliche Weise der Großvater seine acht Frauen gefunden, für sich gewonnen und geheiratet hat.

Salim ALAFENISCH wurde 1948 als Sohn eines Beduinenscheichs in der Negev-Wüste geboren. Als Kind hütete er die Kamelherde seines Vaters, mit vierzehn Jahren lernte er lesen und schreiben. 1971 legte er in Nazareth das Abitur ab. Nach einem einjährigen Aufenthalt in London am Princeton College studierte er in Heidelberg Ethnologie, Soziologie und Psychologie. 1988 erschien sein erstes Buch. Es folgten 5 weitere Erzählungen. Er lebt als Schriftsteller in Heidelberg.


BEDUINEN
Alafenisch, Salim
Azizas Lieblingshuhn
Ravensburg: Ravensburger Verlag, 1997. 28 Seiten. ATS 190.

Hauptfiguren: das Mädchen Aziza, ihr Huhn, die alte Schlange
Schauplatz, Hintergrund: eine arabische Wüste
Thema, Problem: Das Miteinander macht das Leben erst richtig schön.
Inhalt: Das Mädchen Aziza liebt ihr weißes Huhn über alles. Als es keine Eier mehr legen kann, will ihr Vater es schlachten lassen. Um ihr Huhn zu retten, läßt Aziza es Eier anderer Hühner brüten. Eine alte Schlange beneidet das Huhn um das Gelege. Während beide Tiere miteinander streiten, wer die Eier brüten soll, kommt ein hungriger Fuchs ins Zeltlager. Es gelingt der Schlange, den Fuchs wegzujagen. Seitdem darf die Schlange nachts die Eier bebrüten, während das Huhn am Tag auf ihnen hockt.

Salim Alafenisch wurde 1948 als Sohn eines Beduinenscheichs in der Negev-Wüste geboren. Als Kind hütete er die Kamelherde seines Vaters, mit vierzehn Jahren lernte er lesen und schreiben. 1971 legte er in Nazareth das Abitur ab. Nach einem einjährigen Aufenthalt in London am Princeton College studierte er in Heidelberg Ethnologie, Soziologie und Psychologie. 1988 erschien sein erstes Buch. Es folgten weitere 5 Erzählungen. Alafenisch lebt als Schriftsteller in Heidelberg.


BEDUINEN
Alafenisch, Salim
Amira, Prinzessin der Wüste
Ravensburg: Ravensburger Buchverlag, 1994. 144 Seiten. ATS 204.
Sprache des Originals: Deutsch.

Hauptfiguren: Amira
Schauplatz, Hintergrund: arabische Wüste
Thema, Problem: Alltag und Kultur der Beduinen
Inhalt: Das Mädchen Amira aus dem Stamm der Banu-Asad, dem Stamm der Löwen, ist "schön wie eine Prinzessin". Vierzig junge Männer möchten es heiraten. Amira schaut sich ihre Bewerber genau an, entdeckt bei den meisten immer etwas, was ihr nicht gefällt, bis nur noch drei übrig sind. Zwischen diesen Männern kann sie sich nicht entscheiden. Da gibt ihr die Großmutter den Rat: Kamele, Silber- und Goldmünzen sind vergänglich. Wähle den, der die schönste Geschichte erzählt. In dieser Erzählung wird ein buntes Bild der Beduinen und ihrer Stammeskultur vermittelt.

Salim ALAFENISCH wurde 1948 als Sohn eines Beduinenscheichs in der Negev-Wüste geboren. Als Kind hütete er die Kamelherde seines Vaters, mit vierzehn Jahren lernte er lesen und schreiben. 1971 legte er in Nazareth das Abitur ab. Nach einem einjährigen Aufenthalt in London am Princeton College studierte er in Heidelberg Ethnologie, Soziologie und Psychologie. 1988 erschien sein erstes Buch. Es folgten weitere fünf Erzählungen. Er lebt als Schriftsteller in Heidelberg.


PALÄSTINA
Khalifa, Sahar
Die Sonnenblume
Zürich: Unionsverlag, 1986. 433 Seiten. ATS 137.

Hauptfiguren: Sadija, alleinstehende Mutter
Schauplatz, Hintergrund: Westjordanland, Nablus und Tel Aviv
Thema, Problem: die Rolle der Frauen im Kampf der Palästinenser um ihren Staat, der manchmal sinnlose Kampf Einzelner um ein Stück Glück
Inhalt: Mühsam kämpft sich Sadija durch das Leben, seit Sohdi, ihr Mann, umgekommen ist. Jeden Groschen, den sie verdient, spart sie, um sich und ihren Kindern ihren Traum zu erfüllen: ein kleines Grundstück hoch auf den Hügeln über Nablus für einen Garten mit Bäumen und Beeten, in dem vielleicht noch Platz ist für ein kleines Haus...

