|
HOME | Libri - Bücher | Video & ... | >> Attività -
Aktivität | Bookmark |
| Culture del Mondo
/ Kulturen der Welt: Letteratura del mondo / Literatur der Welt. Diritti umani e dei popoli / Menschen- und Völkerrechte. Politica dello sviluppo e di pace / Entwicklungs- und Friedenspolitik. Questioni Nord-Sud / Nord-Süd Fragen. |
Den Geburtsort kann sich keiner
aussuchen.
Überall ehrenhaft leben zu können ist ein
recht.
Wenn Kinder ihre Kindheit nicht ausleben können, so ist
das ein Verbrechen.
Die Kinder schauen hoch und lachen dir zu, sie weinen und sie
spielen.
Viele Kinder aber lachen nicht, weinen nicht, spielen
nicht.
Sie sterben während die Erwachsenen ihnen nicht antworten
können auf die Frage: "Warum bin ich geboren?"
WEIL ICH EIN KIND BIN
Schau mir in die
Augen Präsident des Internationalen Währungsfonds,
schau mir in die Augen Multi-Manager, schau mir in die Augen
Politiker des Westens, des Ostens, des Südens und des
Norden, schaut mir in die Augen Anführer aller weltlichen
Kirchen; auch du, Wohnzimmer-Revolutionär, der du mit vollem
Bauch über das traurige Los der Anderen schreibst,
darüber wie es doch schön sein könnte, aber nicht
ist, über die Notwendigkeit des Pragmatismus, und über
diese Welt, "die bestmögliche".
Schau mir gut in die Augen, denn bald werde ich es nicht mehr
schaffen, deinem Blick Stand zu halten. Ich laufe, seitdem ich
gelernt habe zu gehen; ich grabe, seitdem ich gelernt habe die
Hände zu verwenden; ich denke, seitdem mein Hirn angefangen
hat, die Mauer, die mich überall aufhält, zu verstehen.
Und das alles habe ich fast immer gelernt, um essen zu
können.
Die wenige Male, die ich es geschafft habe. Wisst ihr, was Hunger
ist, ihr, die ihr jede Minute esst, und immer mehr produziert,
denn "man weiss ja nie", weil ihr von der Idee, nichts zum Essen
zu haben, terrorisiert seid. Ihr habt den Hunger nur probiert,
als ihr geboren wurdet. Eine ferne Erinnerung, die euch Angst
macht. Jene Momente, in denen euer verzweifeltes Weinen die
dringende und unaufschiebbare Notwendigkeit des Essens
ankündigte. Schaut mir gut in die Augen, tut nicht so, als
ob ihr nicht verstehen würdet. Mich hat dieses verzweifelte
Weinen, dieses richtige Weinen nie verlassen. Nur jetzt,
vielleicht, werdeich nicht mehr weinen müssen. Wenn jemand
versucht, das "warum" unseres langsamen Todes zu erklären,
lässt ihr ihn in der Dunkelheit eures Gewissens reden,
vielleicht gebt ihr ihm sogar einen Preis, wenn er dann nur
für immer schweigt. Wenn jemand versuchen will, eine
Lösung für diese "warum", für diese systematischen
Todesurteile zu finden, scheucht ihr ihn weg, wie eine
lästige Fliege. Ihr redet von Frieden, aber keiner von euch
würde je auf das Geld der Waffen verzichten; ihr redet von
dieser ungleichen Welt, und tut alles, damit sie auch weiterhin
so bleibt.
Ich bin jetzt wirklich am Ende, aber ihr schafft es nicht, den
Kopf zu heben, um hinunterzuschauen, mir in die Augen zu schauen.
Hierher müsst ihr schauen, wo ihr noch nie genau hingeschaut
habt; ihr müsst uns Kinder anschauen.
Ihr habt uns unsere Kindheit gestohlen und redet dabei von
Demokratie. Ihr sagt: "Früher war es schlimmer". Vielleicht,
aber damals war es sicher weniger zynisch. Niemand stieg aus
einem Flugzeug, um uns zu sagen "Wir werden euch helfen", und
dann nur die Stille des Vergessens, die die Lügen
deckt.
Ihr habt eure Türe hinter euch geschlossen, und unser Leben
vergessen. Ihr glaubt, dass man nur "wirklich ist", wenn man die
eigene Kindheit vergisst. Ganz ohne Sehnsucht danach. Ihr seit
"erwachsen", denkt an die Zukunft, schöner und stärker
als je zuvor, bereit für neue Herausforderungen. Es
genügt ein "Klick", und die Geschichte, das Gedächtnis
verschwinden. Genau aus diesem Grund wiederhole ich immer wieder,
ihr sollt mir in die Augen schauen, denn ich bin eure Geschichte,
die wahre Geschichte, und ich bin deshalb auch euer Versagen. Ich
gehe ohne Hoffnung, obwohl ich, ein Kind, eigentlich die Essenz
der Hoffnung sein sollte, und ich bin zu klein, um glauben zu
können, dass jemand nach mir, diese falsche Welt ändern
könnte. Weil ich ein Kind bin und ich wollte nur ein
bisschen leben bevor ich sterben muß.
Es ist schwierig, die
Zahl der Strassenkinder in der Welt zu schätzen: man spricht
von 100-150 Millionen, aber es könnten auch viel mehr sein.
Einige arbeiten nur auf der Strasse, und kehren abends heim;
viele aber haben keinerlei Bindung mehr zu ihrer Familie, vor der
sie geflüchtet sind, oder von der sie verlassen wurden, oder
weil sie Waisen sind. Auf der Strasse sind die Kinder Gewalt und
Ausbeutung ausgesetzt. Kinder, die nur 5-6 Jahre alt sind,
arbeiten oder betteln, stehlen oder prostituieren sich um zu
überleben, sie "schnüffeln" Klebstoff, um den Hunger
und die Angst nicht zu spüren. Die Umstände, in denen
Strassenkinder leben sind von Stadt zu Stadt unterschiedlich: man
denke nur an die kalten Winter in Osteuropa, wo das
Überleben auch von einem Paltz für die Nacht
abhängt.
LATEINAMERIKA
von Maria Lidia Mota Cunha - Verein der brasilianischen Frauen
in Italien
In den lateinamerikanischen Ländern gibt es ungefähr 30 Millionen Kinder, die arbeiten, um die eigene Familiezu unterstützen, und ca. 15 Millionen Kinder leben mehr oder weniger stabil auf der Strasse. Aus diesem Grund denkt man immer sofort an Lateinamerika, wenn von Strassenkindern die Rede ist, und vor allem denkt man an Brasilien, wo der Grossteil der Strassenkinder ganz Lateinamerikas lebt. In Brasilien leben ausserdem zwei Fünftel der Strassenkinder der ganzen Welt. Fehlende Sozialpolitik, ungleiche Verteilung der Einkommen und grosse Armut machen das Leben der 187 Millionen Kinder und Jugendliche des Kontinents äusserst schwer.
Was wir einfach Armut nennen, ist in Wirklichkiet eine
einheitliche Erscheinung, die psycho-soziale, kulturelle und
wirtschafltiche Faktoren in sich birgt. Ungefähr 40% der
lateinamerikanischen Bevölkerung ist heute arm. Armut
bedeutet konkret ein niedriges Einkommen, Hunger und schlechte
Ernährung, ungesundes Leben, keineMöglichkeit, wichtige
Bedürfnisse, wie Wohnung, sanitäre Einrichtungen,
Schule und Erziehung, Transportmöglichkeiten und Freizeit zu
befriedigen. Gesundheit, Erziehung und eine gesunde Umgebung sind
für die menschliche Entwicklung äusserst wichtig, und
diese Bedingungen müssten allen Menschen, unabhängig
vom Einkommen, gesichert sein.