Sahar Khalifa wurde 1941 in Nablus als Tochter eines Schulinspektors geboren. Fügte sich in die traditionelle Frauenrolle als Tochter, später als Ehefrau. Verließ 1972 ihren Mann und ihre Heimat, studierte, arbeitete als Dozentin in den USA und später wieder in Nablus. Leitet heute ein Frauenzentrum in Nablus.


ÄGYPTEN
Machfus, Nagib
Der Dieb und die Hunde
Zürich: Unionsverlag, 1993. 151 Seiten. ATS 104.
Sprache des Originals: Arabisch.

Hauptfiguren: der Dieb Said
Schauplatz, Hintergrund: Kairo
Thema, Problem: Die Gesellschaft selbst begünstigt Kriminalität.
Inhalt: Als Said Muhran aus dem Gefängnis kommt, hat er vier Jahre seines Lebens verloren. Seine Frau lebt zusammen mit ihrem Liebhaber, seine Tochter erkennt ihn nicht mehr, sein Freund Raouf will von ihm nichts mehr wissen. Said Muhran sinnt auf Rache. Der Roman weist darauf hin, daß eine selbstzufriedene Gesellschaft Unrecht begünstigt.

Nagib Machfus, 1911 in Kairo als Sohn eines Beamten geboren, erhielt 1988 den Nobelpreis für Literatur. Er studierte Philosophie, war danach in der Universitätsverwaltung und von 1939-71 als Beamter im Staatsdienst tätig. Seit 1938 schreibt er Erzählungen, Romane, Drehbücher und Theaterstücke.


VERSCHIEDENE LÄNDER
Merkel, Johannes (Hrsg)
Das Mädchen als König
Zürich: Unionsverlag, 1994. 143 Seiten. ATS 112.

Hauptfiguren: verschiedene Frauen
Schauplatz, Hintergrund: verschiedene Schauplätze in der arabischen Welt
Inhalt: In diesen 15 arabischen Märchen beweisen Frauen Mut und gewinnen auf einfallsreiche Weise Macht über Männer. Eine Frau wählt selbst ihren Mann. Eine andere Heldin reist in Männerkleidern durch die Lande, um ihren Geliebten aus der Not zu retten. Dabei lernt man die andere Seite der Frau im Orient kennen.

Johannes Merkel, geboren 1942, studierte Germanistik. Er ist Spezialist für mündlich überlieferte Literatur und ein Kenner von Märchen aus dem Orient. Heute lehrt er an der Universität in Bremen.


ÄGYPTEN
Sadat, Jehan
Ich bin eine Frau aus Ägypten
Bern: Scherz Verlag, 1997. 381 Seiten. ATS 183.
Sprache des Originals: Englisch.

Hauptfiguren: die Autorin und ihre Familie
Schauplatz, Hintergrund: verschiedene Schauplätze in aller Welt, vor allem Ägypten
Thema, Problem: das Leben einer First Lady des modernen Ägypten
Inhalt: Diese lesenswerte Autobiographie erzählt von der Kindheit der Autorin, ihrer ersten Begegnung mit Anwar el-Sadat, ihrer Ehe und Familie, den Kämpfen ihres Mannes für die Heimat und den Frieden in der arabischen Welt.

Jehan Sadat, geboren 1932 in Ägypten, heiratete den 16 Jahre älteren Anwar el-Sadat und wurde die First Lady des modernen Ägypten. Durch ihre Intelligenz, Menschlichkeit und Einsatzbereitschaft wurde sie international bewundert. Nach dem Tod ihres Mannes hält sie Vorlesungen in den USA über die Stellung der Frauen in Entwicklungsländern. Sie lebt abwechselnd in Giseh und Virginia.


LIBANON
Samman, Ghada
Alptraum in Beirut
München: dtv, 1992. 291 Seiten. ATS 263.

Hauptfiguren: Ich-Erzählerin
Schauplatz, Hintergrund: Beirut
Thema, Problem: Belagerungszustand während des Bürgerkriegs
Inhalt: In 170 Alpträumen und einem Traum schildert die Autorin, wie sie die Tage vom Ausbruch des Bürgerkriegs an bis zu ihrer Flucht aus ihrer verdunkelten Wohnung verbracht hat: ohne Nahrung, in ständiger Todesangst, ohne Nachricht von den Angehörigen...