Um etwas verdienen zu können, um den eigenen Kinder etwas zu
essen geben zu können, haben die Eltern keine Wahl: die
Kinder zu Hause einsperren oder sie schon als Kleinkinder zur
Arbeit zwingen. Eine andere Lösung wäre, sie auf der
Strasse zu verlassen, und sie einem Schicksal zu überlassen,
das meist nur Gewalt, Ausnützung und Erniedrigung mit sich
bringt. Opfer der Armut, von der Familie und der Gesellschaft
allgemein verlasse, ziehen diese Kinder durch die Strassen, auf
der Suche nach etwas Solidarität und einer Möglichkeit,
die es ihnen erlaubt, zu überleben: sie versuchen ganz
einfach, so lang wie möglich, wer weiss wie lange, zu
überleben. Durch die Strassen streifende Kinder sind eine
unscheinbare Anwesenheit, die aber Fußgänger und
Händler unwohl fühlen lässt, und für die
Polizie, die normalerweise äußerst reppressiv und
gewaltsam, lästig ist.
Strassenkinder mißtrauen immer allen und allem, und der
Großteil von ihnen verstößt gegen kein Gesetz:
sie versuchen ganz einfach, zu überleben, sie betteln um
Geld und Nahrung, und werden dabei von der Gesellschaft, die ihr
freies Leben fürchtet und verachtet, verabscheut und
verstoßen. Ohne Schutz und Vorbild, sind sie ein leichtes
Opfer für Diebe und Kriminelle, die sie für
Diebstähle und Drogenverkauf verwenden und ausnutzen, bis
die Kinder mit der Zeit in größere kriminelle
Handlungen verwickelt werden. In dem Moment, in dem sie anfangen,
von organisierteren kriminellen Gruppen abhängig zu werden ,
haben die Kinder keine Wahl mehr: sie müßen "weiter
machen", sie müßen stehlen und auch schlimmere
Verbrechen begehen, und werden dabei oft von den Todesschwadronen
(durch die Strassen schweifende Banden von "normalen und braven"
Bürgern , Kaufleuten und Polizisten) umgebracht. Wenn die
Kinder versuchen wollen, die kriminelle Aktivität aufzugeben
und die Gruppe zu verlassen, werden sie von den Verbrechern
gesucht und verfolgt, und sind also wiederrum in Gefahr.
In dieser trostlosen Situation, hat die Kirche in den 70er Jahren
angefangen, den Kindern etwas assistenz anzubieten: Nahrung,
Kleidung und ein Platz zum Schlafen. Diese Initiative war zwar
wichtig, um den Kindern etwas Hoffnung zu geben, sie stellte aber
letztendlich keine Lösung dar, und die Kinder blieben
weiterhin auf der Strasse. Verschiedene Organisationen der
Gesellschaft haben daraufhin versucht, weitläufige Projekte
zu entwickeln, in denen die Kinder die Möglichkeit haben,
ein Projekt für ihr Leben auszuarbeiten und zu
entwickeln.
AFRIKA
von Adriana Cancelliere
AIDS, Konflikte,
Armut: das sind die wichtigsten Gründe für die
wachsende Zahl der Strassenkinder im afrikanischen Kontinent.
Für so weitläufige und komplexe Gründe ist es
schwierig, angebrachte Lösungen zu finden.
Im Großteil der afrikanischen Länder ist die
Großfamilie jahrzehnte lang Schutz für die Kinder
gewesen. In Abwesenheit der Eltern wurden die Kinder den
älteren Mitgliedern der Gemeinschaft und den älteren
Frauen der Gruppe anvertraut, und somit automatisch von den
Gefahren von aussen beschützt. Vor allem auf dem Land
konnten die Kinder in relativ geschützten Situationen leben.
Aber die immer grösseren Notstände (Kriege, AIDS,
massive Migration in die Städte) des afrikanischen
Kontinents wirken sich mit explosiver Tragik auf die Kinder aus,
und die Zahl der Strassenkinder wächst mit einer nie vorher
gesehenen Schnelligkeit.
Die Zahl der Waisen ohne Schutz ist auch ständig im Wachsen:
in Rwanda, wo der Bürgerkrieg beinahe 100.000 Waisenkinder
hinterlassen hat, sind die Kinder und Jugendlichen, die auf den
Strassen der Hauptstadt Kigali arbeiten und leben bereits
Tausende. Die gleiche schreckliche Situation finden wir in Zaire,
Burundi, Angola. In Zambia, eines der Länder, das am Meisten
von der Verbreitung von AIDS betroffen ist, schätzt man,
dass es innerhalb Ende dieses Jahres 300.000 Strassenkinder geben
wird, die durch den Aids-Tot der Eltern ohne Familie bleiben
werden und so auf die Strasse kommen. Der Vertreter von UNICEF in
Zambia hat auf die Ernsthaftigkeit der Situation aufmerksam
gemacht, und daran erinnert, dass diese Kinder auf der Strasse
tausenden von Gefahren ausgesetzt sind: von Drogenkonsum bis zu
sexueller Gewalt.
ASIEN
von Patrizia Paternò
Die ansteigende Zahl der Strassenkinder im asiatischen
Kontinent ist auf die wachsende Urbanisierung, die
wirtschaftliche Krise und die Verschlechterung der sozialen
Zustände zurückzuführen. Die Suche nach neuen
Lebensperspektiven in den Industriestädten bringt für
Kinder besonders schwierige Lebendbedingungen mit sich. Asien ist
der am dichtesten besiedelte Kontinent, und obgleich die Probleme
der Urbanisierung nicht das gleiche Ausmaß wie in
Lateinamerika erreichen, so sprechen die Statistiken doch von
einer konstant wachsenden Zahl von Kindern, die in den
Städten in besonders schwierigen Verhältnissen leben.
Die Lebensbedingungen der Stadtkinder sind oftmals viel
schwieriger als die der Kinder, die in den weitabgelegenen
Landteilen aufwachsen. Die wirtschaftliche Entwicklung einiger
Länder Südost-Asiens hat im letzten Jahrzehnt eine
starke Migration vom Land zur Stadt bewirkt. Die asiatische
Börsenkrise von 1997 hat den wirtschaftlichen Boom zwar
gebremst, trotzdem verlassen die Menschen weiterhin das Land, in
der Hoffnung, Arbeit in den neuen Fabriken der
Industriestädte zu finden.
Der Verlust eines privilegierten
Handelspartners, wie es für einige asiatische Länder
die ex-Sowjetunion war, hat zwar einerseits eine Phase des
wirtschaftlichen Aufschwungs mitsichgebracht, andererseits sind
aber auch neue Probleme aufgetreten. Ein Beispiel dafür ist
Vietnam: mit der "doi moi"-Politik (wirtschaftliche Erneuerung)
ist das Land von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft
übergegangen, aber der Mangel an Infrastrukturen hat
für die Bevölkerung, die vom Land in die Stadt gezogen
ist, neues Elend bedeutet. In Vietnam zählt man
ungefähr 16.000 Strassenkinder. Die Zahl steigt
ständig, vor allem in Ho Chi Minh und in Hanoi. Bis 1990 gab
es keine genauen Daten über die Strassenkinder in diesem
Land, und so war es auch schwierig, die Risikosituationen
für die Kinder zu erkennen, und Maßnahmen zu
ergreifen. Heute verfügen wir über Daten und Studien,
die die Wirklichkeit besser widerspiegeln, und können so
wirkungsvoller eingreifen.
Im September 1999 hat der Kanzler einen nationalen Eingriffsplan
zum Schutz der Kinder, die in besonders schwierigen
Verhältnissen leben (sexuelle Ausbeutung, gefährliche
Arbeit, Leben auf der Straße), in Kraft gesetzt. Die
Gesetzgebung ist nur ein erster Schritt, dem besondere
Maßnahmen und konkrete Programme zur Vorsorge der Kinder
und ihrer Familien folgen müßen. UNICEF hat eine
Eingriffstrategie erarbeitet, die sich auf drei Punkte
konzentriert: Vorbeugung von Risikosituationen, Schutz von
Kindern, die bereits in schwierigen Situationen leben,
Wiedereingliederung in Familien und Gemeinschaften. Die
Zusammenarbeit mit anderen Vereinigungen und
Nicht-Regierungs-Organisationen ist äußerst wichtig.