Ghadda Samman wurde 1942 als Tochter eines Universitätsprofessors und syrischen Kultusministers geboren. Sie wuchs in einer konservativ sunnitischen Familie wohlbehütet auf. 1962 erschien ihre erste Kurzgeschichtensammlung. 1966 beendete sie ihr Studium in Beirut. 1967 - 1969 Studien u.a. in London. Daraufhin Autorin, Journalistin für Presse und Rundfunk, Übersetzerin und Dozentin in Damaskus. 1977 gründete sie einen eigenen Verlag in Beirut.


SYRIEN
Schami, Rafik
Eine Hand voller Sterne
Weinheim, Basel: Beltz & Gelberg, 1995. 198 Seiten. ATS 93.
Sprache des Originals: Deutsch.

Hauptfiguren: Ich-Erzähler (Bäckerjunge)
Schauplatz, Hintergrund: Damaskus
Thema, Problem: Alltagsleben, Liebe, Verfolgung, Angst
Inhalt: Über mehrere Jahre hinweg führt ein Bäckerjunge in Damaskus, wo Menschen vieler Nationalitäten leben, ein Tagebuch. Mit Humor und Poesie berichtet er von seinem Freund, dem alten Kutscher Salim, von Nadia und seiner Liebe zu ihr, von seinem Kumpel Habib und dessen journalistischer Tätigkeit, von der Schule und vom Bazar. Er schreibt auch über Armut, Angst, Ungerechtigkeit und politische Verfolgung, die in der Stadt allgegenwärtig sind. Seine Figuren sind lebendig, ihre Schicksale berührend, obwohl - oder eben weil - der Autor sie nur knapp schildert. Für diesen Roman erhielt Schami mehrere internationale Buchpreise.

Rafik Schami, geboren 1946 in Damaskus. Von 1966 bis 1969 Herausgeber und Mitautor einer Wandzeitung im alten Viertel der Stadt. Seit 1965 schreibt er neue Märchen. 1971 übersiedelte er nach Deutschland. Studium der Chemie, Promotion, Arbeit in der Industrie. Seit 1982 ist er freier Schriftsteller und lebt in Kirchheimbolanden. Er ist Mitbegründer der Literaturgruppe "Südwind. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.


SYRIEN
Schami, Rafik
Der Wunderkasten
Weinheim und Basel: Beltz & Gelberg, 1990. 48 Seiten. ATS 184.
Sprache des Originals: Deutsch.

Schauplatz, Hintergrund: das alte und das moderne Damaskus
Thema, Problem: Menschennatur und Alltag in Damaskus werden geschildert.
Inhalt: Ein alter Mann wandert mit einem großen Kasten auf dem Rücken durch Damaskus. Die Kinder sitzen auf einer kleinen Bank und sehen durch zwei Gucklöcher die Bilder im Wunderkasten. Der alte Mann erzählt ihnen die Geschichte vom mutigen Sami, der auf einem Löwen reitet. Im Laufe der Zeit verblassen die Bilder, und der alte Mann ersetzt sie durch neue. Auch die Geschichten, die er erzählt, ändern sich. Mit wunderschönen Illustrationen.

Rafik SCHAMI, geboren 1946 in Damaskus. Von 1966 bis 1969 Herausgeber und Mitautor einer Wandzeitung im alten Viertel der Stadt. Seit 1965 schreibt er neue Märchen. 1971 Übersiedlung nach Deutschland. Studium der Chemie, Promotion, Arbeit in der Industrie. Seit 1982 ist er freier Schriftsteller und lebt in Kirchheimbolanden. Er ist Mitbegründer der Literaturgruppe Südwind". Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.


LIBANON
Taufik, Jussuf Awwad
Tamima.
Zürich: Unionsverlag, 1984. 287 Seiten.

Hauptfiguren: Tamima, Studentin aus armer schiitischer Familie
Schauplatz, Hintergrund: Beirut vor dem Bürgerkrieg
Thema, Problem: Konflikt um die traditionelle muslimische Frauenrolle, die unüberbrückbare Distanz zwischen den verschiedenen Religionen
Inhalt: Gegen den Willen ihres Bruders zieht Tamima nach Beirut, um zu studieren. Sie verliebt sich in Hani, einen Christen. Doch für dieses Paar scheint es keine Zukunft zu geben.

Taufik wurde 1911 im christlichen Dorf Bahrsaf geboren. Studium in Beirut und Damaskus. In den Jahren vor dem zweiten Weltkrieg als Journalist tätig, damals auch erste literarische Arbeiten. 1940 Haftstrafe wegen seines Eintretens für die Unabhängigkeit des Libanons. Nach der Unabhängigkeit bis 1957 Diplomat.


Letzte Aktualisierung: 21.8.2003 | URL: www.bibmondo.it/att/percorsi/im-arab.html | XHTML 1.0 / CSS | WEBdesign, Info: M. di Vieste
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