Die dänische Agentur für Internationale Assistenz
(DANIDA) hat mit 400.000 US-Dollar ein Projekt von UNICEF
für Straßenkinder in Vietnam unterstützt.
Dieses Projekt baut auf die Mitarbeit der Straßenkinder
selbst auf: es ist wichtig, daß die Kinder die
Möglichkeit haben, ihre Meinungen, Gefühle,
Wünsche und Notwendigkeiten auszudrücken. Dank dieser
Mitarbeit der Kinder ist es einfacher, ein wirkungsvolles
Programm auszuarbeiten.
OSTEUROPA
von Elisabetta Porfiri
Die Erscheinung des Phänomens der Straßenkinder in den Osteuropäischen Ländern - nicht existierend vor dem Jahr 1989 - erklärt man sich mit der immer nieder werdenden Lebensqualität der Bevölkerung und mit der wachsenden Armut. Die UNICEF beteiligt sich direkt an Programmen für Kinderhilfe.
Für Jahrzehnte, war der Missbrau und di Gewalt
gegenüber Kindern im kommunistischen Osteuropa kein Thema.
Wie es in unserer Gesellschaft üblich ist, wird in der
Propaganda für die Regierung den Kindern ein idealisiertes
Bild vermittelt, man würde sie gut versorgen, ihnen helfen
und man gehe besonders auf ihre Bedürfnisse ein. Heute, zehn
Jahre nach dem Fall der Maür, wo sich für die Jugend
neue Möglichkeiten geöffnet haben müssten, sind
die Probleme enorm gewachsen und die demagogiche Idee, dass die
wirtschaftliche Veränderung dazu beigetragen hätte, hat
sich als reine Utopie heraugestellt. Nach kürtzlich
erschienen Studien, sind Kinder in ihrer Familie immer mehr Opfer
von Gewalt: 1996 wurden in der russischen Föderation 200
Kinder von ihren Eltern oder anderen Familinemitgliedern
getötet; 1998 wurden 15.000 Frauen von ihren Partnern ums
Leben gebracht und weitere 8.000 wurden von ihnen verlassen,
daraus folgten psychische und existenziale Probleme für Frau
und Kinder.
Andere Statistiken, die
das allgemein schlechte Befinden der Jungend in Osteuropa
bestätigen, weisen auf die zunehmende Suizidrate unter den
Jugendlichen auf: z. B. in der tschechischen Republik, ist die
Zahl der minderjährigen mit 14 Jahren , die Selbsstmord
begangen haben, von1990 bis 1994 um das vierfache gestiegen (von
1,66 auf 8,49 von 100.000 dieser Altersgruppe), während sich
die Zahl der begangenden Selbsstmorde der 15- bis 19jährigen
im selben Zeitabsschnitt verdoppelt hat. Die höchste
Suizidrate verglich man in Litaün und in russland, wo 50 von
100.00 Teenagern zwischen 15 und19 Jahren im Jahre 1994 sich
selbsst ums Leben brachten. Für Selbstmord sind vor allem
Jugendliche aus dem Waisenhaus bereit, ein weiterer Beweis, dass
die staatlichen Institutionen sich nicht genügend um ihre
Jungendlichen kümmert.
Die Probleme, die in der Vergangenheit immer versucht worden sind
in Struckturmängeln zu ersticken, haben sich vermehrt und es
kommt hinzu, dass Häuser gebaut werden müssten und die
immer größer werdende Armut verursacht durch den
Kapitalismus. Immer mehr Familien müssen in ihrer Not
verkaufen oder vermieten, dass man vermieten oder verkaufen kann
nur um sich ein bisschen Geld herauszuschlagen. Die Folge, viele
der sogenannten "Kinder der Postprivatisierung" sind gezwungen in
Bahnhofstazionen, verlassenen Gebäuden, veralterten
Unterschlüpfen mit oder ohne Familie zu wohnen, immer in der
Angst etwas könnte einstürtzen oder passieren. In den
meisten Fällen sind diese Unterbringungen ein Glück und
scheihnen ihr Schicksal zu werden und dies wird zum Wohnort.
Für Kinder fängt es so an, dass sie eine Zeit sicher
mehr oder weniger eine Sicherheit haben oder eine zeitweilige
Lösung, die aus Notbehelfen und Bettlerei gemacht ist.
Die Erscheinung des Phänomens der Strassenkinder in diesen
Ländern hängt praktisch von der ökonomischen und
sozialen Lage ab. Nur in Moskau sind weitere 60.000 Kinder ohne
Zuhause (1 Mill. in ganz Russland); in Budapest waren es zwischen
10.000 und 120.500, während es in Bukarest 5.000 sind. In
einigen Fällen wachsen die Kinder schon von Klein auf ohne
Zuhause auf, wenn die Waisenhäuser keine finanziellen Mittel
haben, können sie nicht aufgenommen werden.
Im größten Teil der Ex-Sozialstaaten sind die
Institute für Kinderhilfe so überfüllt, dass die
Eltern, verfolgt vom Bedürfnis ihren Kindern eine
vorübergehende Unterbringung zu besorgen, ihre Kinder dort
"parken", in der Meinung, dass sie ihre Kinder wieder abholen
können. Oft sind die Institutionen gezwungen die Kinder
zurückzuweisen, dann haben sie kein Zuhause. Die einzige
Alternative ist das Leben auf der Strasse. Das Leben auf der
Strasse in diesen Ländern ist sehr kalt, jede Nacht riskiert
man sein Leben. Um dieses schwierige Leben zu ertragen, in dem
Unsicherheit und Einsamkeit zur Tagesordnung gehören, retten
sich die street-children im Gebrauch von Drogen. Sie sind stark
wie die "adela"; das sind tödliche Klebsstoffe, die man zu
einem niederen Preis bekommt. Sie sind im Stande Momente der
Euforie auszulösen , die ihre Angst unterdrücken.
Es handelt sich um einen neuen Notfall. Trozt allem, dachte der
Staat an seine Kinder und richtete eine Form Familienhilfe ein,
es wurde eingeführt: Schulen mit einem Essen,
öffentliche kontrollierte Tariffe, kostenlose Krankenhilfe
und Erholungsgelegenheiten. Es wurde eine Art Sicherheitsnetz
gegründet, das zumindest für ein Minimum für die
Sicherheit der Familien und Kinder sorgen konnte und sie vor
Armut schützen. Jetzt wo die öffentlichen Hilfen
aufgelöst worden sind, kann der größte Teil der
Bevölkerung nicht das Geld für die teuren
Sanitätsdienste, Krankenpflegeund das Sicherheitsnetz
aufbringen, für viele ist es nicht mehr als ein Sprung in
das Leere.
Für den größten Teil der Kinder, die auf der
Flucht vor ihrer Familie sind, weil sie sie misshandeln oder sie
nicht im Stande sind sich um sie richtig zu kümmern, gibt es
wirklich wenig Möglichkeiten um eine Arbeit im Berich
Wirtschaft zu finden. Es ist fast wie eine Utopie. Jemand der ein
veralterte Ausbildung oder nicht genügend Berufserfahrung
gemacht hat, hat auf diesen Arbeitsmarkt keine Chance. Es gibt
weniger Angebote als im Osten. Viele dieser Arbeitslosen
gründen kleine Gangs durch denen sie mehr Chance haben yu
etwas Geld yu kommen. Das nennet man Mikrokriminalität.
Diese Gangsmitglieder sind zwischen 14 und 17 Jahren, manche sind
noch viel jünger. Die meisten sind Zigeuner oder
Verbindungen anderer etnischer Minderheiten, die einen schlechten
Ruf haben, während ca. 3/4 von den Gangsmitgliedern aus von
staatlichen Institutionen kommen. In vielen Ländern,
vorallem in Bulgarien und Rumänien, sind die
institutionalisierten Kinder sehr zahlreich, man befürchtet,
dass die Strassenkinder viel mehr sind, als man glaubt.
Bereits die Kinder die eine geregelte Famigie haben, sind dem
Risiko ausgesetzt auf den falschen Weg zu gelangen. Die Kinder
sind alleingelassen von ihrern Eltern, die gezwungen sind mehr
als einem Beruf nachzugehen, um das Überleben der Familie zu
garantieren. Es existiert bereits ein Zahl, die aus einsamen,
jungen Slaven bestehet und auf sich selbst gestellt sind, sie
sind Opfer der tausend Gefahren auf der Straße. Die UNICEF
meint, dass Anzahl der alleingelassenen Kinder katastrofal
groß ist und sich andauernd vermehrt. Es gibt immer mehr
Eltern, die verhindert sind, die Entwicklung ihrer Kinder mit zu
erleben.
Der Gedanke, mit allen Mitteln Geld zu verdienen, ist der Glaube
der jungen Generation geworden. Dies ist auch die Ursache des
Deintersse an einer schulischen Bildung. Viele Jugendliche
verlassen die Schule um sich dem Handel zu widmen, dass
später oft zu gesellschaftlichen Ausstoßung
führt.
Es wurde auch eine beunruhigende,
sich ständig vermehrende Zahl der verkauften Kinder
festgestellt. Diese Kinder stammen aus Familien die in einer
ekonomische Kriese Stecken, sie werden an unehrlichen
Händlern verkauft. Normalerweise enden diese Kinder in der
Prostitution und können internatoinal verhandelt werden.
Viele von ihnen kommen aus Rumänien. Einige Zahlen
können uns helfen diese Art von Ausbeutung der
Sexualität der Jugendlichen zu verstehen: in Estland sind
fast 30% der Prostituierten Jugendliche; in Lettland sind es ca,
10.000 Kinder, die anstatt in die Schule auf den Strich gehen, in
Litauen prostituieren sich Kinder für einen lächerlich
geringen Preis; in Rumänien verkaufen die jungen Leute ihre
Körper nur um einen warmen Platz zu bekommen und die Nacht
zu überleben; in Russland ist die Kriminalität eine
oragnisierte Sache und auch die sexuelle Ausbeutung von
Minderjährigen spielt eine wichtige Rolle. Man kann sagen,
dass Prostitution zum Leben auf der Straße dazu
gehört. Die Kinder, die man in Nightclubs und Bars findet,
wird man auch auf der Straße oder Bahnhöfen wieder
auffinden und dort sind sie der sexuellen Ausbeutung
ausgeliefert.
Die Welt der Kriminalität ist abhängig, im Osten wie
im Westen werden immer häufiger Minderjährige als
Arbeitskraft eingesetzt, hier ist die Kindheit so gestaltet, dass
sie automatisch in die Kriminalität verwickelt werden. So
erreicht die Zahl der kleien Kriminellen eine Realität die
erschreckend ist: in Litauen machen die Jugenlichen zwischen 14
und 29 Jahren ein Drittel der Bevölkerung aus, einen Fehler
begehen mindestens die Hälfte von allen und 75% von ihnen
sind gewalttätig. Wie es einige Untersuchungen der
Europäischen Kommision zeigten, ist die Vermehrung der
kriminellen Jugendlichen im Osten ein Gruppenphänomen: in
Bulgarien und Polen sind ca. 2 drittel der Kriminellen
ergänzt von Minderjärhrigen, sie fügen sich zu
Banden zsammen; weitere 80% der Minderjährigen gefangen in
Ungarrn haben in Gruppen gelebt, wie in der Ukraine. In Russland
hat sich, von 1985 bis 1995, die Zahl der kriminellen Taten, die
von Jugendgangs begangen wurden, mehr als verdoppelt.
Quelle: www.unicef.org.